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8 (1830) O bis Q
Entstehung
Seite
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Panard Panckoucke 223

I Süd- und Nordamerika; sie ist 12 Meilen breit. Man hatte Plane entworfen, um! hier die Andenkette zu durchschnciden; allein die topographische Commission fand

! 1829, ungeachtet der stille und der atlant. Ocean in gleicher Flache liegen, die Ca-

nalvcrbindung sehr schwierig, und schlug vor, die Schifffahrt auf dem Chagres-flusse für Dampfschiffe einzurichten, und die von Cruzes nach Panama erbauteStraße, die kaum 7 Meilen betragt, für Wagen aller Art fahrbar zu machen. Be-reits wird P. mit Portobello durch eine Eisenbahn verbunden. Die Provinz Pa-! nama (1640 IHM.), ehemals eine Intendantur des span. Gcneralcapitanats Gua-> temala, bildet jetzt nebst der Provinz Veragua das Depart. Jstmo in der RepublikColombia. Die feste Hauptst. Panama (25,000 E., mit einem Hafen am stillenMeere) in einer ungesunden Gegend, hat ein Bisthum, eine gel. Schule, und ist dieHauptnicderlage südamerik. Handelswaarcn. Über den daselbst am 22. Juni 1826eröffnet«, C o n g r e ß s. Südamerikanische Revolution.

! Panard (Charles Franpois), ein Dichter, geb. 1690 zu Courville bei Char-

l lres, der Vater des moralischen Vaudeville. Marmontel hat ihn denLafontaine desVaudeville genannt; er glich diesem Dichter auch in seinem uneigennützigen, ein-fachen und sanften Charakter. Die Pfeile s. Witzes richtete er gegen das Laster, nichtgegen den Lasterhaften. Er starb, allgemein geachtet, 1765. 1763 erschienen vonihml'libätre et Oeuvre» diverses" (4 Bdchn.), welche 5 Lustspiele, 13 komischeOpern und viele kleine Gedichte ic. enthalten. Man findet in allen Leichtigkeit,Natur, Innigkeit, Witz, aber auch Nachlässigkeiten, Langweiliges und Fehler gegenl Sprache und Dichtkunst. P. schlief über dem Weine ein; man weckte ihn undverlangte Verse; mit schwerer Zunge stammelte er die liebreichsten Couplets, bis ihnder Schlaf aufsNeue überwältigte. An den morgenden Tag hat crm'egcdacht; mankleidete ihn; seine Freunde gaben ihm Speise und Trank. Armand Gouffö hatOeuvres clloisies de kansrd" (3 Bdchn.) herausgegcben.

Panathenäen (Panathenäa), Feste, welche zu Athen der SchutzgöttinMinerva gefeiert wurden. Erichthonius, der sie stiftete, nannte sic Athenäen (Ei-nige leiten sie vom Orpheus ab); als Theseus aber die Bewohner der 12 Bezirke indie Stadt rief, um diese zu vergrößern, erhielten sie den Namen der Panathenäen,weil nun das gesummte Volk der Athener daran Theil nahm. Man unterscheidet" die großen und kleinen Panathenäen, von denen erstere alle 5 I., letztere jedes I. ge-

, feiert wurden. Bei beiden gab es dreierlei Spiele, die von den 10 Athlotheten gelei-

; tet wurden : am ersten Tage Wettrennen mit Fackeln im Ceramicus, am 2. gymna-

! stische Übungen und Luftgefechte mit Schiffen, am 3. musische (geistige) Wettkäm-

pfe, als Musik, Declamation, dramatische Vorstellungen. Ein Kranz von Ölzwei-gen aus der Akademie und ein Gefäß voll des besten Öls waren des Siegers Preis.Dann folgten die Opfer und der Öpferschmaus. Die größer» Panathenäen unter-schieden sich von den kleinern nicht nur durch größere Pracht und längere Dauer,sondern vornehmlich auch durch den feierlichen Aufzug, unter welchem der heiligePeplos, ein Teppich oder Decke, von Jungfrauen geweiht und aus weißer Wollegefertigt, mit goldener Stickerei, welche die Gigantomachie verstellte, auf die Akro-polis in den Tempel der Göttin gebracht, und womit die elfenbeinerne Statue der-selben bedeckt wurde. Auch wurde dieser Pcplos an dem Feste der Panathenäen alsSegel an einem Schiffe befestigt, das durch verborgene Triebwerke sich selbst überdie Straßen fortbewegte und im feierlichen Zuge begleitet wurde. Das Fest war soheilig, daß man an demselben Gefangene aus dem Kerker befreite und verdienst-vollen Männern goldene Kronen zur Belohnung reichte.

Panckoucke, Buchhändlersamilie in Paris. Der Großvater des noch le-benden Buchhändlers Charles P.hießAndrcasJoseph und war 1700 in Lillegeb., wo er 1753 starb; er verlegte nicht allein Bücher, sondern schrieb auch frei-sinniger, als es sein Beichtvater wollte, der ihm daher nach seinem Tode ein ehrli-