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8 (1830) O bis Q
Entstehung
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Palnatocke Palomino de Velasco 221

Wiederherstellung zum zweiten Male von den Saracenen 744. In der Mitte d.18. Jahrh. wurden die Ruinen von den Engländern Wood und Dawkins entdecktund in dem Prachtwerke von Wood (Ille ruins ok kalnr^ra") beschrieben. Siefanden unter diesen Trümmern eine Menge der schönsten Pfeiler, Ruinen von Tem-peln und Thürmen, alle von Marmor bewundernswürdig gearbeitet; viele grie-chische und palmyrenische Inschriften, auch eine lateinische. Das prächtigste Denk-mal, der Sonnentempel, war unter allen am besten erhalten. Jetzt ist Palmyra,unter dem alten Namen Thadmor, ein Dorf in der Wüste von Syrien, und dürf-tige Familien haben zwischen den Ruinen ihre Hütten. S. Saint-Martin'sHist.<te pslmz-re" (Paris 1823) und Jrby's und Mangle'sl'rsvels in Nu-

llis, 8^ria null Aoianrinvr 1817 fg." (Lond. 1823).

Palnatocke, ein nordischer Seekönig des 10. Jahrh. oder Seeräuber, wiewir es jetzt nennen, dessen Thaten in den Liedern und Traditionen des Volks nochleben. Wahrscheinlich stammte P. von der Insel Fünen her; sein cigentl.Name soll,nach der isländ. Jomskiringasaga, Palner, der s. Vaters aber Tocke gewesen sein,woraus nach nordischem Gebrauch, die Namen zusammenzuziehcn,Palnertocke oderPalnatocke entstanden ist. Durch s. Verheirathung mit der Tochter eines gothländ.Jarls ward P. mächtig zur See und bestand viele Fehden mit den kleinen Königenin Dänemark, Norwegen rc. Auch stiftete er unter den kühnen Seefahrern seinerZeit, die sich damals sämmtlich mit Secräuberei abgaben, wie in den Tagen desFaustrechts der Adel in Deutschland und a. Ländern, mit Wegelagerern eine Artvon Verbindung oder Orden, dessen Mitglieder nach den Gesetzen ihres Vereins ein-ander in Noth und Gefahr beistanden, ihre Seezüge zusammen unternahmen, dieBeute in gleiche Theile unter sich theilten rc. Nach alten Sagen soll diese Verbin-dung und ihr Oberhaupt, P., ihren Sitz auf der Insel Wollin zu Jomsburg gehabthaben, welches Einige für das angeblich untergegangene Julin halten. Eben diesenSagen nach ist ein altes Hühnengrab auf der Insel Fünen der letzte Ruheort derGebeine P.'s. S. hierüber Wedel Simonson's Abhandl.,im2.Bd. derArchäolog.Annalen Dänemarks". Saxo Grammaticus gedenkt zwar eines nordischen See-helden mit Namen Locco oder Tocke, doch von der erwähnten ritterlichen Verbindungzu Jomsburg sagt er nichts, dagegen aber, daß dieser Tocke dieselbe That mit demApfel gethan haben soll, welche die Geschichte der Schweiz dem Teil zuschreibt.Das Andenken von P. dem Seekönig ist neuerdings von Öhlenschläger durch seindram. Gedicht erneuert worden. Das Landvolk und die Fischer auf Fünen be-haupten noch immer, daß der Geist des einst gefürchteten Seeräubers sich in stillenMondnächten über den Wellen an den Küsten ihrer Insel blicken lasse.

Palomino de Velasco (Aciscle Antonio), einer der ausgezeichnet-sten Maler Spaniens, ward 1653 zu Bajalance, unweit Cordova, geb. Er studirteim letztgen. Orte; da ihn aber seine Neigung mehr zur Kunst hinzog, so bildete er sichunter Baldes zum Maler aus. 1678 begab er sich nach Madrid,wo unter Philipps IV.Regierung viele ausgezeichnete Künstler lebten. Er ward hier durch den berühmtenCoilllo dem Könige vorgestellt und von diesem beauftragt, die Frcscogemälde in derHirschgalecie im Prado zu verfertigen. P. malte nun die Geschichte derPsycheundführte den Auftrag zu solcher Zufriedenheit seines Monarchen aus, daß Philipp ihnmit einem ansehnl. Gehalte zum Hofmaler ernannte. Sein Ruf stieg; in Valencia,Salamanca, Granada und Cordova, wohin er nach und nach gerufen wurde, ver-fertigte er Arbeiten, die sich des größten Beifalls erfreuten. Sein Sohn widmetesich gleichfalls der Malerkunst und arbeitete mit ihm häufig zusammen. Nicht ohneUnrecht wirft man P. vor, daß er die Figuren selbst in seinen großartigsten Gemäl-den, wie z. B. in seinem Bckenntniß des heil. Petrus (in der Hauptkirche zu Va-lencia), sowie in den Bildern, welche er für die Kathedrale von Cordova verfertigte,oft mit zu großer Treue aus der gemeinen Wirklichkeit entlehnte; dagegen ist er in