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8 (1830) O bis Q
Entstehung
Seite
210
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2 IS Palisaden Palissot

renbegräbuiß, um seine Manen zu versöhnen, und weihten ihm einen heiligenHain. Das palinurische Vorgebirge erhielt nach ihm den Namen.

Palisaden, Pallisaden, Schanzpfahle, sind 89 Fußlange und67 Zoll ins Gevierte habende, oben zugespihte Pfahle, welche zu mehrer Siche-rung der Verschanzungcn, besonders vor einem Überfalle, zur Sperrung der offenenZugänge der Werke und überhaupt aller leicht zugänglichen Punkte, entweder senk-recht oder schräg dicht neben einander eingegraben werden. Palisadiren,mit Schanzpfählen versehen, verpfählen.

Palisot de Äeauvais (Ambroise Marie Franyois Joseph), geb. zuArras d. 27. Juli 1752, Naturforscher. Er hatte sich der Rechtswiffenschast ge-widmet und nach dem Tode s. Bruders dessen Stelle eines Iloooveur genärirl ,1--»Iioiuaineo in Paris erhalten. Da dieser Posten 1777 cingczogen wurde, so wandtesich P. ganz seinem Lieblingsfludium, der Naturwissenschaft und der Botanik, zu,was s. ansehnliches Vermögen begünstigte. Sein erster Lehrer in diesem Fache warder 1). Lastiboudois, mit welchem er mehre, besonders hinsichtlich der Kryptogamenreiche Ausbeute gebende botanische Wanderungen durch Flandern und das nördl.Frankreich machte. 1781 ward er zum correspond. Mitgl. dcrpariserAkad. ernannt.Sein Plan, mit dem Dänen Niebuhr Arabien zu bereisen, wie auch Lapcrouse aufdessen Reise um die Welt zu begleiten, ward nicht ausgeführt. Dagegen ward ihm1786 vergönnt, der Expedition zu folgen, welche den Sohn des afrikan. Königsvon Owara, der sich damals in Paris aufhiclt, und mit dessen Vater die franz. Re-gierung Handelsverbindungen anknüpfen wollte, nach s. Heimath zucückbrmgensollte. So langte P. nach einer gefahrvollen Reise in Owara an, wo er wichtigenaturgeschichtlichc Entdeckungen machte. Mehrmals in Gefahr, von den wildenBewohnern ermordet oder von ansteckenden Krankheiten hingerafft zu werde», faßteer dennoch den Plan, quer durch ganz Afrika von W. nach O. zu dringen, wurdejedoch von den ihn begleitenden Negern und Dienern, nach einem tiefen Vor-dringen in das Innere von Guinea, umzukehren gezwungen. Wegen s. Gesund-heitsumstände mußte er Afrika verlassen. Er schiffte sich mit einem Thcil s. Samm-lungen nach St.-Domingo ein, wo er ankam, als auf dieser Insel die schrecklichstenUnruhen ausgcbrochcn waren. Nur mit Mühe rettete er sich hier aus den über dieWeißen verhangenen Verfolgungen, in die Verein. Staaten, wo er im Orchester zuPhiladelphia spielen mußte, um s. Unterhalt zu verdienen. Seine in der neuenfranz. Niederlassung auf den Küsten von Owara zurückgelassenen Sammlungenu. dgl. gingen bei der Zerstörung dieser Eolonic durch die Engländer verloren. End-lich fand er in Philadelphia Beschützer und konnte von Neuem sich seinen Studienüberlassen. Die nunmehr von ihm unternommenen wissenschaftlichen Reisen indie Apalachen- Gebirge, am Ohio, in das Innere von Kentucky und in die Länderder Koiks und Cherokis (zweier wilder amerikan. Völkerstämme) brachten die er-freulichste naturgcschichtliche Ausbeute. Mittlerweile bewirkte der erste Consul s.Ausstreichung von den Listen der Emigrirten, und aus Dankbarkeit legte P. denNamenNapoleon Bonaparte'' einer seltenen, aus Owara mitgebrachtcn Pflan-zengattung bei, die jetzt aber, zu EhrenP.'s selbst, Kelvin,» eserulea genannt wor-den ist. P. schrieb eine Menge geschätzter botanischer Werke, Abhandlungen undMemoiren (auch kleine Theaterstücke) und starb als Mitgl. ves Instituts und derphilomathischcn Gesellschaft zuParis, sowie der Philosoph. Societät zu Philadelphia,zu Paris den 21. Jan. 1M0.

Palissot (Charles) de Montenoy, Dichter und Literator, war den 18.Jan. 1730 zu Nancy geb. Seine Geistesfähigkeiten entwickelten sich schnell. Erverließ bald die gelehrte Congrcgativn des Oratoriums und beschäftigte sich unab-hängiger mit der Literatur, besonders mit der Dichtkunst, die ihn am meistenanzog. Leidenschaftlich rasch in Allem, war er in einem Aller von 19 I Ehe-