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andre in den Küchengärten, noch andre besorgten alles Hauswirthschaftliche. AllenEolonisten stand cs frei, aus der Gemeinschaft zu treten; aber sie fühlten sich hierwie zu Hause und blieben gern. Die Kinder namentlich hingen mit unbeschreibli-cher Liebe an dem Vater des Hauses. Zur Bildung des religiösen und sittlichenGefühls wird täglich eine Morgcnandacht gehalten. Die Kinder lesen AuszügeauS der Bibel und kleine Biographien. Sic werden im Lesen, Schreiben undRechnen, in Geometrie, Naturgeschichte, Geographie und Geschichte unterrichtet.Auch besitzt die Anstalt eine Singschule, einen Tanzsaal und einen Turnplatz. Inden Arbeitsstilen werden die verschiedenen Beschäftigungen durch sinnreiche Vor-richtungen erleichtert. Alles zur Bauinwollengarnfabrication Ecfoderliche wirdin der (Kolonie selbst verfertigt. Außer der großen Spinnerei sind noch cin Gußwcrk,eine Schmiede und Zimmcrmanns-, Schreiner-, Drechsler-, Glaser-, undMalerwcrkstättcn vorhanden. Jullien in Paris sHerauSg. der „Kor ne cnez-clope-<1>s,ue") versichert als Augenzeuge, daß in der Industriecolonie zu Newlanark dasBeisammenlcbcn beider Geschlechter keine nachtheiligcn Folgen habe, vielmehr glück-liche Ehen veranlasse. Auch die Verschiedenheit der Religion verursache unter denMitgliedern der Colonie keine Proselytenmachern und Intoleranz, und ebensowenig Jndifferentismus, da die Gottesverehrung erbaulich sei. Gleichwol wurdeO. in eine Fehde mit den religiösen Eiferern, den keliAionist«, verwickelt. Dievon dem Arzte Henry Grey Macnab herausgeg. Beschreib, dieser Anstalt und desderselben zum Grunde liegenden staatswirthschaftl. Systems hat Laffon de Lade-bat ins Franz. Übers, („kxamen «los nnnvolles vues >Io Vlr. Kob. Ou oi> , et <Isse,8 etablissomvns ü ldlen-Kanni-lc", Paris 1821). O. hat nämlich aus den inNewlanark gemachten Erfahrungen ein allgemeines System der Armcnpolizeifür jedes civilisirtc Land abgeleitet. Er will Landbau und mechanische Hülfsmiltelvereinigt zeigen, um alle Handarbeit ins Große zu treiben, ohne daß die dabei be-schäftigten Menschen moralisch verwildern; sic sollen vielmehr durch die Arbeit zurechtlichen Menschen erzogen werden und keiner Unterstützung durch die Armentapebedürfen. O. hat diese Plane dem Congresse zu Aachen 1818 und mehren Staats-männern in London und Paris vorgelegt. (S. Dessen „Vorstellung an die Regie-rungen Europas und Amerikas", Frankfurt a. M. 1819.) Allein in beiden Kam-mern des britischen Parlaments widcrsctzte man sich ihrer Annahme, weil einigedarin entwickelte moralische und religiöse Ansichten drs Hrn. Owen ihnen bedenk-lich erschienen, als ob sie nämlich das persönliche Interesse zur Hauptsache mach-ten und den Menschen als das Product der äußern Umstande, in denen er lebt,darstellten. Namentlich tadelte Lord LaudcrdaleO.'s Plan. Die Schrift desArzteSMacnab aber gibt den mißverstandenen Ausdrücken eine genauere Bestimmung,welche jedes Bedenken hebt. Es haben sich daher mehre Briten vereinigt, umden Philanthropen — so nennt man in England Hrn. O., weil er fein ganzesLeben dem Wohle seiner Mitbürger weihte — bei der Anlage ähnlicher Anstalten zuunterstützen. O. will in Irland, wo das Elend und die Unwissenheit des Volksgleich groß sind, eine Ackcrbaucvlonie in der Art gründen, wie er die Jndustrie-colonie zu Lanark eingerichtet hat. Er reiste dcßhalb 1823 nach Dublin, wo cs ihm,nach langem Kampfe mit dem Vorurtheile und dem bösen Willen seiner Gegner,gelang, den „Philanthropischen irländischen Verein" zu Stande zu bringen. Hier-auf ging er nach Lanark zurück, wo er seine Anstalt — nach dem Zeugniß der Bri-ten: :r piotnrv okoirse, linppiness, ne-rtness aml evntent — fortwährend lei-tet und verbessert. 1824 kaufte O. in Pennsylvanien die Ncwharmony am FlusseWabas, um sie nach seinem Plane einzurichten. Dann kehrte er nach London zu-rück, wo cr mit dem dasigen Vereine Plane zu andern Gründungen besprach.Seitdem ist eine solche Anstalt zu Orbeiston bei Glasgow entstanden. Schabe, daß9. nicht im Stande ist, seine Ideen in seinen Schriften klar auszusprechen! (Ec