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Owaihr Owen (Robert)
mit Anmerk. geliefert. Die schönsten Stellen dieses Gedichts hat Voß mit gewohn-ter Kunstfertigkeit metrisch ins Deutsche übcrgetragcn u d. T.: „Verwandlungennach Onid, von I. H. Voß" (Berlin 1798). H. v. St.-Ange (starb 1811) hatO.'s Gedichte in franz. Verse gut übers, (n, Aust, Paris 1824, 11 Bde.). 8.
Owaihi, die östlichste und größte (216 ffstM.) unter den Sandwich-inseln (s. d.), welche Co ok (s. d.) 1778 entdeckte, und die 1779 das Grab ihresEntdeckers wurde. Sie hat gemäßigte Luft und trefflichen Boden. Ein hoherBerg, Mowna Roah, hat 3 Spitzen und eine Höhe von 2254 Klaftern. Dieoberste Spitze berührt die Schncelinie, ist aber nicht mir ewigem Schnee bedeckt.1794 wurde die Insel, jedoch der bisher bestandenen Regicrungs- und Religions-verfassung unbeschadet, von den Engländern in Besitz genommen. Die Einw.find wohlgebildet, fleißig, und mit den Neuseeländern und den Bewohnern derSocietatsinseln von Einem Stamme. Man baut hauptsächlich Zucker. Durchden von dem Könige Tamaahmaah (starb 1819) mir England und Nordamerikaeingcleitetcn Handelsverkehr ist die Civilisativn sehr sortgeschu'tten, und europäi-scher Kunstfleiß, selbst Schiffbau, besonders durch engl. Matrosen, die der Königin seine Dienste genommen hat, cingefuhrt worben.
Owen (Johann, lat. auch ämloemi»), zu Armon in Wales geb., studirtezu Oxford die Rechte, ward aus Armuth 1591 Schullehrer zu Trylngh und 1594zu Warwich, und starb 1622 in sehr ungünstigen Umständen in London. Seinezahlreichen, ehedem vielgelcscnen, lat. Epigramme zeichnen sich durch Eigemhüm-lichkeit, treffenden und beißenden, nur bisweilen in Gezwungenheit und Schmutzig-keiten ausartenvcn Witz, tiefe Menschenkennmitz und eine lebendige, höchst cvr-recte Sprache aus. Eie sind sehr oft gedruckt. am besten unter A. A. Renouard'sBesorgung (Paris 1794). Jördcns gab 1813 (Leipzig) „One,,, opi^i-Linumtaüeleota" mit den vorzüglichsten vorhandenen deutschen ikdeis und Nachahmungenverschiedener Verftrsser, und Bibliothekar Ederr ein „I.ibollns epi^romm-ltum »ckIr. 1)lr." (Leipz. 1825) heraus. /I—«.
Owen (John), in und außer Europa durch seine Thatigkeit bekannt, dieer 18 I. lang als Secretair der britischen und ausländ. Bibelgesellschaft bewiesenhat, war geb. 1765, wurde Fellow am Evrpus-Christi-Cottcge zu Cambridge,dann Pfarrer zu Fulham, hierauf Rector einer Provinze.lschule, zuletzt Predigerzu Chelsea. Er half 1804 die Bibelgesellschaft 0. d.) in London gründenund gehörte zu den thätigste» Philanthropen auf den britischen Inseln. Außermehren geistlichen Schriften hat er „I'rnve!» in >IilI'cre„r parts »k Duropo in1791 anä 1792" (2 Bde., London 1796), die „1 iiillieatiau ot riie Ilible-hchciet)'" (1809) und Beiträge zu der Geschichte dieser Gesellschaft herausge-gcben. Er starb zu London d. 26. Sept. 1822. Sein Nachfolger im Sekretariatist der Prediger I). Steinkopf.
Owen (Robert), ged. um 1772 zu Newtawn in Montgomeryshire, derGründer, Eigenthümer und Vorsteher einer für die Armen bestimmten Acbeics -und Bildungsanstalt, oder einer Jndustriecolonie in dem Dorfe Newlanark inSchottland, am Clyde, in der Grafschaft Lanark. Vor 17d>4 war hier ein Mo-rast; ein gewisser Dale legte Manusacrurgevaude an; die Anstalt war aber beiseinem Tode ganz in Verfall. Nun trat O., der bisher Vaumwollenspinncrcige-schäfre geciieben, und den das Lesen des „Robinson Crusoe" und einige Stellen inRousseau's „Emil" aufseinc Idee einer gründlichen Bildung der armem Dolksclassengeleitet halten, 1800 an die Spitze der von ihm erkauften Anstalt zu Newlanarkund gib ihr eine neue, erweiterte, auf die moralische Besserung der Ärbeitcr be-rechnete Einrichtung, sodaß sie eine Mustcranstalt für die Erreichung ähnlicherZwecke wurde. 1822 bestand die Colonie, bei der sich auch ein Spital befindet,aus 2309 Köpfen, darunter 350 Kinder; 1800 arbeiteten in den Werkstätten,