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8 (1830) O bis Q
Entstehung
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179
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noch verloren Beide (954) ihre Hcrzogthümer. Schwaben erhielt Burkhard, desbairischen Heinrichs Schwiegersohn; Lothringen wurde in zwei Herzogthümer ge-theilt. Obcrlothringen bekam Friedrich, ein Bruder des Bischofs von Metz; Nie-derlothringen Gottfried, dessen Familie nicht bekannt ist; Beide standen unter derOberherrschaft des Erzbischofs Bruno von Köln, O.'s Bruder. Kaum waren dieseAngelegenheiten geordnet, als die Ungarn in Deutschland einbrachcn. Otto schlugsie aber auf dem Lechfelde bei Augsburg (10. Aug. 955) dergestalt, daß sie seit derZeit keinen neuen Angriff auf Deutschland wagten. Nun zog O. nach Italien,wo Berengar, der ihm den Vasallcncid geschworen, sich empört hatte. Er ward(961) vom Erzbischöfe von Mailand zum Könige von Italien und bald darauf (2.Febr. 962) vom Papste Johann Xli. in Rom zum Kaiser gekrönt. Dieser schwurdem Kaiser den Eid der Treue; die römische Geistlichkeit versprach künftig keinenPapst anders als in Gegenwart kaiserl. Cvmmissaire zu wählen. O. dagegen be-stätigte die verschiedenen dem Papste gemachten Schenkungen, ohne sie jedoch näherzu bestimmen. Bald aber reuete es den Papst, sich in dem Kaiser einen Herrngesetzt zu haben, und er wagte zu den Waffen zu greisen, während O. in Paviawar. Dieser eilte nach Rom, ließ den Papst absetzen und statt seiner Leo Vlik.wählen (963), wofür ihm und seinen Nachfolgern die ausgedehntesten Rechte be-willigt wurden. Kaum war O. nach Deutschland zurückgckehrt, als die Römer freisein wollten, den Papst absctztcn und die alte Verfassung herstellten. O. erschienabermals in Rom und bestrafte die Schuldigen mit dem Tode. Auch der Hof vonKonflantinopcl wollte ihn nichtalS Kaiser anerkennen; allein O. schlug die Griechenin Unteritalien, und der morgenländische Kaiser Johann Zimisces gab dic griech. Prinzessin Theophanie O.'s Sohne zur Gemahlin. Bald darauf, d. 7. Mai 973, setzteder Tod s. rastlosen Thätigkeit ein Ziel. O. starb mit dem Ruhme, Karls des Gro-ßen Reich in Italien wiederhcrgestellt zu haben. Er besaß große Eigenschaften, ho-hen Muth, Geradheit und die strengste Gerechtigkeitsliebc. Die Geistlichkeit, die erals Gegengewicht gegen die weltlichen Vasallen erhob, verdankt ihm in Deutschlandihre Macht; er verlieh ihr Herzogthümer und Grafschaften mit fürstlicher Gewalt.Unter ihm nahm der Bergbau auf dem Harze s. Anfang. Magdeburg, wo er denDom baute, war s. Lieblingsausenthalt. Er liegt in dem Dome begraben. S. Veh-se'sLeben und Zeiten K. Otto's des Großen" (Dresd. 1829). Ihm folgteOtto II., gcb. 955, Otto's I. und verschönen Adelheid jüngster Sohn.Seine Brüder waren vor dem Vater gestorben. Dieser ernannte ihn zu seinemMitrcqenten und ließ ihn zum römischen Könige krönen, sodaß Otto l!. der ersterömische König war, den uns die Geschichte der Deutschen aufstellt. C'r hatte vonseinem Vater jenen heftigen, unsteten Geist geerbt, der sich mit großen Entwürfenbeschäftigt und zu ihrer Ausführung eilt, bevor sie noch völlig gereist sind. Da erschon im 29. I. seinen mißlungenen Entwürfen unterlag, so hatte er nicht dasGlück, die Welt mit den Übereilungen seiner Jugend auZzusöhnen. In den erstenJahren führte Adelheid die Zügel der Negierung. Als O., der Abhängigkeitmüde, sich vom Hoft.entfernte, brach ein Bürgerkrieg aus, an dessen Spitze seinVetter, der junge Herzog von Baicrn, Heinrich, stand. O. verfuhr mit Strengegegen ihn, nahm ihm Baicrn und verlieh es Otto von Schwaben (978), seinemNeffen, der dadurch zum Besitz zweier großen Lehen gelangte. Mit König Lotharvon Frankreich geriet!) er über Lothringen in Krieg. Dieser übersiel ihn 978 inAachen; O. mußte sich zurückzichcn, sammelte aber sogleich ein Heer, trieb Lotharzurück, verheerte die Champagne und drang bis Paris vor, dessen Vorstädte erverbrannte. Auf dem Rückmärsche ward er zwar an der Aisne geschlagen., im I.980 aber schlossen sie Frieden, und Lothringen verblieb in seiner bisherigen Ver-bindung mit dem deutschen Reiche, In Italien suchte O. seine Macht dadurchfester zu begründen, daß er die Griechen aus dem Überreste des Exarchats in Apu-

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