Druckschrift 
8 (1830) O bis Q
Entstehung
Seite
173
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Ostreich (statist.)

östreich. Nebenlinien: Toscana und Este (Modena und Massa), 495 IHM.,1,680,000 E. Unter Ostreichs Völkern sind die zahlreichsten: 1) Slawen,14 830,000; 2) Deutsche, 5,900,000; Z) Italiener, 4.400,000 ; 4) Magya-ren, über 4 Miil.; 5) Wlachen, 1,800,000; 6) Juden, 470,000; 7) Zigeuner,110,000; 8) Armenier, 13,500; 9) Griechen, 4600; außerdem Klementiner,Osmancn, Albancser, Franzosen u. a. m. Die größte Bevölkerung hat das lom-bardisch-venelian. Könige : 5029 auf 1 fZM. (die Landsch. Mailand 9861 auf1 E?M.); dann folgen Böhmen, Mahren, unter und ob der Ens; die geringstehaben die Militairgrenzländcc, Körnchen und Tirol, Salzburg und Dalmatien.Die Monarchie zählt 783 Suchte, 635 Vorstädte, 2,120 Mfl. und 68,975Dörfer. Die volkreichsten Stabte folgen so: Wien, Mailand, Prag, Venedig,Pesch, Lemberg, Verona und Debceczyn (4i,175 Einw.).

Von den zahlreichen, zum Theil schiffbaren Flüssen nennen wir die Do-nau, EnS, Morawa, Leitha, Raab, Drau, Save, den Po, die Elbe, Mol-dau, Eger, Oder, Weichsel und den Dniesier; an 30, darunter 7 große, unterder Regierung des jetzigen Kaisers zu Stande gekommene Canäle befördern dieSchifffahrt. Unter den Seen sind der Platten-, Neusiedler, palitschcr, cirknitzerSec und der Lago Maggiore zu bemerken. Gebirge: 1) die Alpen, eineFlache von 2284 IIM. (die Qctlcsspihe 14,466 Fuß, Großglockner 12,239,HohrnwartShähc 10,392, Wiesbachhorn und Hochhorn 10,600 11,000,Terglou 9744, Watzmann 9600, Brcnnkogal 9000 Fuß hoch); 2) die Sude-ten (weiße Wiese, 4500 Fuß hoch), Paschkepol; 3) die Karpathen. Das Kli-ma ist nach der Lage der Länder sehr verschieden. An Naturerzeugnissen: Goldin Minen und Wäschen, jähcl. an 3900 Mark; Silber jahil. 108,000 Mark;Kupfer über 40,000 Ctnr.; Zinn Ijahrlich 1300, Eisen 1,250,000 Cinr.,Quecksilber 5,240, Zinnober 7,800, Kobalt 1,600 Elnr., Galmei und Zink6950 Elnr., Arsenik, Ehromerz, Tellur, Uran, Antimonium (6900 Ctnr.),Braunstein, Wisniuth, Magnet, Edelsteine, Marmor, Porzellanerde, Meer-schaum, Steinkohlen, Schwefel, Salz u. s. w.-> ferner hat die Monarchie über600 Mineralwasser und Gesundbrunnen, davon Böhmen allein 150; Vorzüglichzu Karlsbad, Teplitz, Franzensbad, Marienbad, Seidschütz, Bilin, Baden,Ischl, Gastcin, Mchadia in, Banat, Albano in Italien re.; Getreide allerArt, auch zur Ausfuhr, Mais, Reis, Hülsenfcüchte, Baumfcüchke, besondersschöne Südfrüchte, Ol rc.; Wein, Hopfen, Safran, Taback, Hanf und Flachs,Waid, Holz (merkwürdig ist die Pflanzung von ausländ. Hölzern, die der FürstLiechtenstein zu Eisgrub in Mähren angelegt hat, die größte in Europa);Rindvieh, Büffel, Pferde, Esel und Maulesel, Schafe, Ziegen, Schweine, Fe-dervieh, wilde Thicre, Fische, Perlcnaustern, Bienen (jährl. 20,000 Cinr. Wachsund 350,000 Ctnr. Honig), Seide 2,570,900 Pf. Jeder Zweig der Landivirth-schaft ist nach Klima und Boden trefflich ausgebiloet, vorzüglich die Schafzucht;doch gibt cs »och in Ungarn gegen 100 IHM. Morastboden. Die größte Landes-cultur, bei dem fruchtbarsten Boden, ist im Aenetianischen und in der Lombardei;hier ist auch die vom Grafen Dandolo verbesserte Seidenzucht wichtig. DieManufackuren und Fabriken liefern jährlich 1425 Miil. E.-Gldn. an Werth, inUhrtn, Porzellan, Spiegel und Messing, Slahl und Eisen, Leinwand, Baum-wolle, Papier, Taback, Zucker, Schafwolle, Seide, Leder, Wachsbleichen.Der Handel wird durch den seit Italiens Wiedererlangung neubcginiicndcn Sec-handrl immer beträchtlicher. (Ausfuhr über 36, Einfuhr an 44 Mill. E -Gldn. anWerth.) Seehandelsstädce sind Trieft, Venedig und Fiume; andre Handelsstadle:Wien, Prag, Pesth, Lemberg, Brody und Gratz. Die wiener Skadlbank isteine große Ünlerstützungsanstalt für den Handel; so auch die zum Vertriebe derWaarni und zur Unterstützung des nothleidenden Gewerbes kürzlich rrrichtcl«