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abdmcklen. Schon 1764 erschienenzn Hamburg sibersetzmige»; 1768 non Denis(in unpassenden Hexameter»), von Harold 1776 (Prosa), von Pctersc» (1782),von Rhode (Berlin 1800, 3 Bdchn,, rhythmisch, treu u. elegant); von Schubart,vom Grafen F. L. zu Stolberg (kräftig und besonnen, Hamburg 1806, 3 Bde.),von F. W. Jung (3 Bde., Frankfurt 1808, weicher und aufgelöster), und Vieleseinzeln, z. B. von Neumann, hcrausgcgebcn von Gurlitt (Hamburg 1803 fg.),und die so schönen Lieder von Selma i» Göthe's „Weither", in der „Iris", inr„Deutschen Museum" u. s. w. 1807 gab endlich die hochländische schottische Ge-sellschaft die gälischen Originale von 14 Osstan'schen Gedichten in 3 Bdn. her- ?aus, nebst einer wörtlichen latem. Übersetzung von Macsarlan. (Neue Ausg.:
„Dana Oinien", Edinb. 1818.) Diese gälischen Originale sogen. Ossian'schccGedichte (zu deren Verständlich man das Wörterbuch von Armstrong und die gäli-schen Sprachlehren von Stewart und Ahlwardt hat) übersetzte im Metrum des- Originals (in daktylischen, katalektischen Trimetern) Ahlwardt in Oldenburg (Leip-zig 1811), in dessen Ucbcrsetzung sich aber jene Poesien weniger gefällig ausnchmenals in der freier» Form Macpherson's, der auch aus den harter» Namen lieblicherebildete, z. B. Minona. (1820 las man in den Zeitungen: bei der Eröffnung cincsGewölbes in der allen katholischen Abtei Connor in Irland habe man die Gedichtedes Barden Ossian in einer eichenen Kiste gefunden, in einer Handschrift eines iri-schen Mönchs von 1463.) Herder sagt über die Osstan'schen Gedichte nach Mac-pherson's Bearbeitung (vgl. Schiller s „Horen", 1795, St. X; Herder's „Adra-stca", St. X, und seine „Blätter von deutscher Art und Kunst") Folgendes: „Die >lieblichste Gestalt macht Ossian in kleine» einzelnen Erzählungen, die man bald alsheroische Romanzen, bald als rührende Idyllen, bald als rein lyrische Stücke be-trachten kann, deren einige, z. B. Eomala, sich dem Drama nähern". Indem erihn mit Homer zusammenstellt, sagt er: „Homer dichtet rein objectiv, Ossian reinsubjektiv. Bei Homer treten alle Gestalten frei und lebhaft hervor; Ossian hatNebelgcstalten. Er wählt seine Helden nicht wie sie sind, sondern wie sic sich nahen,wie sie erscheinen und verschwinden. Im Homer sieht man die Handlung, im Os-flan ahnet man sie an Tritten, Zeichen und Wirkungen. Die Gestalt seiner Ge-liebten deutet Ossian mehr an, als daß er sie darstellte und malte. Man hört ihreTritte oder ihre Stimme; man steht den Schimmer ihrer Arme, ihres Antlitzeswie einen vorübergleitcnden Strahl. Homer sang die erste KcicgsuntcrnchmungGriechenlands, Ossian ist dagegen Stimme voriger Zeiten, er verkündet den Aus- ,gang des Hcldenstammes". Der Inhalt der Osstan'schen Poesien, theils historisch,rheils lyrisch, ist: Erzählung von Heldcnthaten in Kämpfen, Preis vergangenerbesserer Tage, helldunkle Gemälde der hochländischen Natur, Klagen über erlitteneLeiden, Schicksale Liebender, wchmuthsvolle Klagen lieblicher Jungfrauen amGrabhügel ihrer geliebten gefallenen Heldenjünglinge, Heldenseste u. s. w. DieForm ist ganz eigenthümlich, eine eigne, immer kurz abgebrochene und darum bis-weilen mißfallende Sprache (im Originale metrisch, bei Macpherson unmetrisch,doch rhythmisch), voll concreter Ausdrücke. Glückliche Darstellung der Leidenschaf-ten, treffliche rührende Schilderungen, malerischer Ausdruck, kühne aber lieblicheBilder und Gleichnisse, tiefe Empfindung, lieblicher Ausdruck sanfter Wehmuthund Einfachheit (man findet z. B. keine Einmischung höherer Wesen, nur daß dieGeister der Tobten wie Nebelgcstalten bisweilen dieHandelnden umschweben) gebendiesen Gesängen eignen Reiz. Aus der andern Seite wirft man ihnen den Mangelbestimmt geschilderter und verschiedener Charaktere der handelnden Personen, die öf-tere Wiederkehr der nämlichen Gleichnisse (viele bot freilich die arme, nur an Rohr,
Felsen, Heiden, Seen, Nebel und Winden reiche Natur in jenem Lande nicht dar)und große Empfindseligkeit, zumal im Munde der Helden, vor. Dennoch werdendiese schottischen Poesien, sowie die von Smith in seiner „Sean Dana" (engl. 1780,