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vom Lateran wieder aufrichten ließ, daher der lateranische genannt. An ihm ist auchdie Skulptur am schönsten. Das Gewicht beträgt über 13,000 Ctr., die Höhe ohnedas Fußgestell 140, mit demselben 179 F. Mehre andre sind unter den spatern Päp-sten wieder aufgerichtet worden. Den unter d. Namen: Nadel der Kleopatra, be-kannten Obelisk schenkte der Pascha von Ägypten 1820 dem Könige von England.Er wurde auf dem Watcrlooplatze in London aufgestellt. S. Zoega, „De oriZinvet usu obelisooruin etc." (Rom 1797 fg.). Champollion d. I. gibt zu Rom dieObelisken in Kupfer gestochen heraus, mit s. Erklärung der Hieroglyphen. A. Feahat die Geschichte dieser Werke und ihrer Aufstellung dazu verfaßt.
Oberhaus, Haus der Lords, s. England.
Obcrkampf (Christoph Philipp), Gründer der Cattundruckerci *) zu Jouy(Dorf im Bezirk Versailles) und der VaumwollenspinnereizuEssonne (Dorf imBezirk Corbeil), Mitglied der Ehrenlegion, war geb. 1738 zu Weißenburg im Mark-graflhum Ansbach. Sein Vater, ein Mann von Genie in seiner Kunst, die ergewissermaßen erfand, ließ sich zu Aarau in der Schweiz nieder, wo seine Manu-faktur Wohlstand verbreitete und ihm das Bürgerrecht verschaffte. Hier lernte derjunge O. die Kunst, welche er später so vervollkommnete. Vor ihm kannte manin Frankreich nur die thcuern persischen und indischen Zitze und Cattune, derenVerfertigung ebenso zeit- als kostspielig war; die in einigen benachbarten Ländernnachgemachten Cattune aber durften in Frankreich nicht eingeführt werden; manhielt diesen Manufacturzweig sogar der franz. Flachs -, Hanf- und Seidenculturfür nachtheilig. Alle diese Hindernisse überwand O.,dcr, 19 Jahre alt, seine Kunstnach Paris verpflanzte, durch Genie, Muth und Beharrlichkeit. Er erlangte diekönigl. Erlaubniß 1759, und mit 600 Fr. legte der Jüngling in einem Lande, des-sen Sprache und Religion nicht die scinigen waren, den Grund zu einer Manu-faktur, die eine öde Gegend mit Anlagen schmückte, mehr als Lausend Menschenernährte und Frankreich von einem beträchtlichen Tribut an den ausländischen Gc-werbfleiß befreite. In einem Bauernhause im Thale Jouy war er allein zugleichZeichner, Formenstecher, Drucker und Maler; bald halte er sich Gehülfcn für denPlatten- wie für den Walzcndruck gebildet; ein Morast ward ausgetrocknet, undin wenig Jahren zählte man über 1500 Menschen in einer Gegend, die ehemalsals ungesund nicht bewohnt wurde. Die Ökonomisten, eifrige Verrheidiger derGewerbefreiheit, vorzüglich Abbe Morellet (s. d.), wurden die Schutzreonerdes verfolgten Fremdlings bei den Behörden, beim Hofe und bei der Nation. O.erweiterte seine Anstalt mit jedem Jahre; er wußte sich durch Agenten in Deutsch-land und England, selbst in Indien und Persien, alle technische Vortheile und Ge-heimnisse seiner Kunst, besonders in der Färbung, zu verschaffen. So z. B. wirdjetzt zu Jouy ein durchsichtiges Lcinenzeuch zu Rollvorhängen an die Fenster ver-fertigt, die, nach Art der alten Kirchenfenster gezeichnet und gemalt, bei durchfal-lendcm Lichte von überraschender Wirkung sind. Bald entstanden in Frankreichähnliche Anlagen; man zählte gegen 300, die 200,000 Arbeiter beschäftigten, undFrankreich gewann auf 60 Mill. Fr. an rohen Stoffen einen Erwerb von 240Mill. Fr. Ludwig XVI. erhob den Gründer dieses Manufacturzweigs in denAdelstand; der Departementscath wollte ihm eine Bildsäule errichten, aber derschlichte O. lehnte diese Ehre ab. Während der Schrcckensregierung 1793 ent-ging er nur mit Mühe der Werurtheilung; später trug man ihm eine Stelle imSenat an, die er ebenfalls adlehnte. Als Napoleon die Manufactur zu Jouy be-
*) Die Franzosen bedienen sich in der Handelssprache noch immer des AusdruckslVlanutitoturs lls tollen peintes, obgleich nur die persischen und indischen Zitze (in-lliennes) gemalt genannt w.rdcn können, indem man dort bloß die Zeichnung drucktund das Übrige mit dem Pinsel malt; in Oberkampf's Manufakturen aber wurdedie Leinwand aanz bedruckt; man sollte sic daher tolles tsintes nennen.
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