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Zeitungen, Untcrhaltungsblätter
Rückert (Freimund Neimar), Mad. Huber, gcb. Heyne, Mit Beifall fortgeschworben, da der Unternehmer (Cotta), der auch stets Antheil an der Redactiori gj,nommen, viel auf dies Blatt verwendet. Seit einigenJahren ist dasselbe miteins„Kunstblatt" und mit einer literar. Beilage vereinigt. Elfteres rcdigirt sei't182Vl)Schorn; diese Hofr. v. Müllncr dis 1826, jetzt v. W. Menzel. Müllner gründu«dagegen in Braunschweig das „Mittcrnachtsblait", welches nach s. Tode (182g)der 2. Verleger Niedmann (st. 1830) u. d. T.: „Mitternachtszeitung" sortsehi«.2) Die dresdner „?tben dz ei tu ng" entstand 1817 und ward von Theodor Hl(Hofr. Winkler, s. d.) und dem Hofr. Kind (s. d.), jetzt von Ersterm ollm,!herausgegeben. Sie hat sich ein großes Publicum erworben, was sie vorzüglich d,»)Theaterkritiken und dem Talente mehrer Mitarbeiter, welche kleine Erzählung«,dazu beizutragen pflegen (wie Clauren-Heun, Schilling, Van der Velde u.A.), wdankt. Schon früher erhielt sie ein liter.-krit. Beiblatt, von 1826—28 erschien «instädtische Beilage u. d-T.: „Einheimisches", 1829 ein botan. Beiblatt: „Flor/,von Neichenbach, dafür 1830 dis „Didaskaiien"; auch hat Böttiger ein sachreiiiL„Artistisches Nvtizenblatt" beigefügt. 3) Den in Berlin erscheinenden „Tesell-scha ft er" redigirt Prof. Gubitz seit 1816 mit Geschick und Umsicht (30. Jahn,1830). — 4) Über das „Literarische Wochenblatt" s. Kotz ebne. Nach dessen Lot,)wurde es von der Vcrlagshandlung fortgesetzt. Spater nahm sich desselben Miill-lner in Wcißcnfels thätig an; allein die Zahl der Abnehmer sank innerhalb ein«-))I. von 2000 auf800 herab. Die Idee zu diesem Blatt war übrigens von dem«,sten Gründer ganz auf eine leichte, oft stechende Unterhaltung berechnet, die ckinicht selten ins Persönliche und Gemeine ausartcte. Zm April 1820 wurde cs beiEigenthum des Hecausg. dieses Lexikons, der ihm einen ernstem Charakter gegebe»,-und dasselbe seit dem Dec. 1820 „Literarisches Conversationsblatt", und seit Juli1826 „Blatter für literarische Unterhaltung" genannt hat, weil«!alS ein literarisches Sprachzimmer für die Gebildeten von jeder Meinung und An-sicht betrachtet werden kann, das den Ton der Urbanität nie verlaugnen wildEs verbreitet sich über Alles, was aus der neuesten literar. Zeit dr-s höhere gesellig«!Leben berühren kann- — Auf die „Hekate" von Müllncr, zuleyr don Michaeli!geleitet, folgten das schon erwähnte „Mittcrnachtblatl" und (1823) der „Literari-sche Beobachter" (von F. A. Nüder und F. Gleich), die beide mit 1823 aufgelM!haben. Dagegen erhielt der von Gleich (seit 1829 in Altenburg) herausgegeken«„Eremit" dauernden Beifall. In München erscheint die „Eos", in Karlsruhe di«„Charis, oder rheinische Morgenzei'tung", nebst einem Kunst-, Literatur- und Altii-thumsblatt (von F. K. Frcih. v. Erlach), in Danzig der „Ährenleser". Diedrett-nsr „Morgenzcilung" von Krauklkng und Kind seit 1826, mit dramat. und literar,Beilagen von Treck und Ebert, hat 1828 aufgchört; so auch das von Edi». Lf(Peucer) und St. Schütze seit 1823 in einer neuen Form redigirtc Weimarsch«„Journal für Literatur, Kunst, Luxus und Mode". In Leipzig besteht noch die von ^Bergk herausgeg. „Allgemeine Modenzeitung" (bereits der 32. Jahrg.); in Dr«s-ben der„Mcrkur" (von Philipp!), als Beiblatt dcx„Janus"; in Hamburg die „§ri-ginalien", der „Wandsbecker Bote"; in Berlin das „Berliner Conversationsblatt"das „Kunstblatt", die „Musikalische Zeitung", die „Hebe"; in München die „Mii-sikzeitung" und die „Theater-citung", von v. Stöpel, und an a. O. ähnliche Blät-ter, der Unterhaltung gebildeter Leser gewidmet. In Rußland hat die von Oldrcepdeutsch herausgeg. „St.-Petersburger Zeitschrift" denselben Zweck. Die Verbm-rung dieser Blätter geht mit wenigen Ausnahmen nicht über die Grenze des Laiidchin welchem sie erscheinen. Den größten Absatz hat das „Morgenblatt", besonder!nack Ostreich; man schätzt denselben auf 1500, den der „Abendzeitung" auf 1709,den des „Gesellschafters" auf 600 Exemplare, sowie den der „Eleganten Zeitung"auf etwa !000. In den östr. Staaten hatte sich die encvklopädische und belletristische
Journalistik vor wenig Jahren sehr ausgcbildet. Allein das auch im übrigen Deutsch-