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12 (1830) W bis Z
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Wahabi

Versuch, die Schlacht durch Zerstreuung des Centrums zu entscheiden. Massen»griff, von Macdonald, Nansouty, Lauriston und den Garden zu Pferde unterstützt,mir 100 Kanonen Adcrkiaa an, auf halbe Schußweite begannen diese ihr Feuer,Macdonald warf sich auf den Punkt, wo die Grenadiere und das 3. Corps zusam-menstießen. Gelang es hier, durchzubrechen, so war das östr. Heer, in 2 Theilegeschieden, unrettbar verloren, aber eine von Fürst Liechtenstein angcordnele ge-schickte Rückbewegung des rechten Flügels der Grenadiere, sowie die ungemeineTapferkeit der Truppen, ließ diesen Versuch scheitern; alle wiederholte Angriffe derfeindlichen Cavalerie und Infanterie, in starken Massen kraftvoll ausgeführt, blie-ben ohne Erfolg. (Ungefähr 12 Uhr Mittags.) Wenn in diesen AugenblickenErzherzog Johann, wie er sollte, auf dem linken Flügel anlangte, so hätten vielleichtgünstige Erfolge erlangt werden können; dies geschah aber nicht, und die franz.Truppen, welche bisher längs des Rußbaches gestanden, zogen sich, Fürst Rosen-berg überflügelnd, so weit rechts, daß dadurch die Fronte des Fürsten Hohenzvilcrnfrei wurde, der darauf unaufgefodert Jenem Unterstützung sendete, welche zur Ver-längerung des gegen die Überflügelung gebildeten Hakens benutzt ward. Beim drit-ten Angriff bemächtigte sich endlich der Feind der Höhe von Markgrafen - Neusiedel,Fürst Roftnberg zog sich nach einigen vergeblichen Versuchen, sie wiederzunehmen,in der Richtung von Wölkersdorf zurück. Fürst Hohenzvllern folgte dieser Bewe-gung und stellte sich bei Enze.'seld auf, die Straße nach Mähren deckend; der rechteFlügel mußte demnach die errungenen Vortheile ausgebcn und sich zurückziehen;Klenau deckte diese Bewegungen, blieb die Nacht hindurch bei Stammersdorf stehenund schlug erst am folgenden Morgen die Straße nach Mähren ein, auf welcher diegenannten Corps wahrend der Nacht zurückgegangen waren. Erzherzog Johann welchen, wie angegeben wird, die Versammlung seine« Corps bei Preeburgaufgehalten hatte erfuhr erst spat am Abend vom Schlachtfelde her, daß Allesschon entschieden sei; der eignen Sicherheit halber zog er sich wieder hinter dieMarch zurück. Man sicht aus dieser allgemeinen Darstellung, daß die Schlachtvon Napoleon durch das Rechtsziehen beim Entwickeln mit vieler Geschicklichkeiteingeleitet und durch die Niederlage des linken östr. Flügels entschieden ward BeideHeere hatten darin mit grosser Tapferkeit gefachten; der Verlust der Östreichermochte 23,000 Todte und Verw. betragen, darunter mehre Generale; sie hattendabei 7060 Gef. gemacht, 12 Adler und Fahnen, 1 t Kan. erobert; der Verlustder Franzosen ist nicht geringer zu berechnen, auch sic rühmten sich gewonnenerSiegeszeichen, unter den Gefangenen befanden sich aber viele Verwundete. Am7., 9. und 10. zog sich der Erzherzog unter st-ten Gefechten bis auf die Höhen vonZnaym zurück, wo ihn Marmont und Massen« erreichten. Hier kam es den 11.zu einem Treffen, das aber der vom Fürsten Johann von Liechtenstein dem KaiserNapoleon angetragene Waffenstillstand unterbrach, welcher am 12. Juli zu Znaymzwischen Berthier und Wimpfen abgeschlossen ward, woraus die Friedensunterhand-lungen ihren Anfang nahmen. Über den ganzen Feldzug vgl. m. des Generals Pe-let (Mafföna's Adjutant) ,Möm. 8UI !a Auvrre de 1809, VN AlIein»Alle, avecle« Operation« partieuliere« de« ovrps d-ltslie, de?olvAne, do8axe, de bia-p'e« et de >VaIeberen" (Paris 1825 sg., 4 Bde., mit e. Atlas).

Wahabi, Wahabiten, Wechabiten nannten sich mehre arabischeWölkerstamme, welche sich zu dem religiösen Glauben bekennen, den Sheik Moham-med, Abd-el-Wahab's Sohn, in der Milte des 18. Jahrh. lehrte, und gleich demStifter der Koransreligion, durch Klugheit, Tapferkeit und Muth zu verbreitenwusste. SheikMohammed, zu dem großen Völkerjtamme der Tamini gehörig (geb.1729 in der Stadt Ajen, die nahe an der Wüste im District Al Ared liegt), hattesich in Bassvra, Bagdad und Damask eins große Gelehrsamkeit erworben. Erlehrte zuerst in Ajen, und bald gewann er die Bewohner des Landstrichs Al Ared.