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11 (1830) T bis V
Entstehung
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796
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786 Vulkane

römisch-kath. Kirche ebenso viel Ansehen hat als die Urschrift selbst, und aus welcherdie Beweisstellen für die Lehren der Kirche angeführt werden. Schon in den älternZeiten der christlichen Kirche hatte man eine lat. Übersetzung (ktala genannt) des A.Lest., die nach der bekannten gricch. Übersetzung dersogen. 70 Dolmetscher (8eptus-Zint») gemacht worden war. Der h. Hieronymus fand, daß diese Übersetz, nichtüberall genau war, und machte daher eine neue lat. Übers. nach dem hebr. Grund-texte, die jedoch ums I. 387 nur zum Theil von der Kirche angenommen ward. Inder Folge wurden beide Übers., die alte und die neue, mit einander vermischt, unddiese Übersetz, nannte man die Vulgata, weil sie zum allgemeinen und gewöhnlichenGebrauche dienen sollte. Sie hat sich vom 8.16. Jahrh, gebildet. Nur die Psal-men wurden in der alten Übers. beibehalten, weil man seit langer Zeit gewohnt war,sie nach dieser in den öffentlichen Versammlungen zu singen. Diese Vulgata nun,deren Latinirat nicht immer die beste ist, wurde von den prctcst. Kirchenreformato-ren verworfen, weil sie den Sinn der Urschrift nicht immer gehörig ausdrückte undverschiedene Unrichtigkeiten enthielt. Auf dem Concilium zu Trient wurde daher(27. Mai 1546) festgesetzt, daß den Gelehrten erlaubt sein solle, den Grundtextzustudiren, daß aber die Vulgata, wenngleich sie nicht durchaus richtig sei, dochin der Rücksicht, daß die vorhergehenden Concilien sie anerkannt hätten, auch künf-tig als die einzige beglaubte Übersetzung gelten solle, und daß namentlich alle Be-weisstellen nur nach dieser Übers. anzuführen sein sollten. (Vgl. Niegler'sKritischeGesch. der Vulgata", Sulzbach 1820.)

Vulkane, feuerspeiende Berge, nennt man, nach dem aus der Mythologiebekannten Gott des Feuers (s. Vulca n), solche(meist isolirtc kegel- oder glockenför-mige) Berge, die von Zeit zu Zeit Rauch, Dampf, Feuer, Asche, Steine, glühendeMaterien und Ströme geschmolzener Substanzen, Laven, aus den Öffnungen ih-rer Gipfel werfen oder ausfliesten lassen. Der trichterförmige Schlund des Vulkanswird von einem ursprünglich griech. Worte, das ein großes Trinkgefäß bedeutet,Krater genannt. Der Bimsstein und die bimssteinartige Puzzo lana (s. d) wer-den als vulkanische Erzeugnisse betrachtet. Vorzüglich aber gehören dahindie Verglafungen, welche einen Hauptbcstandthcil der Lava ausmachen. Es gibtzweierlei Arten von Lava, eine schlackige und eine schaumartige. Die erstere strömtaus dem Vulkane heraus, die schaumartige wird herausgeworfen, indem sie sich,wie man vermuthet, bei stärkerer Währung der elastischen Dämpfe bildet. Bis jetzthat nur der Ätna diese letztere Art ausgeworfen. Die Lava ist, in Rücksicht ihrerBestandtheile und der Farbe, verschieden. Einige Arten derselben sind so fest unddicht, daß sie zu verschiedenen Geräthen, z. B. Tabacksdosen u. s. w., verarbeitetwerden können. Der gemeinen Lava bedient man sich zum Pflastern der Straßen,zu Mauern rc. Europa hat wenig brennende Vulkane: den Vesuv, den Ätna,den von Stromboli auf der liparischcn Insel gl. N. unweit der sicilischen Küste, dievon Volcano und Volcanello, die nur unsere Vorfahren noch brennen sahen, denmitten aus dem Schnee sich erhebenden Hekla und Krabla auf Island. Auf demFestlande von Asien und Afrika gibt es auch nur wenig Vulkane; desto mehre zei-gen die Inseln, welche jcne Wrlttheile umgeben, z. B. aufKamtschatka, Japan, aufder molukkischcn Insel Tcrnate und auf Java; auch die Insel Fuego und die ka-narischen Inseln (s. d.) u. a. werden für ursprüngliche Vulkane gehalten. Aufeiner derselben, Teneriffa, ist der bekannte Pico. Amerika enthält mit Ausnah-me der Antillen an 50 Vulkane, auf dem Rücken der Cordilleren. Nicht allein dieLage, sondern auch die ungeheure Größe, die Beschaffenheit der Masse, aus welcherdiese Vulkane bestehen, sowieihre Produkte, machen sie merkwürdig. Mehre dersel-ben werfen Wasser- und Schlammströme aus. Die bedeutendsten sind: der Gua-timala, 14,200 Fuß, dcrJorullo, derPichincha 15,000 F., der Kotopaxi 17,300F., der Antisana 18,000 F. hoch. Von den 200 Vulkanen, die wir kennen, liegen