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1^, der 2l. Buchstabe des deutschen Abc, und der 5. Selbstlaut».
Übergangsgebirge, s. Geognosie.
Übergang über einen Fluß. Flußübcrgänge gehören mit zu denwichtigsten Unternehmungen in: Kriege. Ungeachtet der großen Schwierigkeitenund Hindernisse, welche sich ihnen darbieten, vorzüglich wenn die Flüsse breit, rei- ißcnd und von starken Truppenmassen vertheidigt sind, mißglücken sie doch selten,sobald sie mit der erfodcclichen Vorsicht unternommen werden, welches sowol dieKriegsgeschichte als das Urtheil der größten Heerführer, die über diesen Gegenstandgeschrieben haben, bestätigt. (S. „Friedrichs il. Unterricht an seine Generale",Art. 19 u. 20) Die offene Gewalt ist hier nur bei großer Übermacht des Angrei-fenden und einem diesem günstigen Terrain anwendbar. Günstig ist es: 1) wenndas diesseitige Ufer das jenseitige überhöht oder beherrscht (dominirt), oder eineKrümmung bildet, sodaß der Übergangspunkt jenseits umfaßt wird; 2) wenn beideUfer mit Gebüsch bewachsen sind, welches nicht allein die Anstalten zum Übergangauf dem diesseitigen verbirgt, sondern auch die Behauptung der zuerst in Bötenübsrgeschiffren Infanterie auf dem jenseitigen erleichtert (unter dem Schutze dieserInfanterie und dem Feuer der diesseitigen Batterien können dann die erfoderlichen ^Brücken geschlagen werden); Z) wenn sich Inseln im Flusse befinden, die der Über-gehende nehmen und zur Erleichterung und Beschützung seiner Arbeiten benutzenbann rc. Doch alle diese günstigen Verhältnisse heben noch nicht die Kriegslistenund Vorsichtsmaßregeln auf,' an denen die Geschichte so reich ist. Unter diesen istdie vorzüglichste, den Vertheidiger über den wahren Übergangspunkt dadurch zutäuschen, daß man an einer oder mehren Stellen des Ufers Truppen und Brücken-malcrialien zusammenbringt, dadurch die Aufmerksamkeit des Feindes auf diesePunkte hinleitet, unterdessen insgeheim die Hauptmacht in der Nähe des eigentlichen ^Übcrgangspunktes vereinigt, und, wenn Alles vorbereitet ist, im Stillen und wo !möglich in der Nacht, in Böten und Kähnen Infanterie auf das jenseitige Uferschickt, die Brücken schlägt und dann mit der Masse übergeht. Diese bei einer lan-gen Vertheidigungslinie leicht zu bewirkende Täuschung ist eine der Hauptursachcn,daß die Übergänge so selten mißglücken. Gleiche Vorsicht, nur mit einigen, durchdas verschiedene Verhältniß erzeugten Modifikationen, ist erfoderlich, wenn man sichvor dem Feinde über einen Fluß zurückzieht. Oft hat sich der Vertheidiger des Flus-ses auf dem jenseitigen Ufer verschanzt, und dann wird gewöhnlich, wenn man kei-nen andern Punkt des Übergangs wählen kann, dieser durch ein anhaltendes Gc-schützfeuer vorbereitet, dadurch das feindliche zum Schweigen gebracht, und dannder Übergang bewerkstelligt. — Schwieriger als der Übergang selbst ist es, sich aufdem jenseitigen Ufer zu behaupten und sich gegen die Angriffe des Feindes und da-gegen zu sichern, in den Fluß geworfen zu werden. Es ist oft eine List des den Flußvertheidigenden Theiles, sich von dem Ufer entfernt aufzustellen, den Übergang nurwenig zu beunruhigen und, sobald er mit einem Theile des Heeres bewerkstelligtist, sich auf diesen mit überlegener Macht zu werfen und so in den Fluß zu drän-gen, wie es auch z. B. die östrci'cher bei Aspern und Eßlingen versucht haben. 'Zum Übergänge selbst gehören eine große Menge von Materialien, die entweder aufden Flüssen vorgefundene Böte u. Kähne, oder (gewöhnlicher) förmlich eingerichteteBrückengeräthschaftcn (s. Pontons) sind, welche den Armeen nachgefühlt wer- ^den. In Ermangelung derselben bedient man sich auch gewöhnlich der Flößen ^(s. d.). — Die Kriegsgeschichte ist sehr reich an merkwürdigen Flußübcrgänge»,von Alexanders Übergang über den Hydaspes bis zu dem Napoleons über die Donau