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mit stiller und lauter Erbitterung dieser unglückliche Zwiespalt bis zum Tode desgöttingischcn Philologen fortgeführt. Unterdessen war V. von Ruhnkenius in derVorrede zum Hymnus an Dcmeler, wozu er die lat. Übersetz, und kritische Verbes-serungen geliefert hatte, mit Auszeichnung genannt worden, und 1789 erschien dieeinmische Ausg. des Virgil'schc» Landbaues. Sie erregte Aufsehen. 1793 kamdie deutsche „Jlias" und die „Odyssee" in ihrer neuen Gestalt heraus; aber sie schiendamals bei aller Kunst und Treue die Freunde der griech. Poesie weniger anzuspre-chen als die ältere von 1781, in welcher der Ton einfacher und traulicher war. Indiesem Zeitraume beschäftigte sich V. zugleich mit Untersuchungen über altgriech.Geographie und Mythologie. Um den Ansichten zu begegnen, die Heyne durch du-Hermann'sche „Handbuch der Mythologie" begünstigte und beförderte, machte ereinen Aufsatz über Apollen bekannt, nebst einem Vorwort, aus welchem sich 17942 Bde. „Mythologischer Briefe" (2. Ausg., 3 Bde., Stuttg. 1823) entwickelten,in welchen freilich der Ton auffallend stark ist. Gegen diese s. m. 0. K. H. W. Völ-ckcr: „Über Homerische Geographie und Weltkunde". Nebst e. Charte (Hanovrr1830). Unterdessen war V. für die deutsche Muse nicht unthätig geblieben. Der„Hamburg. Musenalmanach" ging unter s. Besorgung und vorzüglichen Mitwir-kung fort; auch hatte er durch die „Luise", die 1795 in verbesserter Gestalt (siewar zuerst seit 1783 im „Hamb. Musenalm." gedr.) erschien, die deutsche Poesiemit einer neuen Gattung bereichert. Dazu kam in dcms. I. der 2. Bd. seiner Ge-dichte. Nachdem er Virgil's 4. Ekloge mit einem Eommcnlar, als Probe desGanzen, herausgegeben, folgten nach einer schweren Krankheit 1797 Virgil'sEklogen, lat. und deutsch mit umständlichem Commentar. Dann 1798 die Aus-wahl Ovid'scher Verwandlungen; hierauf 1799 der ganze Virgil verdeutscht, dochohne Commcnlar. 1800 erschienen die 2 letzten Bde. von Virgil's ländlichenGedichten, oder die „Georgica", lat. und deutsch, weit ausführlicher erklärt alszuvor. Zu einer neuen Aufl. der „Luise" kamen 1801 1 Bd. kleiner Idyllen und1802 4 Bde. lyrischer Gedichte; angehängt war die Zeitmessung der deutschenSprache, in welcher V. zuerst den taktmäßigen Vertrag der Verse durch Musik-zeichen zu bestimmen suchte, die keineswegs Klang, sondern bloß Dauer bezeichne-ten. 1802 erschien der deutsche Homer verbessert, dabei die Homerische Welt-tafel und ein Grundriß des Palastes des Odysseus. — Im Herbste 1802 gingV. seiner wankenden Gesundheit wegen mit einem Gnadengchalte nach Jena. Hierentstand, nach mehren Aussoderungen von Schütz und Griesbach, jene vielbespro-chene Recension der Heyne'schen Jlias im Maiheste der „Allgcm. Liter. - Zeitung"von 1803. Wolf hatte s. Theilnahme daran für die Kritik des Textes versprochen,und so übernahm V., nachdem er zuerst nur einige Bemerkungen niedergeschrie-ben, die Anordnung der ganzen Recension, in welcher die Einleitung und Alles,was Worterklärung und Sachkenntnisse, namentlich Erdkunde und Mythologie,betrifft, mit sehr wenigen Ausnahmen von V. ist. Für die neue „Jenaische allg.Lit. - Zeit." schrieb V. einige gelehrte Programme und Recensionen. 1804 erhielter einen ehrenvollen Ruf nach Würzburg zur Stiftung eines philol. Seminars,welchen er jedoch jenes Schulplans wegen, worüber er kräftig gesprochen hatte, zu-rückwies. — Im Sommer 1805 ging V. nach Heidelberg, wohin ihn der Groß-herzog von Baden zur Mitwirkung für die erneuerte Universität ohne bestimmtesAmt berufen hatte. Hier erschien 1806 der verdeutschte Horaz, auch Heft'odund Orpheus der Argonaut, 1807 eine verbesserte Ausg. der „Luise" und des deut-schen Homer, 1808 die Übersetz, des Theokrit, Vion und Moschus, 1810Tibull und Lygdamus deutsch mit Erklärungen, und 1811 der lat. Text nachHandschriften berichtigt. 1812 erschien die letzte und vollendete AuSg. der „Luise",und 1814 eine 4. stark verbess. Ausg. des deutschen Homer. 1821 endlich er-schien s. übersetz, des Aristophanes und neue verbess. Ausg. s. Virgil und s. vex?