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11 (1830) T bis V
Entstehung
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Vorbehalt Vorherr

geschlagen. Durch den presburger Frieden kamen sie, sowie ganz Tirol, an Daiern;1814 kehrten sie unter Ostreichs Herrschaft zurück. Der Boden dieser Herrschaftenist gebirgig und von kleinen Flüssen bewässert. Der Rhein berührt auf einer Streckevon 4^ Meilen die westliche Grenze. Der Lech und die Jllcr nehmen auf den hie-sigen Gebirgen ihren Ursprung. Sie haben viele Waldungen und gute Weiden,daher die Viehzucht den Hauptnahrungszweig ausmacht. Der Getreidebau reichtnicht für den Verbrauch hin; dagegen hat man viele Kartoffeln, auch Obst undWein. Baumwollen-, Cattun-, Mousselin- und Battistweberci ist sehr verbrei-tet. Auch die Verfertigung von Holzwaaren, der Schiff- und Häuserbau (hölzerneHäuser gehen zu Wasser nach der Schweiz), Schifffahrt und Eisenhütten beschäfti-gen einen großen Theil der Bewohner. Viele Vorarlberger wandern als Maurerund Tagelöhner nach der Schweiz aus, und kehren dann im Spätherbste mit demersparten Lohne zu ihren Familien auf einige Monate zurück. Bregenz, dieHauptstadt, hat 2500 Einw., viel Gewerbfleiß, Schifffahrt und Handel.

Vorbehaltsgeistlicher), s. Rcligionsfriede.

Vordersatz, s. Syllogismus.

Vorhalt, Netardation (Musik). Wenn bei einer Folge von Accorden einTon oder mehre Töne eines Accordes liegen bleiben, während die übrigen in den zu-nächst folgenden Accord wirklich übergehen, und auf diese Art der Eintritt der zu demfolgenden Accorde gehörigen Töne verzögert wird: so werden diese verzögernden, nochzum vorhergehenden Accord gehörigen Töne, welche zugleich die durch dies Verfah-ren entstehenden zufällig dissonirenden Accorde bilden, Vorhalt» genannt. Mannehme z. B. diese Folge von Accorden:

v

8

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>1 v8 ^ °

so schreitet hier jedes Intervall dieser Accorde seiner bestimmten Art gemäß fort.Läßt man nun aber das obere o des ersten Accordes noch in der Oberstimme liegen,während das g, das e und das untere e schon nach k, <1 und A fortschreiten, undnimmt erst in der andern Hälfte des Taktes das b: so ist das liegenbleibende -,wodurch in der Oberstimme der Eintritt des erwarteten I, verzögert wird, sowie derdaraus entstehende sogenannte Quartquintseptimcnaccord, worin außer der wesent-lich dissonirenden Septime k auch die Quarte o zufällig dissonirt, ein Vorhalt odereine Netardation. Ebenso kann in dem letzten Accorde ein solcher Vorhalt angebrachtwerden, wenn das k der zweiten Stimme o von dem vorhergehenden Septimenaccordin die erste Hälfte des letztem Dreiklanges übergezogen, und dadurch der Eintritt dereigentlich dahin gehörigen Terz o verzögert wird. Z. B.

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Ohne Vorhalt: 8

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Mit Vorhalt: 8

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8

Die durch dieses Verfahren entstehenden Dissonanzen werden zufällige oder stellver-tretende genannt, weil sie nicht wesentlich zum Accord gehören, sondern nur an derStelle der durch sie verzögerten, dahin gehörigen Consonanzen (Wohlklänge) stehen.Diese Vorhalte haben den Zweck und die Wirkung, Accorde inniger mit einanderzu verbinden. Dr.

Vorherbestimmung, Prädestination, s. Gnade.

Vorherr (Johann Michael Christian Gustav), 0., königl. bair. Baurath