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11 (1830) T bis V
Entstehung
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Boigt (Joh. Karl Will-.)

und entwickelte s. Ansichten über die Vulkanität des Basalts. Zugl. ich hielt er sichhäufig in Dresden auf, wo er Zutritt zu allen Sammlungen erhielt. Der HerzogvonS.-Weimarwollte damals den anstößig gewordenen ilmenauer Bergbau wiederangreifen lassen, und dies bewog V., 1779 nach Weimar zu gehen. Sein Bruder,der nochmalige Minister v. V., und Göthe standen an der Spitze der neu ernanntenBergwerkscommisston, und V. ordnete, gleichsam zur Probe, des Letztem Mine-raliensammlung und 1780 die des herzogt. Naturaliencabinets zu Jena, woraufer im Auftrag des Herzogs die Grafschaft Mansfeld und das Fürstcnthum Wei-mar mineralogisch und bergmännisch bereiste. Göthe erhielt s. Berichte hierüberin Briefform und bewirkte mit eigner Beihülfe deren Druck; dieses Buch wurdegünstig aufgenommen. Durch Göthe's Vermittelung nahm ihn nun der Herzogauf s. Reisen als Nalurforscher mit. 1781 bereiste V. auf Best hl des FürstbischofsHeinrich das Hochstift Fulda und gab eine mineralogische Beschreibung desselbenheraus. Auf diesen Reisen, wie auf der 1782 nach Frankfurt, Mainz, den Rheinhinab nach der Esset, nach Andernach, Neuwied, Wiesbaden rc., blieben Beobach-tungen über vulkanische Entstehung des Basalts und a. Fossilien s. Hauptaugen-merk. Er gab davon seinem Lehrer Werner Nachricht und hoffte ihn damit zuüberraschen. Allein dieser hatte indessen s. Ansichten über den Basalt geändert, dener für neptunischen Ursprungs hielt; so entstand der langwierige Streit, an demdie ganze mineralogische Welt Theil nahm, und dessen Ausgang sich jetzt für V. zuentscheiden anfängt. 1783 bereiste V. auf Befehl deS Herzogs den Harz, wo da-mals v. Trebra an der Spitze stand. Nach mehren wissenschaftlichen Reisen mitGöthe und dem jetzigen Staatsrath Hufeland schrieb V. für Wieland's „DeutschenMerkur" s. „Drei Briefe über die Gebirgskunde", welche ins Französ. übersetzt undöfter aufgelegt wurden (zuletzt als „Handbuch der praktischen Gebirgskunde")^ Ver-tust rieth ihm, nach Anleitung dieser „Drei Briese" Sammlungen von Gebirgs-arten zu verkaufen, wodurch die Voigt'schen Cabinetchen entstanden sind, wovon er1800 Exemplare versendete, und die noch jetzt gesucht werden. V. wurde nun(1785) als Bergsecretair und später als Bergrath in Ilmenau angestellt, wo jedochder Bergbau, nach etwa lOjährigem Betrieb, durch die Gewalt des Wassers zumErliegen kam. Er konnte daher mehr Zeit auf s. gelehrte Eorrespondcnz und auf s.Mineraliensammlungen verwenden. Diese zogen viele reisende Mineralogen zuihm nach Ilmenau, bis er s. beiden großen oryktognostischen Sammlungen, die einedurch Kotzebue an die Universität Dorpat und die andre an die Akademie der Wis-senschaften zu Mailand, s. geognostischen- und Suitensammlungcn aber an dasgroßherz. Museum in Jena verkaufte. Auch der Coadjutor v. Dalberg zu Erfurt(nachmaliger Fürst Primas) übertrug ihm die Anordnung des damaligen Cabinrtsder kais. leopold. Akademie der Naturf. (jetzt in Bonn) und erwieS ihm viele Ach-tung. 1789 ging V. nach Berlin, sah die prächtigen Sammlungen dieser großenStadt und wurde von dem Minister v.Heinitz, von Klaproth, Gerhard, Hermb-städt, Rosenstiel, Siegfried, Schönermark sehr gut aufgenommen. 1800 nahmer zu Halle Theil an der Zusammenkunft mehrer andern, vom König von Preußendazu berufenen Mineralogen» eines Veltheim, Charpentier, Werner, Gerhard,Gilbert, um durch ein Gutachten den großen Proceß mit den Ständen zu entscheidden, welche die dortigen Braunkohlenlager als Torf, der kein königl. Regal ist, inAnspruch nahmen, aber diese Recbtsangclegenheit verloren. 1801 machte er eineabermalige Reise nach den Braunkohlenwerken und Basalten in Hessen, und fandauf dem Meißner den unwiderlegbarsten Beweis für die Vulkanität des Basalts,welche er in einer Schrift sehr gründlich dargelegt hat. Ein Jahr darauf erschien l.„Geschichte der Steinkohlen und des Torfes" in 2 Bdn., welche in Göttingen denPreis erhielt, wie ihn früher schon s. „Abhandlung über den Basalt" (im „Magaz.für die Naturk. Helvetiens") gewonnen hatte. Sein letztes Werk war die „Gc-