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Bencdkg (Stadt)
1508 drohte, mit wenigem Verluste; doch hatte dieser Krieg ihre Macht sehr ge-schwächt. Die Osmanen entrissen ihr Cypern 1571, und nach einem 24jährigenverderblichen Kriege 1699 auch Kandia; die letzten Festungen auf dieser Insel abererst 1715. Der Besitz des 1699 wiedereroberten Morea mußte im passarowitzerFrieden 1718 aufgegeben werden; doch vertheidigte sie glücklich Korfu und Dalma-tien. Bon dieser Zeit an nahm die Rep. an den Welthändeln keinen weitem Antheil;sie begnügte sich, ihre veraltete Verfassung zu bewahren, und ihr Gebiet, das nochfast 3 Mill. Unterthanen zählte, zu behaupten. So gelang es ihr, durch Friedens-schlüsse mit den Darbaresken (1763) ihrer Flagge Sicherheit zu verschaffen, undgegen Rom ihre Hoheitsrechte (1767 und 1769) festzustellen. — Allein im franz.Revolutionskriege ward sie 1797 ein Opfer der stanz. Gewalt. Sie erregte in derTerra ferma einen allgemeinen Aufstand des Volks in dem Augenblicke, als der sie-gende Feldherr Bonaparte in Steicrmark eingedrungen war, und die Franzosen wur-den in den Rücken genommen; aber leider schloß Ostreich die Präliminarien zu Lco-ben ab, und Donaparte zog gegen Venedig. Es half nun nicht mehr, daß, um dieSieger zu beschwichtigen, die aristokratische Verfassung in eine demokratische verwan-delt wurde: Venedig war einmal zum Opfer bestimmt. Durch den Frieden vonEampo-Formio ward das ganze Gebiet diesseits der Etsch, mit Dalmatien und Ent-larv, an Ostreich, das jenseits der Etsch aber an die cisalpinische Republik, das nach-malige Königreich Italien, gegeben, welchem 1805 auch das östr. Venedig und Dal-matien, jedoch ohne die Inseln der Levante, zufiel. Seit 1814 macht Venedig mitseinem Gebiete einen Bestandtheil des östreichischen lombardisch-venerianischen Kö-nigreichs aus. (S. Lombardei.) Jstrien aber, nebst einigen Inseln des Meerbu-sens Quamaro, wurden zu dem Küstenlands des Gouvern. Triest, und Dalmatienmit den dazu gehörigen Inseln zu dem Gubcmium Dalmatien geschlagen. Haupt-werke über diese auch in den Annalen der schönen Kunst berühmte Republik sind:Tentori's „8»Mo sulla otoria <Ii Veneda" (Venedig 1785 — 90, 12 Bde );La Baume's „Hist. sbreAee <Io la kep. <1e Vemse" (Paris 1810, 2Bde);(Tentori's) „kavoolta eronvIoA. raAionat» cki äoouinenti ineäiti, eke kormsnoI» storirr äiplomatica äell» vackuta tlell» lieg. cki Venvria ' (Augusta 1799, 2Thle., 4.), und die „Hiot. <!e lu republ. llv Veniss", von Daru (7Bde., Paris1819, 4. Ausg-, 1827). In ihr sind zuerst die Statuten der venetian. Staats-inquisition abgedruckt worden. Man vgl. die berichtigenden „lOisvorsi oulla storiaVsnom <1d 8,Fn. vaiu"vomGr.Dom.Tiepvlo (Udine1828 fg., 3Bde., 16.;ferner des Grafen Giac. Filiasi (st. d. 17. Febr. 1829) ..klemorio storiebe s»iVeneti primi e «eovnck!" (2.Verb. Allst-, Padua 1811, 6Bde.), undAnt. Qua-dri (k. k. Secr.) „krospotto otntistieo äolle provincie Venvto von ^tlavte <Ii 82tavolo sinottiolre" (3 Bde., Vened. 1827).
Venedig (ital. Veneda), Hauptstadt des Gouvern. Venedig im lombar-disch-venetianischen Königreiche, einst die Königin der Meere und noch jetzt eine dermerkwürdigsten Städte Europas. Wenigstens ist eine Stadt von der Größe, dieganz auf kleinen Inseln ruht, und worin man statt der Hauptstraßen Canäle, stattder Karren Barken und statt der Kutschen und Staatswagen schwarze Gondeln er-blickt, einzig in ihrer Art. — Die Inseln, worauf die Stadt erbaut ist, und derennach Einige» 90, nach A. 72 sein sollen, werden durch die Lagunen, einen breitenund seichten Meeresarm, von dem festen Lande getrennt und sind mit einander durch450 Brücken, worunter der prächtige Ponte Rialto, welcher aus einem einzigenBogen besteht und 187 Fuß lang und 43 breit ist, sich auszeichnet, verbunden.Die Häuser, unter denen sich viele Paläste (jetzt zum Theil zerfallen) und prächtigeKirchen, die mit kostbaren Denkmälern von Mosaik und milden herrlichsten Ge-mälden der venetianischen Schule prangen (z. B. die Kirche S -Maria della Saluteund S.-Giovanni-Paolo), erheben, sind meistens auf Pfähle gebautund stehen