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Vendome (Geschlecht)
gcnde Punkte: daß eine allgemeine Amnestie stattfinden, die Vendeer die franz.Republik anerkennen, dafür aber ungestörte Ausübung der Religion, Befreiungvom Kriegsdienst und Entschädigung für erlittenen Verlust bewilligt erhalten soll-ten. Unter diesen Bedingungen nahmen 2 Häupter der Aufrührer, Charctte undSapineau, den Frieden an. Später versöhnten sich auch ein dritter Anführer,Stofflet, und die Chouans mit den Republikanern. Die Ruhe war aber nur vonkurzer Dauer. Die Landung einiger 1000 franz. Ausgewanderten auf Quibe»ron (s. d.), 27.Juni 1795, gabdcnVendeern neuen Muth, und sie griffen wie-der zu den Waffen. Eharette erklärte in einem Manifeste, daß die Republikaner denFrieden gebrochen hätten, und führte als einen Grund der Anklage wider sie den umdiese Zeit erfolgten Tod des Sohnes Ludwigs XVI. an. Aber die Landung ausQui-beron, von welcher man einen großen Erfolg gehofft hatte, wurde durch die Thätig-keit des republikan.GeneralsHocheineinemTage(21.Juli)ganzvereitelt. Hochesetzte nun den Krieg in der Vendee, mit möglichster Schonung gegen die Einwohner,aber auch mit rastloserThätigkeitin Verfolgung derAnführer, fort. Einer der erstenderselben, Stofflet, wurde am 24. Febr. 1796 gefangen und am folg. Tage zu An-gers erschossen. Eharette,der nur noch wenige Anhänger um sich versammeln konnte,irrte noch einigeZeit umher, ward aber auch, nachdem er im Gefechte verwundet wor-den war, am 23. März gefangen und 3 Tage nachher zu Nantes erschossen. Mitdem Tode dieses Hauptanführcrs hörte der 3jährige schreckliche Krieg in der Vendeeauf; die noch übrigen Anführer unterwarfen sich der Republik unbedingt. RuheundOrdnung wurden nach und nach wiederhergestellt, und die Regierung behandelteseitdem diesen Landstrich immer mit einer gewissen Schonung, jedoch nicht ohne eini-ges Mißtrauen gegen die Gesinnungen der Einwohner. Dieses Mißtrauen äußertesich vorzüglich unter Napoleons Herrschaft. Im Winter 1799—1800 schien dieVendee noch einmal aufstehen zu wollen; aber rasche und kluge Maßregeln erstick-ten die Unruhen im Keime. 1805 kam die völlige Unterwerfung zu Stande. Indeßwaren Einkerkerungen und Verbannungen königlich Gesinnter in der Vendee nichtungewöhnlich. Aber eben da entstanden auch 1814 und 1815 Bewegungen zuGunsten der Bourbons, ohne daß sie jedoch Etwas entschieden hätten. Natürlichwerden jetzt die Vendeer von dem Hofe der Bourbons mit besonderer Vorgunst be-handelt. (S. Posselt's „Annalen", 1796, 3., 4. und 7.St.) Über den erstenVendvekrieg vgl. man die ,Meinvire» <lii General ^ubertin" im 1. Th. der „Ool-leet. de» invm. des i»arecb»ux dekrsnvo et de» generauxkrsnp."(Par. 1823),ferner die lilvmoire» des 1816 gest. General Turreau p. »erv. a l'bistoire de 1axuerro äs la Verläse (in derselben Oolleetioo). In der Compilation des Bour-niffeaux „Hi»t. de» Auerre» de la Vendee et des Obenan» etc." (Paris 1819,3 Bde.), findet man eine ausführliche Schilderung der Vendöe. Das Hauptwerksind die „Ouerres de» Vendeell» et de» Obenan» eontre la rep. tranp. (aus Actenund Tagebüch.) par un olliorei »nperieur de» arrnee» de la rep." (Paris 1824— 27, 6 Bde.). Die Nein. der Frau v. la Röche Jaquelin sind noch immer dastreucste Bild dieser Zeit, obgleich keine Geschichte.
Vendnme, die, waren natürliche Abkömmlinge Heinrichs IV. und derschönen Gabriele d'Estrees, die ihm 2Söhne,Cäsarund AlexanderV., gebar. EinNachkomme derselben war Louis, Duc de V., Feldherr LudwigsXIV. Erwar 1654 geb., machte frühzeitig die Feldzüge in den Niederlanden mit, erhieltdann den Oberbefehl eines franz. Heeres in Spanien und nahm 1697 Barcelonaein. Beim Ausbruche des span. Erbfolgekriegcs ward ihm, nachdem der sorgloseMarschall Villeroi (1702) in Cremona gefangen worden war, der Oberbefehl desfranz. Heeres in Italien übergeben. Hier lieferte er bei Luzzara im Mantuanischcn(15. Aug. 1702) dem Prinzen Eugen ein Treffen, und obgleich dasselbe nicht vielentschied, so konnte doch R. im Frühlinge 4703 durch Tirol in DeukschlMh ein»