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11 (1830) T bis V
Entstehung
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596
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596 Veji Velasquez (Luis Joh. — Diego)

zu ergründen. Ost sind Würmer, oft ist auch wol Entwickelung der Geschlechtö-werkzeuge Ursache. Die äußere Erscheinung der Krankheit ist als eine Regung derHeilkraft der Natur anzusehen, welche dadurch die Entfernung oder Ausgleichungeiner innern heftigen und regelwidrigen Reizung zu Stande zu bringen strebt. Bei !der Behandlung muß daher die Natur wohl geleitet und unterstützt, aber nicht durchheftige oder gewaltsame Mittel gestört oder unterdrückt werden. Der Name dieserKrankheit soll dadurch entstanden sein, daß in der Vorzeit Wallfahrten zu einer !bei Ulm befindlich gewesenen Capelle St.-Veits stattfanden, wohin auch Frauen-zimmer kamen, welche an dieser Krankheit litten. Dort brach dann ihre Krankheit *aus, sie tanzten als Rasende so lange, bis sie in Ohnmacht und Verzückung sieler,worauf sie für das ganze Jahr sich hergestellt fühlten. War das Jahr verflossen,und der Mai nahte sich wieder, so wurden sie durch sich wiedereinstellende Unruhein allen Gliedern so sehr gequält, daß sie abermals zu einer Wallfahrt sich ent-schließen mußten, um sich auf die erwähnte Weise wieder für ein Jahr Ruhe zuverschaffen. 8.

Veji, am Flusse Cremera, eine der 12 etrurischen Eantonstädte, die untereignen Lucumonen standen, kam schon früh mit den benachbarten Bewohnern desjünger» Roms in feindliche Berührung. Einfälle bis an die Mauern Roms sollteein fester Posten bei Eremcra verhindern, dessen Vertheidigung den Fabicrn über-tragen ward. Im Streite über diese lästige Aufsicht kam es zum Kriege, wo an- ,

fangs die Fabier erlagen, später die Römer, im Augenblicke siegend, wo sie sich als r

besiegt zurückziehen wollten, zu jener Belagerung Vejis gezwungen wurden, welcheals die erste bedeutende Waffenthat des jungen Staats beachtet werden muß (I. d. !St. 349—358 oder im I. 396 v. Chr.). Kunst und Natur hatten Veji fest ge-macht. Hoch gelegen und von festen tyrrhenischsn Mauern umgeben, ragte nachalter Sitte der Tempel der Juno, der Schutzgöttin der Stadt, über Veji hinwegund trotzte denKriegsmaschinen und den Stürmen der damaligen Belagerungskunst.

10 Jahre dauerte die Einschließung, bis Camillus, zum Dictator ernannt, durcheinen Stollen*) in das Innere der Stadt drang, und die Wuth des Mordens unddie Zügellosigkeit der Plünderung Veji für den erbitternden Widerstand bestrafte (Li-vius, V, 19—23). Doch eine ausgeplünderte Stadt war noch nicht völlig unter-worfen, wenn ihre Schutzgötter sie nicht verlassen hatten. Deßhalb federte Camil-lus die Juno auf, zu den andern Göttern nach Rom zu ziehen, und das Götterbildwilligte ein. Auf dem aventinischen Hügel erhielt die Schirmen» Vejis ihr Heilig-thum, und die von den Göttern und Menschen verlassene Stadt, die bedeutendsteGegnerin des entstehenden Freistaats, verfiel so, daß 4 Jahrhunderte später Heer-den auf ihren Trümmern weideten (Propcrz, lV, 10, V. 29, 30), und jetzt viel ge-stritten worden ist, wo man sie suchen soll. Livius sagt (V, 4), daß Veji 20 Miglienvon Rom entfernt war, und diese Angabe scheint am besten mit Monte Lupoli, längsder rassischen Straße, im Walde von Baccano zusammenzutreffen, dessen heitere Lagean Athen erinnert und alle vielgepriesene Vorzüge der Luft und dcrAussicht vereinigt.Dieser Ansicht stimmt auch Micali bei, der die frühern Meinungen, die Veji nachCivita Castellana und nach Zsola Farncse setzten, aus gutem Grunde bestreiket.

Seit die päpstliche Regierung die Isola äi karnooe gekauft, hat man unter Georgi'sLeitung Denkmale entdeckt, welche die Lagedes alten Veji außer Zweifel setzen. 19. <

B elasqucz: Zwei Spanierd. N. 1) Der Geschichtschreiber Luis Jo- Ih a n n V„ dessen Geschichte der spanischen Poesie („Oi-igiues >1e In poeoi» kisp-riw-zu Malaga 1754 zum ersten M sie gedruckt) Joh. Andr. Dieze mit Anmerk.ins Deutsche überseht hat sGölting. 1769). Er bemühte sich, vieles von seinenZeit- ^

*) An diesen Versuch erinnert ein gleichzeitiges, noch vorhandenes Römer-werk- der !Emissär des Albanersees. S. Sick.er's „Almanach aus Rom". Julius Cäsar legte >zu Veji eine römische Colonie an. Im 5. Jahrh, wurde sie von den Golhcn, im S,von den Langobarden zerstört.