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1783), welche an Ccrrectheit vor allen gleichzeitigen größer« Tafeln den Vorzugverdienen. Für Diejenigen, welche mit mathematischen Arbeiten verschiedener Artbeschäftigt sind, ist bisher noch kein Werk erschienen, welches an Reichhaltigkeit der ^aufgenommenen Tafeln und Formeln gemeinnütziger wäre. Es wurde 1814 zum3. Male aufgelegt, Leipzig, 2 Bde., 4. Um für gewöhnlichere Rechnungen die klei-nen Vlacq'schen, Wolf'schen Tafeln entbehrlich zu machen, deren Fehler zu vielenIrrungen Anlaß gaben, wurde von ihm ein „Logarithmisch-tcigonometrischesHand-buch" 1793 herausgegeben, welches beinahe allgemein angenommen wurde; sodaß1800,1811 und 1816 neue Aufl. gemacht werden mußten. Das größte Verdienstum die Mathematik erwarb er sich durch die Herausgabe des „IKes. Ivl-eritdma-rum evinpletu»" (Leipzig 1794, Fol.). Die Chronologie verdankt ihm die Heraus-gabe der faßlich und gründlich geschriebenen „Anleitung zur Zeitkunde" (Wicn1801), die er mit vielen Anmerk. bereicherte. Endlich hat er sich auch um die Ver-gleichung der Maße und Gewichte in den verschiedenen Ländern Europas verdientgemacht: „Natürl. Maß -, Münz- und Gewichtssystem" (Wien 1803). Seinerliterarischcn Verdienste wegen ward er zum Mitgliede der gelehrten Gesellschaftenin Berlin, Erfurt, Göttingen und Prag aufgenommen. In den Feldzügen gegen dieTürken, dann gegen die Franzosen bis 1800 hat V. mit Auszeichnung gedient, sodaßer nach der Belagerung von Fort Louis mit dem militairischen Maria-Theresicn-Orden belohnt wurde. 1800 ward er in dcnFreihcrrnstand erhoben, und 1802 zum ^Landcsmitstand des Herzogthums Kram aufgenommen. Die Berechnungen, wel-che bei dem Bombenwerfen und Ricochettircn vorkommen, hat V. auf den höch-sten Grad der Einfachheit gebracht. Seine zu Menheim gegossenen weit treibendenMörser, besonders die Construction der Schleifen, zeigen den Denker und werdeneinst mit Vortheil in der Artillerie angewendet werden.
Vegetabilien (Naturgeschichte), Pflanzen, sind diejenigen organisirtenKörper in der Natur, denen die willkürliche Bewegung, welche den Thieren eigenist, gänzlich mangelt, und die ihre Nahrung durch Wurzeln einsaugen, nicht aberdurch eine besondere Öffnung zu sich nehmen. Diese Eigenschaften der Pflanzen be-greift man u. d. N. der Vegetabilität (a. d. Lat.: veAetu», munter, lebhaft,gesund). Daher heißt Vegetation eigentlich das Wohlbefinden und das dadurch be-förderte Wachsthum der Pflanzen. Eine üppige Vegetation sagt man, wenn in ir-gend einer Gegend Baum-, Garten- und Feldfcüchte gut gedeihen, oder die Wiesenvorzüglich schönes Gras hervorbringen. In einer schlimmen Bedeutung wird ve - *getiren von einem Menschen gesagt, der entweder aus Trägheit oder aus physischerSchwäche bloß seinen Körper nährt, ohne mit dem Geiste thätig zu sein, mithinein bloßes Pflanzenlcben führt.— Vegetabilisch istAlles, was aus Pflan-zen bereitet wird, z. B. vegetabilische Kost, wenn man bloß von Brot und Gemüsenlebt.— Vegetabilische Säuren(Pflanzensäuren), s. Säuren.
Vegetation, Pflanzenleben und Wachsthum. Die Grenzen der Breiteund Höhe des Erdstriches für das Fortkommen der einzelnen Arten von Pflanzenbezeichnet die Pflanzengeographie; so wächst z. B. in Schweden der nörd-lichste Baum, die Birke, noch über den 70.° N. B. hinaus; die Tanne bis zum69.°; die Weiden (trewdles et voiFnsssier») bis zum 66.°; die Kirsche und derApfelbaum bis zum 63.°; die Eiche bis zum 60.°; die Buche bis zum 57.°; die ?Linde, die Esche, die Ulme, die Pappel und der Nußbaum kommen nur in Schonenfort. Jndennördl. Alpen hört der Baumwuchs aufbeieinerHöhevon340v, inden ^südl. von 4500, in den nördl. Pyrenäen von 4900, in den südl. von 5200 Fuß. I
Vehmgerichte, s. Femgerichte. j
Vcillodter (Valentin Karl), v., wurde nach Verwaltung einiger a. ^Pfarrämter königl. dänischer Dekan und Hauptpastor zu St -Sebald in Nürnberg, ,wo er am 10. März 1769 geb. war und am 9. April 1828 starb. Er hatte in Alt-dorf und Jena studirt. 1793 erhielt er in Nürnberg eine Predigerstelle. Die homi- ^