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11 (1830) T bis V
Entstehung
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Vauxhall Vega

heim, und ward bei dieser Gelegenheit durch eine Musketenkugel im Gesicht verwun-det. AIS Kehl genommen war, eilte de V. zur Belagerung des Brückenkopfes vonHüningen, und erzwäng am 7. Tage nach Eröffnung der Laufgraben die Capitula-tion. In das Hauptquartier der Reichsarmee berufen, ward er zum Generalmajor,dann zum Feldgeniedirector ernannt, nahm Theil an allen Ereignissen der Feldzügevon 1799 und 1800, und legte auf verschiedenen Punkten Befestigungen an. Nacherfolgtem Frieden wurde er dem Generaldirector, Erzherzog Johann, an die Seitegegeben. 1805 erhielt er die Leitung des Geniewesens bei der ital. Armee, undließ u. a. die wichtigen Passe Flitschcr-Klause und Oliiuoa veneta erbauen. Hier-auf untersuchte er den Vertheidigungszustand von Karlstadt, Groß-Szigeth, Raab,Ofen und Esscgg. 1806 erhielt de V. ein Regiment, ward ein Jahr später zumFeldmarschalllicutenant, und 1809 zum Generalgenie-Prodirector ernannt. Indcms. I. gerieth er bei der Übergabe Wiens in Kriegsgefangenschaft, ward aberbald ausgcwechseltund führte interimistisch das Generalkommando in Wien. 1813ward er zum Feldzeugmeister und 1817zum Wirkl. Geheimenrath erhoben. 1818feierte das 25. Regiment s. würdigen Chefs 50jähriges Dienstjubiläum. — Nacheiner langwierigen Krankheit starb de V. d. 4. April 1820, im 72. I. Er hinterließden Ruhm eines ausgezeichnet tapfern Kriegers, eines geschickten Ingenieurs, ei-nes treuen Staatsdiencrs und trefflichen Menschen.

Vauxhall, s. London.

I Vedam, s. Indische Literatur.

Vedette, eine Schildwacht zu Pferde im Felde. Das Wort kommt vondem ital. vellelta (vollere, sehen) her und heißt eigentlich ein Wartthurm, auf wel-! chem man sich weit in die Ferne umsehen kann. Späterhin ist der Name auch aufdie Schildwachten des Fußvolks im Felde, welche die Kette der Vorposten (s. d.)bilden, übergegangen. Sie sind die vordersten Sicherhcitsposten, werden häufigdoppelt und stets so aufgestellt, daß ihre Gesichtskreise sich schneiden, damit Nichtsihrer Aufmerksamkeit entgehen und durch die Kette schlüpfen könne. Das Terrainbestimmt also ihre Aufstellung, und diese erfodert geübten militairifchen Blick.

Vedute, in der zeichnenden Kunst so viel als Aussicht, Prospcct.

Vcg a (Don Frey Lope de) Carpio, gewöhnlich Lope deVega genannt,s. Lope de Vega und Garcilaso.

Vega (Georg, Freiherr v.), Obristlieutenant, geb. 1754 in dem DorfeSagoritza im Herzogthume Krain von armen Ältern, studirte auf dem Lyceum zuLaibach und zeigte bald hervorstechende Talente. Nach beendigten philosophischenStudien ward er als k. k. Navigations-Jngenieur angestellt, ging aber in der Folgezur Artillerie über. Nachdem er den 1. Bd. s. „Mathematischen Vorlesungen" ge-schrieben hatte, ward er zum Unterlieutenant und Lehrer der Mathematik im 2.Feldartillerieregimente befördert; bei Errichtung des Bombardiercorps erhielt er alsHauptmann die damals gestiftete Stelle eines Pros. der Mathematik, rückte beidieser Anstellung zum Major vor und ward endlich, bei Errichtung des 4. Artille-riercgi'ments, zum Oberstlieutenant desselben ernannt. Am 26. Sept. 1802 ver-unglückte er in der Donau, wie man später entdeckte, von einem Müller beraubtund ermordet. — Um die Verbreitung der mathematischen Wissenschaften hat V.

, sich viele Verdienste erworben. Er war der Erste, welcher die Analyse in den Attil-! lm.'schulen einführte. Die4Bde. s. „MathematischenVorlesungen" (3.A.,Wien1802, und seitdem mehrmal, m. K.) sind, wenngleich die Beweise nicht immer mitder nfoderlichen Schärfe geführt werden, durch die Reichhaltigkeit der aufgenom-menen Gegenstände und besonders durch ihre verständliche Schreibart zu Lehr-büchern vollkommen geeignet, und im In- und Auslande mit Beifall aufgenommenworden; besonders zeichnet sich der 4. Bd. durch s. systematische Ordnung aus. Dengrößten Ruhm erwarb sich V. durch die Herausgabe s. Logarithmentafeln (zuerstConv.-e-x. Siebente Aufl. Bd. XI. s 38