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Vaux
An Darcet's Stelle zum Pros. der Chemie am College de France ernannt, nahm ers. Entlassung als Bergbauinspector, und übernahm dagegen die Direction der neuerrichteten Specialschule der Pharmacie. Nach Brogniart's Tode erhielt B., aufVorschlag des Instituts und der Studicninspectoren, die Professur der Chemie amlarckin cke» plante». Nach Fourcroy's Tode (1811) ward er Pros. der Chemie ander Medicin. Faculcät, indem alle Mitbewerber um diese Stelle freiwillig zurück-traten. 1822 wurde V. gleich einem Jussieu, Dubois, Lallement und Andern inRuhestand versetzt. Er hat von Amtswegen nur den , Manuel cke l-«s»a^eur"(1812) herausgegeben. Sein Ruhm gründet sich vorzugsweise auf die trefflichenAnalysen, welche er entweder allein oder in Verbindung mit Fourcroy gab, und aufdie zahlreichen Abhandlungen, welche er in den Mnnale» cke vlnmie", im „Jour-nal cke» mines", in den „ckenuale» «In wuseum" u. f. w. erscheinen ließ. Die merk-würdigsten davon sind: 1) „Motive »ur la terre cku Lresil" (das Kluvinum);2) „8ui le vliroine"; 3) „8ur l'eau cke I'sinnio» cke» lemmv» et lies vseiies ';4) ,,8ur los juerres «Utes tombees <lu viel"; 5) ,,/lnal^8e cke la inativre cere-drale cke IRoiuine ot cke guelgue» aniiuaux6) „8ur la pre»enee ck'un nuu-veau sei pllospiioiigue terreux, ckans Ivs es cke» animaux". Auch war V. 1788Mitbegründer der berühmten Philomathischen Gesellschaft. Er starb als Mitgl. derDeputirtenkammer zu Paris im Nov. 1829.
Baux (Thiery, Baron de), k. k. östreich. wirk!. Geheimerrath, General-feldzeugmeister, Prodirector des Jngenieurcorps und Inhaber des 25. Linien-Jn-fanterieregiments, geb. d. 4. Juni 1748 zu Petit-Failly in Lothringen, trat, nachvollendeten Studien auf der Militairschule zu Sedan, 1768 als Cadct in das Jn-genieurcorps zu Brüssel. 1778 wohnte er als Oberlieutenant dem bairischen Erb-folgekriege bei und leitete den Bau mchrer von ihm entworfenen Verschanzungenbei Möskicch und Zuckmantel (in Schlesien) mit solchem Erfolge, daß mehre auf die-selben mit ganzer Macht unternommene Angriffe der Preußen scheiterten. Nachhergestelltem Frieden legte de V. mehre Werke der neuen Festung Therest'enstadt inBöhmen an. Im Türkenkciege (1788) trug er zu der Einnahme von Dubitza Ma-les bei, ward auf Laudon's Empfehlung zum Major ernannt, und leistete darauf soausgezeichnete Dienste bei der Belagerung von Türkisch-Gradiska, daß ihn Laudondas eigentliche Werkzeug der Eroberung dieser Festung nannte. 1789 wohnte er derBelagerung von Belgrad bei und brachte es dahin, daß in kurzer Zeit die erste Paral-lele eröffnet werden konnte. Durch einen Bayonnetstich am linken Fuße und durcheine Gewehrkugel am rechten Arme verwundet, verließ er dennoch die Laufgraben nichteher, bis diese wichtige Arbeit ungestört vollendet werden konnte. Der Kaiser ertheilteihm das Ritterkreuz des Marien-Thercsienordens und die Reichsfreiherrnwürde.Hierauf leitete er die Belagerung von Türkisch-Czettin, und war der Erste, welcherdie Bresche bestieg. Später wurde de V.als Local-Geniedirector zu Prag angestellt;doch bald rief ihn der sranz. Revolutionskrieg wieder ins Feld. Bei dem Bombarde-ment von Thionville ward er an beiden Knieen gefährlich verwundet; aber nach 3Monaten schon trug er zu der berühmten Vertheidigung der von ihm befestigten Stel-lung zwischen Saar und Mosel wesentlich bei; 1793 zeigte er ebenso viel Tapfer-keit als Talent bei den Belagerungen von Valenciennes und Quesnoy, in denSchlachten von Famars und Wattigny, und bei der Blockade von Maubeuge. ZumObristlieutenant befördert, gab er eine Vertheidigungslinie zur Deckung von Weß-flandern an, wohnte dem Sturm aus Landrccy und den Schlachten von Tournay,Charleroi und Fleurus bei. Hierauf wurde er zur Verabredung der gemeinschaftli-chen Operationen an den Herzog v.Pork abgesendet, nahm Theil an dem Sturm aufdie stanz. Linien vor Mainz und bewirkte die Einnahme von Manheim. 1796 zumObersten ernannt, setzte er Jngolstadt in Vertheidigungsstand, leitete die Belage-rung von Kehl, nahm mit Sturm das von Moreau besetzt gehaltene Dorf Sund-