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glauben, daß ihr jetziger Vorsteher, Monsignore Ang. Majo, diese Verordnungennicht mit dem grano ssli», das zu wünschen Ware, sondern in ihrer ganzen Strengein Anwendung bringt. Über diese Bibliothek, die Majo durch neue Entdeckungen aufsNeue interessant macht („8oiiptor. veter. Nova collevtio o voää. Vaticsaiseäita",Rom 1825 fg., 4.) s.Hase's „Nachweis. f. Reisende in Italien", S. 110. 19.
Vauban (Sebastien le Prestredc), Marschall von Frankreich, der größteIngenieur, den Frankreich hervorgebracht hat. Geb. 1633, nahm er im 17. JahreKriegsdienste. Seine Talente und s. außerordentliches Genie für die Befestigungs-kunst zeichneten ihn bei den Belagerungen von St.-Menehould (1653), van Ste-«ay (1654) und bei andern Gelegenheiten rühmlichst aus, und seine Verdienste er-hoben ihn zu den ersten militairischcn Würden. 1668 ward er Gouverneur vonLille (Ryssel) — dessen Befestigung man für sein Meisterwerk halt — und 1669Generalcvmmissair aller franz. Festungen. 1689 erhielt er den Oberbefehl an derflandrischen Küste und 1703 den Marschallsstab. Er starb zu Paris 1707 , 74I. alt. V. gehört zu den großen Männern, welche die Kriegskunst vervollkommne-ten, und dadurch Frankreich eine geraume Zeit hindurch eine so große Überlegenheitüber andre Mächte verschafften. Er hat die Kunst, Plätze zu befestigen und festePlätze anzugreifen, auf einen Grad der Vollkommenheit gebracht, den man vor ihmnicht kannte; sein System ist noch immer u. d. N. von V.'s Manier bekannt.Mehr als 300 Plätze hat er befestigt, und die Belagerungen von 53 Festungen ge-leitet , kam aber nie selbst in den Fall, sich in einer Festung vertheidigen zu müssen.Man schreibt ihm ein sehr geschätztes Werk über die Befestigungskunst zu. SeineThätigkeit erstreckte sich auch auf andre Gegenstände; er war Statistiker und poli-tischer Arithmetiker. Es wird ihm ein Werk: „pivjet ä'uno äixme i-oz-ale", zuge-schrieben, in welchem eine bis dahin gemachte Berechnung des Flächeninhalts undder Bevölkerung Frankreichs enthalten ist. Auf königl. Befehl, den V. veranlaßthatte, mußten die Intendanten der verschiedenen Provinzen die Data einsenden,aus welchen er seine Berechnungen fertigte. Wenn man auch in der Folge gegendiese Berechnungen, bei fortgesetzten Nachforschungen, einige Einwendungen machte,und die Angabe des Flächeninhalts für zu groß, die Bevölkerung aber für zu geringhielt, so bleibt doch V. das Verdienst, diese für die Staatswirthschaft so wichtigenUntersuchungen zuerst angestellt zu haben.
Vaublanc-Viennot (VincentMarie, Grafv.), Mitglied der französ.Deputirtenkammer, geb. 1756, und in einer Militairschule erzogen, widmete sichanfänglich dem Kriegsdienste, bekleidete aber 1789 die Stelle eines Secretairs beidem Adelshofe zu Melun. 1791 in die gesetzgebende Versammlung berufen, spracher zu Gunsten der Ausgewanderten und der eidweigernden Priester, verlangte vondem Oomite lliplvmatigne einen Bericht über die Nothwendigkeit, die Beüder desKönigs von den Grenzen Frankreichs entfernt zu halten, widersetzte sich der Einzie-hung der Emigrantengüter und verhinderte, daß Bertrand de Molleville in Anklage-stand versetzt wurde. Muthig bestritt er die zu Gunsten Jourdan's und andrer Ür-heber des Blutbades zu Aoignon vorgeschlagene Amnestie, unterstützte die AnklageMarat's, und vertheidigte Lafayette wider die Girondisten. Oft war V. in Gefahr,ein Opfer der Volkswuth zu werden, und Robespierre erklärte ihn außer dem Ge-setze; aber es gelang ihm, der Proscription zu entgehen, und nach der Revolutiondes 9. Thermidor sah man ihn wieder auf dem Schauplätze. Als Präsident derSection Poissonnisre ward er (1795) beschuldigt, Theilnehmer des einen Aufstandgegen den Nationalconvent leitenden Oumite äirevteur gewesen zu sein, und waidzum Tode verurtheilt. Doch zu gleicher Zeit erwählte ihn das Departement derSeine und Marne zum Deputirten im Rathe der Fünfhundert, er legte Appellationein gegen seineVerurthcilung, wurde losgesprochen und erschien am 2. Sept. 1796im Rathe der Fünfhundert, um den Eid des Königshasses zu schwören. Allein die