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11 (1830) T bis V
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Vater (Johann Scverin)

täuschend nachzuahmen, wie mancher übelbcrathene Käufer erfahren hat. DieKritik des Echten und Unechten wird hier darum so schwer, weil die doppelte Unter-suchung des Stoffes und der Darstellung eintreten muß, deren Bedenken sich ge-wöhnlich gegenseitig verstärken. Die auf den Besitzungen des Fürsten v. Caninobei Rom in den Trümmern der alten ctrusc. Stadt Vitulonia (später Vulcia) aus-gegrabenen gemalten Vasen (1500) wurden 1829 mit der Samml. des preuß. Con-seils Valentin! in Rom vereinigt und im Palaste Gabrielli aufgestellt. 1829 brachteein preuß. Künstler in Rom, Emil Wolf, aus den Nachgrabungen auf der Inselr, Ägina Vasen echt griech. Ursprungs mit nach Rom. Große Sammlungen, wie, die zu Neapel (belehrend in einer Übersicht dargestellt durch And. v. Gorio:K.Nu-k>eo Lorbonivo, AsIIoria äe' vssi", Neapel 1825), in London, Paris (besondersdie Durand'sche, gegenwärtig mit dem Cab. der Antiken vereinigt), in Wien (dieLamberg'sche, nunmehr kais. königl.Oolleotion äe» vaseo Frevs äe AI. le oointeäs l-smderx, psr I« eomte -llex. <Ie I-aboräs", Paris 182229, 2 Bde., Fol.,mit 154 color.Kpf.), Petersburg u. s. w., werden durch die Vergleichung am bestenbelehren. Für das Studium sind außer den Prachtwerken dieIntroäuotion L?etu<1o cke» vases sntigues" von Dubois-Maisonneuve (Paris 1817, Fol ), undwegen mancher von den allgemeiner gültigen sehr abweichenden Behauptungen auch^ des Marchese Haus kleine Schrift:Der vssi zzreci, <Iei lor formn o dipintur»,

, o äei ovmi e u»o loro in Aenerulo" (Palermo 1823, kl. 4.) zu vergleichen. Der

, berühmte W. Tischbein hat 1791 zu Neapel in einem prächtigen Kupferwerke Zeich-l nungen von solchen Vasen gesammelt herausgegeben, nachdem ihm d'Hancarville! schon vorangegangen war. S. auch Lanzi's Werk:I)c vrrsi antivlii llipintirol^srinento obismsti Ltrusobi" (Flor. 1806).

Vater (Johann Severin), Sprachforscher und Theolog, geb. zu Altcnburg,der Hauptstadt des Fürstenthums S.-Altenburg, den 27. Mai 1771, ward dorterzogen und auf dem Gymnasium unterrichtet. Er erhielt seit Ostern 1789 aufder Universität Jena in der Vor-Kant'schen und Kant'schen Schule seine philosophi-, sche Bildung, dir theologische aber durch Gricsbach; in dem Studium des AltenTestaments hatte cr Döderlein und Paulus zu Lehrern. Hierauf studirte er von! 179294 in Halle, wo er Mitglied des philologischen Seminariums wurde, 1795

> promovirtc und sich durch Schriften über Aristoteles's Rhetorik und Philosophie^ habilitirte. 1795 trat er bei der Universität Jena als Lehrer auf, und wurde da-, selbst außerordentl. Professor. Seine Hauptbeschäftigung war allgemeine Sprach-lehre, neben der hebräischen, in welcher er die Lehre von den Nennwörtern durch' wirkliche und vollständige Paradigmen derselben aufgeklärt hat. 1799 ward er alsordentl. Pros. der morgenländ. Literatur, sowie der Theologie nach Halle berufen,wo er durch Untersuchungen über die Mosaischen Schriften und über Kirchenge-schichte sich bekanntmachte. 1807 übernahm er die Fortsetzung desMithridatcs"nach Adelung's Tode und sammelte mehre Jahre für die allgemeine SprachenkundeMaterialien. Er setzte diese Sammlungen auch in Königsberg fort, wohin er 1809als Professor der Theologie und Bibliothekar gegangen war. Seinem Fleiße gelanges, neue Felder des Sprachenzusammenhanges in Afrika und vorzüglich in Amerikaanzubauen, indem er zugleich überall das Grammatische derselben bearbeitete. SeineStudien umfaßt » auch die Grammatik der polnischen und besonders der russischeni Sprache, in welcher er der Behandlung der Zeitwörter eine neue Gestalt gab, wo-für er den Wladimirorden 1. Cl. erhielt. Überhaupt hat Niemand so viele Gram-matiken geschrieben als V. 1820 erhielt er seine theologische Professur zu Hallewieder. Seitdem bezogen sich seine Schriften auf Kirchengeschichte, neutesta-mentliche Exegese und den jetzigen Zustand der Theologie. Er war zuletzt nochHerausgeber desJournals für Prediger" und derKirchenhistorischen Ar-chivs", sowie Gründer und Herausgeber desJahrbuchs der häuslichen An-