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> brechen war, auf großem Umwege zur östreich. Armee, wo er nach der Schlacht beiAspern zum Officier befördert wurde. Bei Wagram ward er schwer verwundetund darauf nach Wien gebracht. Erst im Herbst bei seinem Regiment in Ungarneintreffend, kam er mit dem Obersten, nachherigen General, Prinzen Benthcim, innäheres V-rhältniß und begleitete diesen nach dem wiener Frieden als Adjutant aufmehren Reisen, so auch 1810 auf einer Sendung nach Paris an den Hof Napo-leons. Hier und späterhin verband er literarische und politische Thätigkeit, machtein Prag die nähere Bekanntschaft des Ministers von Stein, und kam mit Justus
^ v. Grüner in Verbindung. Als die Ostreicher 1812 am russischen Feldzuqe Theilnahmen, verließ er deren Dienst und begab sich nach Berlin, wo ihm der Weg zumpreuß. Civildienst eröffnet schien. Trotz Bekanntschaften und dringenden Empfeh-lungen von Seiten des Fürsten v. Metternich fand er jedoch in den damaligen Ver-hältnissen große Schwierigkeiten, und da er den Franzosen verdächtig geworden, auchmancherlei Gefahren zu bekämpfen. Bei der ersehnten Wendung der Dinge 1813ging er wieder ins Feld, und zwar, unter zugestandenem Vorbehalt seines preuß.Dienstberufs, als russischer Hauptmann mit Tettenborn, zuerst nach Hamburg,dann als dessen Adjutant durch den Wechsel der nachfolgenden Kriegszüge in Meck-lenburg, Hanover, Holstein, und zuletzt in der Champagne, bis Paris. ImVerlauf dieser Ereignisse erwarb er sich mehre militairische Orden. Noch währenddes Krieges gab er die „Geschichte der Hamburgischen Ereignisse ^ (London 1813)in einer gedrängten Darstellung, und darauf die Tettenborn'schen Kriegszüge(Stuttgart 1814) m'Druck. In Paris endlich empfing er seine Berufung in preuß.diplomatischen Dienst und folgte 1814 dem Staatstanzler Hardenberg zum Con-gresse nach Wien. Hier schrieb er im Auftrag des Erstem unter Anderm eine Schriftüber Sachsen. Nach dem Wiederausbruchc des Krieges 1815 folgte er dem Für-sten v. Hardenberg über Berlin nach Paris und erhielt hier noch vor Ausgang desFriedensgeschäfts die Bestimmung als Charge d'Affaircs, später als Ministerresi-dent an den großherz. bad. Hof nach Karlsruhe. Die bairisch - badische Territorial-sache erregte daselbst vielfache Spannung. Nachdem er in diesen Verhältnissenund zu ihrer endlichen Lösung nach s. Stellung mitgewirkt, den Regierungsantrittdes Großherzogs Ludwig, der ihm das Großkreu; des Zähringcrordens als beson-dere Auszeichnung verlieh, und die Einführung der ständischen Verfassung daselbsterlebt hatte, wurde er im Sommer 1819 abberufen, indem zugleich dieser Posten, einging. Bald nachher empfing er die Bestimmung als Ministcrrestdent bei denVerein. Staaten von Nordamerika, welchen Posten er jedoch nicht angetreten, damancherlei Rücksichten ihn eine so weite Entfernung nicht wünschen ließen, und erlebt seitdem mit dem Titel eines Geh. Legationsraths mehrentheils in Berlin ohneamtliche Beschäftigung. Außer den bemerkten Schriften sind von ihm erschienen:„Deutsche Erzählungen" (Stuttgart 1816); „Vermischte Gedichte" (Franks, a.M. 1816); „Geistliche Sprüche des Angelus Silesius" (Hamb. 1822); „Götbein den Zeugnissen der Mitlebenden" (Berlin 1823); „Biographische Denkmale"lBerl. 1824 — 27, 4Thle.), und in Zeitschriften einzelne Aufsätze und Recensio-j nen. Seine historischen Schilderungen haben charakteristische Schärfe.
Varro (Marcus Tercntius), einer der gelehrtesten Männer und fcuchtbar-, sten Schriftsteller des alten Roms, geb. im I. R. 638 oder 116 v. Chr. Erdiente in s. jüngern Jahren im Kriege, bekleidete nachher die Würde eines Tribunsund a. öffentliche Ämter, war ein vertrauter Freund des Cicero, wurde von Anto-nius verbannt, kam aber unter Augustus wieder nach Rom zurück und starb da-selbst 89 I. alt mit dem Ruhme des gelehrtesten Römers, wenigstens des gelehr-testen Kritikers seiner Zeit. Die Anzahl s. Schriften, besonders über Sprache,Geschichte und Philosophie, soll gegen 500 betragen haben, aber es sind davon, nm 2 bis auf unsere Zeiten gekommen: ein Werk über die Landwirthschast („Vv