Vandamme
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Niederlage, und die Vandalen bekamen Mulh zu neuen Unternehmungen, wozuihnen bald Gelegenheit gegeben wurde. Ihr damaliger König war Genserich (Gei-stlich), ein tapferer, kluger und unternehmender Fürst und einer der größten Män-ner seiner Zeit. Allein er verheerte die Lander; auch trat er von der rechtgläubigenKirche zu d'r arianischcn Partei über; daher sein schlechter Ruf bei den damaligenGeschichtschreibern. Das nördliche Afrika war zu dieser Zeit noch den Römcin un-terworfen. Der Statthalter dieser Provinz, Bonifacius, glaubte von dem KaiserValcntinian HI. beleidigt zu sein; daher rief er die Vandalen zu seinem Schutzenach Afrika, unter dem Versprechen, die Provinz mit ihnen zu theilen. Genserichschiffte sich in den Häfen von Andalusien ein und ging 429 nach Afrika. BonifaciuShatte sich inzwischen mit dem Kaiser ausgesöhnt und wollte sein Verspreche» nichterfüllen, sondern suchte zuletzt die Vandalen zum Rückzüge zu nöthigen. Aber erwurde besiegt; Genserich eroberte nach und nach den ganzen Theil von Afrika, derzu dem abendländischen Kaiscrthume gehörte, und stiftete in Carthago ein mächtigesReich, welches er bald mit den Inseln Sicilien, Sardinien, Eorsica, Majorca undMinorca vermehrte. Seine Naubflotte beherrschte das mittclland. Meer und ver-breitete Schrecken an den Küsten Italiens. Damals soll die Kaiserin Eudoxia,Witwe Valenlinians III., welche der Mörder dieses ihres Gemahls und Gewall-räuber des kaistrl. Throns, Maximus, gezwungen hatte, sich mit ihm zu vermäh-len, aus Rache die Vandalen nach Italien gerufen haben. Genserich landete (455)mit einer mächtige» Flotte. In Rom war nicht die geringste Anstalt zur Verthei-digung gemacht: Alles floh, und der KaiserMaximus wurde im ersten Lärm ermor-det. Die Vandalen plünderten nun 14 Tage lang Rom und raubten alle Kost-barkeiten und Kunstwerke, welche dieGothen (s. d.) übrig gelassen hatten. EineMenge Bildsäulen und andre Denkmäler wurden nebst Tausenden vornehmer Ge-fangener, darunter Eudoxia mit ihren Töchtern, nach Afrika gebracht. Bei dieserÜberfahrt ging ein Schiff, das mit den kostbarsten Kunstwerken Roms beladen war,zu Grunde. Papst Leo, der dem Könige Genserich feierlich ntgegengegangen war,hatte nichts weiter als die Verschonung mit Feuer und Schwert von ihm erbittenkönnen. — Diese rohe Wuth, mit welcher die Vandalen die schönsten Kunstwerkeraubten und grvßicntheils zerstörten, hat zu der Benennung Wandalismus An-laß gegeben, womit man auch in neuerer Zeit die Wuth der Nevolutionnairs be-zeichnete, Alles, was das Gepräge der Bildung und Verfeinerung trug, zu vernich-ten. — Streitigkeiten unter Genserich's Nachkommen wegen der Thronfolge veran-laßten den Untergang des vandalischen Reichs. Gclimcr, ein unruhiger, ehrsüchtigerFürst, verdrängte den rechtmäßigen König Hilderich, einen guten Regenten, undließ ihn ermorden. Hilderich hatte in freundschaftlicher Verbindung mit dem mvr-genländischen Kaiser Justinian gestanden. Dieser kündigte, um Jenes Tod zurächen, eigentlich aber in der Absicht, sich Afrika zu unterwerfen, Gclimern denKrieg an. Justim'ans großer Feldherr, Belisarius, kam mit nur 15,000 M. nachAfrika (534), besiegte aber Gelimern in 2 Schlachten und brachte ihn dahin, daßer sich gefangen geben mußte. Gelimer wurde zu Konstantinopel im Triumpheaufgeführt. Mit ihm hörte das Königreich der Vandalen in Afrika auf, nachdemes 106 Jahre bestanden hatte.
Band am m e (Domingue), Graf von Hüneburg, köm'gl. franz. General-lieutenant außer Dienst, Großvfsicicr der Ehrenlegion, geb. zu Eassel im Norddepart.den 5. Nov. 1771, diente bei einem Negimcnte in den Eolom'en, kehrte 1789 nachFrankreich zurück, wo er im Anfange der Revolution eine Frcischar (los «hassen,,<iu inont Oassel) errichtete und 1792 Brigadegeneral wurde. In alle» Feldzügenbewies V. eine außerordentliche Tapferkeit, wurde 1799 Diviflonsgencral, schadeteaber seinem N.ufe durch Härte, Erpressungen und Vernachlässigung der Manns-jucht 1806 und 1807 ward ihm die Eroberung Schlesiens aufgetragen; in dem