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11 (1830) T bis V
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Uterini

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Utrecht

unten hinausgehen zu können, angegeben waren. Ferner bestimmte er den Um-fang, das Verhältniß und die Intervallen sowol der Octaven unter einander alsder Quinten und Quarten. Auch soll er das Polyplektrum oder Spinell erfundenhaben. Diese auf die Ausbildung der Harmonie ungemein wichtig einwirkendenErfindungen sind ihm jedoch zum Theil abgestritten worden und sollen bald früherbald später von Andern gemacht worden sein; Dem sei indeß wie ihm wolle, so vielbleibt immer gewiß, daß durch seine unbestreitbare Aufstellung der Singscala einungemeiner Gewinn entstand, indem nun, wie dies Guido an s. Zöglingen selbstbewies, mit Leichtigkeit in wenig Wochen richtig erlernt werden kann, was sonstdas angestrengteste Studium und den eisernen Fleiß von Jahren erfoderte. Vonseinem Leben weiß man nur, daß er viel von Feinden und Neidern seines musikali-schen Ruhms zu leiden hatte und deßwegen eine Zeit lang gezwungen war, sein Klo-ster zu verlassen und sich nach s. Vaterstadt zurückzuziehen. Durch BcnedictVHI.und Johann X!X. oder XX. ward er sehr begünstigt, und das Machtgcbot diesesPapstes, der sich sehr für Guido's musikalische Entdeckungen intcresfirte und ihreZweckmäßigkeit einsah, machte endlich auch die Gegner des gelehrten Mönchs ver-stummen. Auf s Rückkehr von Rom ließ er sich auf Bitten des Abts von Pom-posa, einer Stadt im Herzogthum Ferrara, in diesem Kloster nieder und schriebhier auch mehre musikalische Abhandlungen, besonders sein Compendium, unter d.Titel: .Microloxus". Gcrbert, Abt von St. - Blassen im Schwarzwalde, hat ins. , 8erij»tore« eoelesisstiei cke nnisics savrn" Alles gesammelt, was er V 0 N Guidovon Arczzo's Werken habhaft werden konnte; doch haben diese Sachen jetzt nurnoch antiquarischen Werth, besonders da durch die spätere Hinzufügung der 7.Notenbenennung in der Octave s. Methode der Übertragung dcS Tons in eineandre Octave unbrauchbar geworden ist. Nach Guido's Tode, dessen Zeit sichnicht genau bestimmen läßt, machten andre Orden, wie z. B. die Camaldulcnser,und andre Länder (die Normandie und Deutschland) mittelst mancherlei unhalt-barer Aufstellungen auf die Ehre Anspruch, den Vervollkommne«: der Musik be-sessen zu haben.

Uterini, Schoßgeschwister, Kinder einer und derselben Mutter.

Utica, eine berühmte uralte phönizische Pflanzstadt an der Küste vonNordafrika, unabhängig von Carthago, doch mit ihm verbunden. Sie ist merkwür-dig durch den Selbstmord des jünger» Cato(s. d.), der nach ihr benannt wird. Utica, ein 1798 im Staate Neuyork (Grafsch.Oneida) angelegtes Dorf,welches 1828 7500 Einw. zählte. Es hat Fabriken und Schiffbau.

Utopien (a. d. Eriech.), Nirgendwo, ein Land, das nicht wirklich da ist.Der berühmte Thomas Morris schrieb im 16. Jahrh, einen politischen Roman:Utopia", in welchem er das Musterbild eines vollkommenen Freistaats aufstellte,wie er aber freilich nirgends anzutreffen ist. Nach dieser Idee verfertigte gegendas Ende des17. Jahrh der östreich. General Schrebelin eine moralisch-satyrischeLandcharte rn d. N.: ,/1'sduIkr lltopiae, oder Schlaraffenland".

Utraquisten, s. Ealixtiner.

Utrecht, eine von den 18 Provinzen des Königreichs der Niederlande (sonsteine der 7 vereinigten Provinzen) mit der Hauptstadt gl. N. Die Provinz Utrecht,die dritte in der Rangordnung, wird von den Prov. Holland und Geldern undvon der zuyder See umgeben, ist 26 UM. groß, hat 120,000 Einw. und einenfruchtbaren, zum Theil etwas bergigen Boden. Die Stadt Utrecht, unstrei-tig die älteste batavische Stadt (1'r-ssevtum inkerius), liegt in einer angenehmenGegend am alten Rhein, ist groß, aber alterthümlich gebaut, und hat in 8000 H.36,000 Einw. Sie hat schöne Gebäude, viele Kirchen und Bethäuser verschie-dener Religionsvcrwandtcn, und angenehme Spaziergänge, unter welchen die ander Ostseite der Stadt angelegte, aus 8 Alleen von Lindenbaumen bestehende, über