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11 (1830) T bis V
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552 Usbecken "

tenMecreN, selbst nur in einzelnen Theilen des Meeres leben, wie die rothe Mies- *muschel in Sachsen, die im Südmeere wohnt, die Schiffsboote aus dem indischenMeere, und die jetzt auf einen sehr kleinen Raum dieses Meeres eingeschränkte Lli-vcnschnecke in mehren europäischen Ländern. Unter den zweifelhaften Eonchylienist der im Fürstcnthum Osnabrück gefundene Balanit merkwürdig, der zuweilenganz auf einzelnen abgerundeten Geröllen sitzt, und der fast fußlange verkalkteStrombit im aufgeschwemmten Lande in der Champagne. Die größte Anzahl die-ser Geschöpfe sind unbekannte Gattungen, die man in Menge in den Kalkflötzgcbir-gcn findet. Zu den allgemeinsten Versteinerungen gehören die Belemniten, und ;die Ammoniten (Ammonshörner), die oft bis zur Größe eines Wagenrades steigen, ,deren Urbilder aber, bis auf einige ganz kleine Abarten, völlig ausgestorben zu sein !

scheinen. Unter den Erustacecn kommen verschiedene Arten von Seeigeln vor, diejetzt zum Theil in entfernten Ländern leben, und eben dies ist der Fall bei den See-lilien (Enkcinitcn), die sich meist in dichtem Kalkstein finden. Eine der merkwürdig-stenVcrstcinerungen ist dicMedusenpalme(Pentakrinit), die aus einem großen viel- 'armigen, auf einem einfachen astlosen Stängcl sitzenden Körper besteht, und häufigbei Voll in Würtcmberg gefunden ward. Unter den Korallenversteinerungen fin-den sich die Madreporiten, Fungiten, Milleporiten, Tubiporiten, Alcyoniten rc.,zuweilen in großer Menge, gleichsam Riffe bildend, wie im Kalkstein bei Genf undbei Blankenburg auf dem Harz. Übrigens weichen die organischen Überreste der !untergegangenen Welt durch ihre kolossale Größe von allen jetzigen Geschöpfen ab. ^Das größte Exemplar ist ein 1829 inNeuyork gefundenerKinnbackenvon20FußLänge, der 1200 Pf. wiegt; die Rückenwirbel hatten 16 Zoll im Durchmesser; die !Rippen daran waren 9 Fuß lang. Vgl. E. F. v. Schlottheim:Die Petrefacten- !künde auf dem jetzigen Standpunkte" (Gotha 1820); Parkinson'sOrganie re- ^nrsins via fsrruerrvorlä" (London 180411,3 Bde., 4.); Desselb.lntroäuc- Itiorr to tiro stuil/ of fossil orASvio rowsins" (Lond. 1822) ; l). Bronn'sSy- !stem derurweltlichen Eonchylien", u. DesselbenSystem der urweltlichcnPflan-zenthiere.rc." (Heidelb. 1824 fg., Fol., mit Steindrucktafeln). (Vgl. Höhlen.) j

Usbecken, ein türkischer, jetzt in der Tatarei herrschender Volksstamm, j

der, seit 3 Jahrh, das Schrecken und die Geißel eines großen Theils von Mittel-assen, das heutige Buchara (oder Usbekistan) und Turkomanien bewohnt. Usheißt auf türkischselbst", und Beck bedeutetHerr", daher Usbeck so viel als eig-ner Herr. Schai Beck oder Schaibani Khan ward 1498 der erste Stifter derUvbeckenmacht am Opus (Gihon oder Amu). Er entriß den Timuriden den letztenSchatten der Herrschaft, der ihnen bis dahin noch übriggeblieben war. Unter fort-dauernden Kriegen mit den Persern,Bucharen(Sarten),Truchmencn(Turkmenen)und den alten Chorasmern, nach verwüstenden Bürgerkriegen und blutigem Herr-scherwechsel, errang endlich 1802 Mahmed Rahim Khan die unumschränkte Herr-schaft (s. Turkmenenland) über Khiwa und die benachbarten Länder. Erendigte die bisherige Anarchie, ordnete das neue Reich, setzte einen Staatsrath ein,ließ Gold- und Silbermünzen prägen u. s. w. Mit allen andern Eigenschaftend.es Despoten verbindet dieser Fürst schlaue List und ungewöhnlichen Verstand. >Die Usbecken übertreffen an Ehrlichkeit alle übrige Völker des Khanats. Gcrech- !tkgkeit rst einer ihrer Hauptzüge. Sie hassen die Lüge und jede Kriecherei, und ver- !achten die Sucht nach Gold. Nur Krieg und Räuberei treiben sie als ein ehren-volles Gewerbe. Noch immer führen sie bald mit den Persern, bald mit denTruchmenen einen wahren Vertilgungskrieg, fallen unaufhörlich in die umliegen-den Provinzen ein und schleppen die zum Dienste brauchbaren Menschen als Skla-ven mit sich fort. Unter ihnen sollen jetzt an 3000 Russen und an 30,000 Perserals Sklaven sich befinden. Die Usbecken leben gegenwärtig größlentheils in Städ-ten, bekleiden die höchsten Stellen im Staate und sind Besitzer der vielen kleinen