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11 (1830) T bis V
Entstehung
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547
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Urwelt unb Vorwelt 547

j das ln der Ordnung unserer intellectuellenErkenntnißvermögen zwischen dem Ver-stände und der Vernunft ein Mittelglied, oder den Verband zwischen beiden aus-mache, nicht auch für sich, wie nach der Analogie schon zu vermuthen ist, wenig-stens subjektive Principien n priori habe, die nämlich aus diesem Vermögen ent-springen und in ihm ihren Boden haben. Er untersucht ferner, ob diese Principiens privri constitutlv oder bloß regulativ sind, und ob die Urtheilskraftnichtetwa miteiner andern Ordnung unserer Vorstellungskräfte in Verbindung zu bringen sei,nämlich dem Gefühle der Lust und Unlust die Regel a priori gebe. DieKritik derP Urtheilskraft" stellt nun diese Principien -» priori auf, welche aus der Urtheilskraftentspringen, undwelchedemGefühlederLustundUnlustdieRegelgeben sollen.

Urwelt und Vorwelt. Blumenbach undLink verstehen unter der Urweltdiejenige frühere organische Schöpfung, welche mit ihren, der jetzigen Schöpfungfremden Gestalten untergegangen ist. Link nimmt dieKreidebildung als den festenPunkt an, wo diese beiden organischen Welten sich trennen. Die letzten organi-schen K örper der frühern Welt gingen bei der Kreide- und andern gleichzeitigen La-gerungen zu Grunde; die jüngere Welt hebt von dem Zeitpunkte an, wo nach derKreidebildung wieder Ruhe eintrat, und die demnach eine durchaus neue Schö-pfung ist. Unter Vorwelt versteht Link die Zeit des Überganges aus dem mit derKreidebildung geschlossenen Zeitraume in die noch fortdauernde Schöpfung. Dieerste Periode dieses Überganges in die neuere organische Welt fing nach der Kreide-> bildung an und dauerte bis zu der weit verbreiteten Bedeckung mit Flötzkalk: hierbegann die zweite Periode jenes Überganges, welche bis zur Entstehung des auf-geschwemmten Landes dauerte, nach welcher die jetzige Gestaltung anfing. DieseHypothese der Geologen unterliegt einer noch lange nicht geschlossenen Untersu-chung des Innern unsers Erdbodens. Wir verweisen auf die Art. Cuvier,Geognosie und Höhlen, und setzen zu den dort angeführten Erfahrungen undSchriften Folgendes hinzu. Will. Buckland, Pros. zu Oxford (s. dessenUeU-guise üiluvisnae", 2. Aufl, Lond. 1823,4., m. K.), hat auf s. geognostischcnReisen durch fast ganz Europa sich überzeugt, daß eine plötzliche ÜberschwemmungAlles bedeckt und die letzte Bildung der Erdoberfläche bewirkt habe. Die Hyänender Vorwelt waren, nach den in der Höhle von Kerkdalein Porkshice gefundenen, Knochen, um ein Drittel länger als die größte jetzt lebende Art. Die bekanntenKnochenbreccien bei Gibraltar, Nizza, in Dalmatien u. a. a.O. find Beweise voneiner hier begrabenen Thierwelt, deren UntergangmitdenAusfüllungcnderHöh-len in Deutschland, England rc. in Eine Periode fällt. Die hier und dort gefun-denen Menschenknochen find nach Buckland postdiluvianischen Ursprungs. Er ver-neint die Frage: ob es vor der allgemeinen Flut ein Menschengeschlecht gegebenhabe. Nur in dem Diluvium, das aus Lehm, Sand, Grand u. s. w. besteht,finden sich die Knochen der untergegangenen Arten von großen Landthieren, sowieeine Menge Geschiebe und Blöcke, die von sehr entfernten Gegenden herstammen.Im nördlichen Deutschland, Rußland und England weistAlles auseine von Nor-den kommende Wasserflut. Diese muß einen sehr hohen, Alles bedeckenden Was-strstand gehabt haben, da man Diluvial-Ablagerungen und Geschiebe auf hohenGebirgsmassen findet, wie auf dem Jura, den Alpen, Karpathen rc.; da man fer-ner in Amerika Knochen des Mastodon bei 7800' Höhe angetroffen hat, und mit-ten in Asien auf dem Himalaya, selbst bei 16,000' Höhe über die Schncelinie,Knochen von Elefanten und a. Thieren, die daher offenbar antediluvi'anisch seinmüssen. Euvier, nach dessen Meinung in allen ältern GebirgSlagernkeineAn-thropolithen vorkommen, hatdievon ihm erforschten eigenthümlichen Kennzeichender verschiedenen Thiere, deren Geschlechter in den Erdrevolutionen untergegangensind, in s.kvoiiereiieo sur les ossenienskossiies" (3.A., 1830 fg., 7 Bde.4.,m.' Kpf, 210 Fr.) angegeben. Der2.TH.des5. Bds. umfaßtdieAmphibien,jedoch

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