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11 (1830) T bis V
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Ural

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Upsala

derS der Pocken" (Leipz. 1778);Einleitung zur allgemeinen Pathologie der an-steckenden Krankheiten" (Leipz. 1782). Außerdem lieferte er Aussatze in dasHam-burgische Magazin", und s.Sammlung kleiner Schriften" erschien in 3 Bdn,(Leipz. 176669). Man darf diesen U. nicht verwechseln mit JohannChristoph Unzer, geb. 1747, gest. am 20. Aug. 1809, und ebenfalls Arztzu Alton«; dieser gab mit K, Fr. Üben eineDiätetik der Schwängern und Säu-genden" (Braunschwcig 1796) heraus. 16.

Upsala, eine Stadt in der Provinz Upland in Schweden, in einer weitenfruchtbaren Ebene, in frühern Zeiten die ansehnlichste Stadt des Reichs, hat in580 Häuf gegen 4500Einw. Die Häuser sind größtentheilS von Holz, mit Bir-kenrinde bedeckt, über welche Rasen gelegt wird. Die Domkirche ist ein großes Ge-bäude, und die ansehnlichste im ganzen Lande. Es sind in derselben die Grabmälereiniger schwedischen Könige und viele andre Monumente, darunter auch des RittersLinn« Grabmal. In dieser Kirche werden die Könige v. Schweden gekrönt. Derhiesige Erzbischof ist der einzige in Schweden, das Oberhaupt der Geistlichkeit undPrimas des Reichs. Die Universität wurde 1476 von dem Reichsvorsteher StenSture gestiftet, kam aber bei den nachmaligen unruhigen Zeiten in Verfall. KönigGustav Adolf, der ihr eine neue Einrichtung gab, viele Freiheilen ertheilte, liegendeGründe schenkte und Stipendien stiftete, ist als ihr zweiter Stifter anzusehen. Erlegte den Grund zu ihrer großen Bibliothek. Auch die Königin Christine vermehrtedie Einkünfte der Universität. Unter den Lehrern, welche die Universität gehabt hat,sind Linnö und Wallerius die berühmtesten. Im 1.1827 zählte sie 1426 Studi-rende, davon waren 483 abwesend; im 1.1829 zählte sie 1478, davon 859 an-wesend ; darunter 223 Bauernsöhne und 5 Ausländer. In dem von Gustav Adolf(1622) errichteten akademischen Gebäude ist die ansehnliche Universitätsbibliothek,bei welcher sich gegen 1000 Handschriften befinden, und wo auch die vom KönigGustav lll. hinterlassenen und, s. Verordnung gemäß, erst 50J. nach seinem Todeöffentlich bekannt zu machenden Handschriften verwahrt werden. Die Universitätbesitzt ferner eine Sammlung von 11,000 Stück Münzen, eine Sternwarte, einengut eingerichteten, von Linnv angelegten botanischen Garten, mit einem von Gu-stav lll. zu Ehren Linne'S angefangenen, 1805 aber erst vollendeten prachtvollenGebäude, in welchem sich eine sehr reiche und große Naturaliensammlung befindet.König Friedrich stiftete 1728 die hiesige Gesellschaft der Wissenschaften (soeietasliteraria vt »eientiarurn).

Ural, d. i. Gürtel. Dieses Gebirge (die Klonte» b^perboraoi oder ripiiaeider Alten), das an der Grenze von Asien und Europa in einer Strecke von 300^ Meilen, vom Eismeere bis zum kaspischen Meere hinstreicht Rußlands reichsteMetallader, heißt nördlich nach dem Eismeere das werchoturische oder jugorischeGebirge. Werchoturi heißt nämlich die Höhe an der Quelle der Tura (58°N. B ),wo der Flecken gl. N. mit 3000 Einw. und Eisenhütten, der Nicderlagsort des sibi-rischen Handels, liegt. Südlich von dem großen Bergrücken des Ural ziehen sichl die guberlinSkischen Berge weit in die Kirgisensteppe hin. Sein höchster Gipfel,! der padwinskische Fels, hat eine Höhe von 6397 Fuß über der Oberfläche des kas-! pischen Meeres. Mehre Flüsse auf der östl. und westl. Abdachung des Ural beför-dern den innern Handelsverkehr des Gouvcrn. Perm (5800 (IM., 1,143,902Einw.), dessen größte Merkwürdigkeit das metallreicheUralgebirge ist. Hier wurde1623 die erste Eisenhütte und 1640 der erste Kupferhammer angelegt. Die Gold-gruben zu Beresow sind seit 1754 eröffnet. Die Auffindung der goldführendenSandflötze am Ural fällt in das 1.1774. Der Krone gehören daselbst 9 Bergwerkeund Hütten in Eisen, 51 Kupferbergwerke, eine Goldwäsche, ein Münzhof; vonPrivatbergwerken sind 81 in Gußeisen und 18 in Kupfer vorhanden. Die jährl Aus-beute an Kupfer beträgt200,000, anEiscn 5,500,000, an Gußeisen 8,500,000Pud.