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11 (1830) T bis V
Entstehung
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536
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536 Unze Unzer (Joh. August Joh. Christoph)

gehalten worden, ohne welche ein Staat nicht als solcher von den übrigen anerkanntwerden konnte, und <8 war dies nothwendig, um den rechtmäßigen Widerstandgegen die Usurpation von der Rebellion gegen legitime Herrschaft zu unterscheiden.In der neuern Zeit sind diese Begriffe durch die Unwissenschastlichkeit Vieler, welchein den öffentlichen Angelegenheiten das Wort genommen haben, verdunkelt worden;es scheint aber doch, als wolle man den richtigen theoretischen Ansichten wieder eini-gen Einfluß einräumen. Das Resultat und das Ziel des Unterwerfungsvertrags istLegitimität, oder ein solcher Zustand der Dinge, worin nie eine Abwesenheit (le r«ine meurt pa») und nie eine Ungewißheit der höchsten Gewalt eintreten kann, son-dern immer ein unzweifelhafter Nachfolger in der Souverainetät vorhanden ist.Die Frage, woran sich erkennen lasse, daß ein gültiger Untcrwerfungsverlrag zurVollkommenheit gediehen sei, hat allerdings ihre Schwierigkeiten, und es läßt sichnicht läugncn, daß Umstände eintreten können, unter welchen es eine Zeit lang zwei-felhaft sein kann, welcher von mehren Competentcn und Prätendenten das strengeRecht für sich habe. In Beziehung auf das Volk aber muß man stets anerkennen,daß es sich der faclisch bestehenden Regierung zu unterwerfen berechtigt und sogarnach den Umständen verpflichtet sei. Schwieriger aber ist bei weitem die Frage,was dazu gehöre, den Unterwerfungsvertrag wieder aufzuheben, wobei nur dasganz klar ist, daß man nicht an ein beliebiges Zurücknehmen denken dürfe, wiewol zuweilen behauptet worden ist. Der Geh.-Rath Schmalz sagt in s. StaatS-rechte:Wie aber, wenn uns etwas durchaus Pflichtwidriges befohlen würde?dann gehorchen wir nicht, aber wir empören uns nicht". 37.

Unze (a. d. Lat. unoi»), ein Gewicht von 2 Loth, ist in Deutschland in denApotheken und beim Golde gewöhnlich. In den Apotheken und auf den Receptender Ärzte wird es durch das Zeichen z bezeichnet. Bei den Römern war die Unciader 12. Theil eines Ganzen überhaupt und besonders des Pfundes. Diese Rech-nungsart ist noch jetzt in Italien gewöhnlich; das ital. Pfund hat 12 Unzen oder24Loth. Die Unze, ein zu dem Katzengeschlechte gehörendes Raubthier inAfrika, Ostindien und Persien, hat mit dem Panther viel Ähnlichkeit, nur unregel-mäßigere Flecken als dieser. Auch ist es sanfter als der Panther und Leopard, läßt sichzahm machen und zur Jagd auf Gazellen abrichten. Der Jäger führt die Unze hin-ter sich auf dem Pferde; wenn er das Wild eingeholt hat, läßt er sie darauf los, diees fängt und sich nachher willig wieder greifen und auf das Pferd nehmen läßt.

Unzer (JohannAugust), geb. zu Halle am 29. April 1727, studicte dieArzneikunde ebendaselbst, besonders unter Junker und Krüger, erhielt die mcdicim-sche Doctorwürde am 9. Scpt. 1748 und schrieb dazuve stvrnutatione" (Halle1748, 4.). Gegen das Ende 1750 wendete er sich nach Hamburg, ließ sich aberbald darauf in Altona als praktischer Arzt nieder, ward Pros. in Rinteln und starbam 2. April 1799. Seine medicinisch-diätetische WochenschriftDerArzt" (Hamb.1775 fg., 6 Bde.), hat noch gegenwärtig großen Werth; das Wesentliche dersel-ben ist zusammengestellt in v. I. A. Unzer'sMedicinischem Handbuch". Von s.übrigen zahlreichen Schriften führen wir nur die wichtigsten an: zuerst anonym,mit einer Vorrede von I. G. Krüger:Neue Lehre von den Gemüthsbewegungen"(Halle1746); Pseudonym:S. C. I. S. Gedanken vom Schlafe und den Träu-men, nebst einem Sendschreiben an N., daß man ohne Kopf empfinden könne"(Halle 1746), diese Schrift wurde fälschlich dem Professor Supprian in Halle zu-geschrieben. Unter seinem Namen erschien:Abhandlung vom Seufzen" (Halle1747);Philosophische Betrachtungen des menschl. Körpers überhaupt" (Halle1750);Grundriß eines Lehrgebäudes von der Sinnlichkeit der thierischen Körper"(Lüneburg und Rinteln 1768);MedicinischesHandbuch" (Leipz. 1770; letzteneu bearbeitete Aufl. Leipz. 1794);Erste Gründe einer Physiologie der eigentlichthierischen Natur thierischer Körper" (Leipz. 1771);Über die Ansteckung, beson-