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11 (1830) T bis V
Entstehung
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Universitäten

lung in Nationen macht einen wesentlichen Theil in der ursprünglichen Verfassungder Messen Universitäten aus. Die Zeit ihrer Entstehung laßt sich nirgends genaubestimmen: doch Paris ist die erste hohe Schule, deren Einthcilung in Nationenam frühesten in den Urkunden und Geschichtschreibern erwähnt wird. 1206 wardie Eintheilung derselben in 4 Nationen folgende: die französische (zu welcher auchItalien und Spanien gerechnet wurde), die picardische, die normannische und dieenglische; zu dieser letztem gehörten die Deutschen und überhaupt alle Nordländer,in der Folge wurde sie die deutsche genannt. Diese, wahrscheinlich bloß zufälligeZahl der Nationen wurde nachher auch auf den deutschen Universitäten angenom-men. Auf den ital. Universitäten fand eine ähnliche Einthcilung in Nationen statt,was jedoch später aufhörte; in Bologna gab es keine Nationen. Ebenso dunkel istauch der Anfang von der Ertheilung der akademischen Würden und von der Errich-tung der Facultäten. Wahrscheinlich entstanden sie ebenfalls zuerst in Paris in der2. Hälfte des 12. Jahrh. Die ersten öffentlichen Lehrer (Abälard zu Paris, Jr-neri'us zu Bologna, u.A.) hatten von Niemand einen Ruf oder einen Auftragzu lehren erhalten. In der Folge mußte es jedoch dem Staate und den Mitgliedernder Universität selbst daran liegen, daß nur geschickte Lehrer aufträten. In dieserRücksicht wurden Prüfungen angestellt. Dem, der bei einer solchen Prüfung gutbestand, und für würdig erkannt wurde, auch Andre zu lehren, wurde, dem Geistedes Zeitalters gemäß, unter gewissen symbolischen, die verschiedenen Grade derWürde bezeichnenden Feierlichkeiten, die Erlaubniß zu lehren und die Würde eines !öffentlichen Lehrers ertheilt. Der erste akademische Grad war der eines Bakka-laureus (s.d,); der zweite der eines I-ioontiat! (s. d.). Wenn er dann nachErlegung einer gewissen Summe Geld das Baret, als Zeichen der Magisterwürde,e>halten hatte, so ward er ein College seiner bisherigen Lehrer, und aller ihrer Vor-rechte theilhaftig. Solche Prüfungen und feierliche Würdeertheilungcn (Promo-tionen) waren, wie aus Urkunden erhellt, zu Paris im Anfange des 13. Jahrh,schon gewöhnlich. Was man in Paris Magister nannte, wurde in BolognaDoctor genannt. Diese Einrichtung der Prüfungen und Promotionen veranlaßtein der Folge die Entstehung der Fakultäten. Schon lange vorher bestand die kacul-tss artium, die Fakultät der sieben freien Künste, oder die jetzige philosophischeFacultät. Da diese Wissenschaften von den ältesten Zeiten her in Paris waren ge-lehrt worden, so behauptete auch die Facultät der Künste den Vorrang, der ihrjedoch in der Folge nicht mehr zugestanden worden ist. Die übrigen Facultäten wa-ren, wie sie es noch jetzt sind/ die der Theologie/ der Rechte und der Arzneiwiffen-schaft. Man nimmt 1259 als den eigentlichen Zeitpunkt der Einrichtung der Fa-cultäten an. In d. I vereinigten sich die Bcttelmönche und Weltgeistlichen zunft-mäßig als Lehrer der Theologie, schloffen sich det, Rationen an-und verdrängtendadurch die Ordensgeistlichen. 1260 ahmten dieses die Lehrer der Medicin unddes kanonischen Rechts nach, und die 4 Nationen, welche im Besitz aller ihrer Ge-rechtsame blieben, bildeten die Facultät der Künste. Die Facultäten wählten ausihrer Mitte Decane, welche mit den Prokuratoren der Nationen die Universität ver-traten. Zu den öffentlichen Anstalten, welche im 13. und in d. folg. Jahrh,auf den Universitäten errichtet wurden, gehörten die Collcgia, oder solche Gebäude,die auf ewige Zeiten bloß in der Absicht gestiftet wurden, damit Studirende, be-sonders unvermögende, in denselben unter Aufsicht beisammen wohnen, und ent-weder freie Wohnung allein, oder auch freien Unterhalt, wol auch noch andere Un-terstützung finden möchten. Die ersten und vorzüglichsten dieser Anstalten warenin Paris, aber hier, sowie auf a. Universitäten arteten sie in der Folge aus, undblieben nicht mehr die Zufluchtsörter armer Studirendcr. In England haben dievoileFv» mehr Umfang und Bedeutung gewonnen. Auf den deutschen Universi-täten wurde eine ähnliche Anstalt --- die Bürstn eingeführt, Milde Geher