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11 (1830) T bis V
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Unisono

griech Kirche gemein, weil die jesuitischen Missionnaire, welche ihre Bekehrung im17. und 18, Jahrh, allmälig bewerkstelligten, nur durch diese Nachgiebigkeit beiihnen Eingang finden konnten. Solche unirte Griechen sind in Italien, besonderszu Venedig und Rom, im sudl. Neapel und Sici'll'en, in den östl. Grenzländern deröstr. Monarchie (Siebenbürgen, Ungarn, Kroatien, Slawonien, Dalmaticn ic.),wo Hunderttausende griech Christen theils durch Eroberungen, theils als Flüchtlinge,welche Schutz vor den Türken suchten, einheimisch wurden, und im östl. Polen, zudessen alten Einw. sie gehören; im Ganzen 2 Mill. Von ihnen unterscheiden sich dieaußer Italien ebenfalls zahlreichen, nicht unirten oder disunirtcn Griechen in dengenannten Ländern, welche den Patriarchen zu Konstantinopel als ihr kirchlichesOberhaupt und die unirten als Abtrünnige betrachten k. ,

1Ini8ono (ital.), vuisonu« (lat), Einklang,wird in der Musikdas Ver-hältniß zweier Töne von gleicher Größe (d. h. von gleicher Höhe oderTiefe) aufder-selben Stufe genannt. Der Einklang entsteht also aus einer gleichen Anzahl vc»Schwingungen zweier vibrirender Körper in einem gleichen Zeiträume. Wenn mithineine Saite in einer Secunde 100 Schwingungen machtundden Ton «gibt (bekannt-lich sind wenigstens 32 Schwingungen in einer Secunde crfoderlich, um eine hörbareWirkung hervorzubringen), so wird eine andre Saite, welche jener an Länge, Dickeund Spannung gleich ist, in derselben Zeit dieselbe Anzahl von Schwingungen ma-chen und folglich denselben Ton e geben. Diese beiden Töne e: o verhalten sich dem-nach wie 2 gleiche Zahlen, weßhalb man also sagt: der Einklang, oder richtiger Gleich- ,klang, verhalte sich wie 1:1. Da nun dieses gleiche Verhältniß das faßlichste undfolglich das beruhigendste ist, so ist natürlich der Einklang die erste und vollkommensteConsonanz. Man hat viel darüber gestritten, ob der Einklang unter die Intervallezu rechnen sei oder nicht. Die Entscheidung dieses Streits hängt indeß von der Be-stimmung des Begriffs eines Intervalls (s.d.) ab. Die altern, sowie selbst mehre >neuere Tonlehrer sagen:Ein Intervall ist die Entfernung oder der Zwischenraumeiner Note von der andern". Hiernach wäre denn allerdings der Einklang kein In- !tervall, da zwischen 2 Tönen, die im Einklänge stehen, keine Entfernung stattfindet.Allein demzufolge wäre auch die übermäßige Prime (die doch jeder Systematiker unbe-dingt unter die Intervalle rechnet) ebenfalls kein Intervall, da beide Töne, welchedieselbe bilden, bloß durch ihre innere Größe verschieden sind, und da sie ebenfalls auseiner und derselben Stufe stehen, auch zwischen ihnen keine Entfernung (die doch nachjener Erklärung das Merkmal eines Intervalls wäre) stattfinde. Nehmen wir hin-gegen an:Ein Intervall sei das Verhältniß zweier Töne gegen einander inHinsichtihrer Höhe oder Tiefe", so ist nicht allein wirklich die übermäßige Prime, sondern .auch der Einklang unter die Intervalle zu zählen, da auch der Einklang ein so'chesVerhältniß begründet, nämlich das Verhältniß gleicher Höhe oder Tiefe, sowiedie übermäßige Prime, z: B. e. vi«, ein Verhältniß ungleicher Höhe oderTiefehat. Auch ist es durchaus falsch, wenn sowol ältere als neuere Tonlehrer den Ein-klang und die Prime als gleichbedeutend nehmen. Denn daß der Einklang oft aufder erster» Stufe stattfindet und dann zugleich Prime ist, begründet kein Einerlei-sein, da man sonst ebenso gut auch den Einklang mit der Octavc als gleichbedeutendnehmen müßte, weil er oft die Stelle derselben vertritt. Der Unterschied zwischendem Einklänge und der Prime ist kurz folgender: 1) die Prime ist entweder rein ,oder übermäßig. Die reine Prime ist der jedesmalige erste (tiefste) Ton einer Ton-leiter und gar kein Intervall. Nur durch ihre Verdoppelung auf derselben Stufekann die Prime zugleich zum Einklänge werden, kann aber (wie schon die Benen-nung zeigt) nie auf einer andern als der ersten Stufe einer Tonleiter stattfinden;da hingegen der Einklang sehr wohl auf jeder Stufe einer Tonleiter sich zeigen kann,indem wol in einem mehrstimmigen Satze 2 und mehre Stimmen auf der Secunde,Terz, Quart ic in den Emklang treten können. 2) Kann die Prime um einen