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11 (1830) T bis V
Entstehung
Seite
504
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591 Ungarische Sprache

hende, ungcmcin nützliche „Imloinänzm» 6/üjteme'n^". Für die Grammatikder Sprache wurde viel geleistet von Dav. Szabö, Rajnis, Beregszässi, Gyarmalhi,Aranka, Földi, Bcnkö, Kassai, Pcthe, Szentpali, Böjthi, Vcrsegi, Viräg, Nevai,Horvat, Märton und v. A. Interessante Originalwerke, beinahe in allen Fächern,kamen ans Licht, unter a. des Grafen Stephan Szecheny's „Ilitel" (vom Credit),auch deutsch (Wien 1830). In der Poesie zeichneten sich aus Dav. Szabö, Jos.Rajnis, Gabr. Dajka, Georg Aranka, Karl Dome, Joh. Batsänyi, Jos. Takäts, iAd. Horvät, Graf Jos Teleki, Graf Ladisl.Teleki, Graf Joh. Fekele, Jos.Mä-tyäsi, Franz Nagy, Franz Verscgi, Jos. Koväts, Bened. Viräg, Joh. Kis, Alex. ,und Karl Kisfaludy, Gabr. Döbröntei, Paul Szemere, Mich. Csokonai, Ladisl.T»t, Dan. Bcrzsenyi, Mich. Vitkovits u. M. S. „Allgemeine Lit. - Zeitung",

S. 268, 1817 fg. Hierher gehört das „Theater der Magyaren", übersetzt undhrrausgeg. von Georg v. Gaal (Brünn 1820), welchem eine Gesch. der ungari-schen Bücher vorangeschickt ist. Die berühmtesten sind jetzt Jsidor Guzmiß Fäy,Bajza, Czutzor, Vörösmarli u. A. Als prosaische Schriftsteller haben sich Ruhmerworben: Andr. Dugonits, Franz Kazi'nczy, Bened. Biiäg, Joh. Batsänyi, FranzVersegi, Esaias und Franz Budai, Sam.Päpai, Franz Tot, Gabr. Bitthor!, GeorgFejör, Stcph. Märton, Dan. Ectsei, Paul Särväri, Jos. Takäts, Joh. Endcöti,Szikzai (Georg und der Sohn Benjamin), Szathmäri, Somosi (Joh.), Magda,Kövi, Jmre, Pros. d.Philos. in Pcsth, Georch (Görtsch), Mozri und v. A. Je-doch diese weise und kräftig angeordneten Maßregeln, die eine Zeit lang so herrliche ,Wirkungen hervorbrachten, wurden allmälig immer mehr beschränkt und mit we-nigem Eifer ausgeführt, sodaß wol auch die guten Folgen derselben nach und nachschwinden dürften. S. das „Handbuch der ungar. Poesie oder Auswahl chronvlog.geordneter Stücke aus den ungar. Dichtern" von Tinödi (1540) an. In Verbin-dung mit Jul. Fenyäry herausgeg. von Franz Toldy (angenommene Namen fürGeorg Stettner und Jos. Franz Schedel). — Als Sprachforscher ist Csomad Kö-rössy bekannt, der 1819 Siebenbürgen verließ, um Asien zu durchreisen. Ersiudict seit 1822 in Tibet, im Kloster Kunauar, die Sprache und arbeitet an einerGrammatik und einem Wörterbuch? der tibetanischen Sprache.

Auch in der Kunstgeschichte haben sich einzelne Ungarn ausgezeichnet. Wirnennen nur Einen von den Lebenden, den Bildhauer Stephan Ferenczy, helv. Con-fession „ geb. 1792 zu Nima Szombach, «Thorwgldsen's Schüler.

Ungarische Sprache. Die Sprache devMagyaren (sprich.Madjaren),wie sie gegenwärtig in Ungarn gesprochen und geschrieben wird, ist eine beachtens-rverthe Erscheinung,auf dem Felde der Philologie. Auf dem Wege des historischenStudiums überhaupt, den Jak. Grimm in dce neuesten Zeit mit so ausgezeichnetemGlück betreten hat, gewährt die Kenntniß der ungar. Sprache ungemein viel Aufhel-lung, und ist eine der reichhaltigsten Fundgruben für den philos. Sprach- und Ge-schichtforschcr. Unter den lebenden gebildeten Sprachen Eucopenö, die aus Asien -hcrübergewandert sind, eine der jüngsten, bei der die Familienzüge noch am deutlich-sten hervortreten, von sinnlicher Lebcnsfülle strotzend, durch ihren kräftigen Organis- !mus sich selbständig erhaltend, und sowol das in ihren ungünstigen Umgebungen sooft wiederkehrende Einwirken heterogener Einflüsse standhaft abwehrend, als auchjedes schmarotzcrartige Anschmiegen an fremde Stützen und Stamme verschmä- >hcnd, steht sie in der Periode ihrer innern Geschichte, in welcher sie dem forschendenÄcnner wichtigere Aufschlüsse über die Bildung der menschlichen Sprache überhauptdarbietet, als die Kenntniß aller übrigen bereits abgeschliffenen, dem gemeinen Ty-pus unterworfenen Sprachen. Sowie die Magyaren ursprünglich zu dem großenVölkerstawme gehören, der vom Südwesten Asiens am kaspischen Meere bis in denhöchsten Nordosten Europens an die finnischen Marken reichte, von dessen mehrennach Europa.verpflgpzte» Zweigen (Uzen. Polowzen, Avaren, Chazareo, Petschene-