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11 (1830) T bis V
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500 Ungarische Literatur

delt, nicht nur für alle freie Künste, sondern auch für Theologie und Jurisprudenzpique Lehrstühle und eine große Frequenz von Schülern halle; eben dieses Stu-dium Zenersle wurde 1287 von K. Ladislaus IV. (s.Kalona's „Histor. Uunz.",8. Bd., prnek) wieder erneuert, mit einer bedeutenden Bibliothek und reichlichenFonds dolirt. 1367 gründete König Ludwig I. eine neue hohe Schule in Fünfkir-chen, und 1388 Skegmund abermals ein Studium Asaeralo in Ofen, welchesMatthias Corvin nicht nur erneuerte und mit einer berühmten Bibliothek begabte,sondern außerdem noch die istropolitanische Akademie in Prcsburg 1467 errichtete,1473 kam die erste Buchdruckerei durch Andr. Heß in Öfen zu Stande, der da-selbst das „Oiiromovn Ludouse" druckte. Im 16. Jahrh, vermehrten sich dieSchulen in Ungarn und Siebenbürgen außerordentlich, besonders unter den Prote-stanten, bei denen auch das Besuchen deutscher, holländischer und schweizerischerUniversitäten ungemein zunahm, obgleich man vorher auch literarische Reisen nachFrankreich, Italien und Polen unternommen halte. Im 17. Jahrh, entstandendie hohem literarischen Anstalten der Jesuiten zu Tyrnau, Presburg, Kaschau,Klausenburg, wovon das erste, nach Aufhebung deS Ordens zur Landesuniver-strat erhoben, 1780 nach Ofen und 1784 nach Pesth versetzt ward; außer wel-cher sodann noch 5 Akademien (d. h. höhere literarische Institute, aus 2 Facultäkenbestehend) zu Presburg, Kaschau, Naab, Großwardein und Agram, fernereinkönigl. Lyceum zu Klausenburg und ein bischöfl. Lyceum zu Erlau errichtet wurden.Gelehrte Gesellschaften konnten, außer der von Konrad Celtes 1497 gestiftetenoder erneuerten Donau-Gesellschaft, die auch keine besondere Früchte getragen hat,in Ungarn und Siebenbürgen nie dauernden Bestand haben, so vielfältig auch dieBemühungen gelehrter Männer waren, dergleichen zu Stande zu bringen. —Schriftsteller, die sich der lat. Sprache bedienten, hat Ungarn und Siebenbürgenin großer Anzahl, und unter diesen viele geistvolle, aus jedem Fache der Wissen-schaften auszuweisen. Schon in den ältesten Zeilen werden lateinisch geschriebeneChroniken und Annalen erwähnt, von denen viele noch handschriftlich in Archivenverborgen liegen, mehre in den Stürmen der das Land verwüstenden Kriege zuGrunde gegangen, nur wenige durch den Druck bekannt, und die wenigsten gehöriggewürdigt und benutzt sind. Zu den im Drucke schon erschienenen gehören der sogen.Xnoaz-mu» Leise LeFl8 Notarius, Simon Keza, Calanus, Thom. Spalaten-sis, Rogerius, Joannes de Kikellö, Laurentius de Monacis u A. Seit dem Endedes 15. Jahrh, zeichneten sich im Fache der Geschichte und ihrer Hülfswi'ssenschaf-tcn nicht nur die in Ungarn lebenden gelehrten Ausländer aus, wie Bonsimus, Ga-leotus, Ranzanus, Ursinus, Brutus, Taurinus, Laszky, Werner, Lazius,Jli-cinus, Sommer, Gabelmann, Typotius, Ens u. m., sondern auch besondersInländer, wie Jo. Thurotzius, Tubero, Flacius, Brodericus, Zermegh, Listhius,Derantius, Forgäcs, Olahus, Sambucus, Scbesäus, Zamosius, Jstvänsi,Petrus de Newa, Pazmanus, Jnchoferus, Nadäst, Frölt'ch, Ratkai, Nädasi,Joannes et Wolfgangus Comites Beilen, Lucius, Toppeltinus, Haner, Matt.Szentivänyi u. A. (s. unten); in der Medicin, Physik, Naturgeschichte, Ökono-m>e: Clustus, Krämer, Perliczy, Möller, Jessenins, Torkos, Molnär, Mit'terpacher, Piller, Köleseri, Weszpremi, Nayger, Pärizpäpai, Benkö, Poda,Born, Hedwig, Lumniczer, Kietaibel, Grossinger, I. B.Horvükh, Domln,Pankl, Schraub u. s. w.; in den philosophischen und mathematischen Wissenschaf-ten Petrus de Dacia, Peurbach, Dudiih, Boscovich, Szentivänyi, Bcrvnyi,Segner, Hell, Makö, I. B. Horväth, Pap Fogarasi, Handerla, Mikovinyi,Rausch, Rozgonyi u. A.; und in der Dichtkunst und Beredtsamkeit Janus Pan-nonius, Ivan. Vitez, Barthol. Pannonius, Jakob und Skeph. Pifo, Zalkän,Olahus, Franc. Hunyabi, Szentayörgyi, Bckenvi, Schesäus, Lang, Verncr,Uncius, Sambucus, Türy, Kassai, Filitzky, Dobner, Bajtai, Mako, Faba,