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11 (1830) T bis V
Entstehung
Seite
470
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470 Umdrehung Umgehungen

Sirenen, dann zur Scylla und Charybdis. Durch Zufall und durch den Zornder Götter hatte er nach und nach alle seine Schiffe und Gefährten verloren. AlsSchiffbrüchiger kam er allein auf der Insel Ogygia an, wo er von der Nymphe Ka-lypso gut aufgenommen wurde und mit ihr fast 8 I. sehr vertraut lebte. Dar-auf ward er nach Scheria, der Insel der Phäakcn, verschlagen. Durch den Bei-stand der Minerva, deren Liebling er natürlich war, mußte ihn hier die schöne Kö-nigstochter Nausikaa finden, die ihn zu ihrem Vater Alcinous brachte. Von hieraus kam er, von Minerva in einen Greis verwandelt, endlich wieder in sein Vater-land zurück, wo er P ene lope (s. d.), die ihm beständig treu geblieben war, unds. Sohn Telemach wiederfand. Diejenigen, welKe während s. Abwesenheit sichum die Hand der Penelope beworben und s. Gut verzehrt hakten, tödtete er. Nacheiner langen friedlichen Regierung ward er in einem Gefechte von seinem mit derCirce erzeugten Sohne durch einen Pfeil tödllich verwundet. Alle Abenteuer desU. und s. Reisen hat Homer in derOdyssee ' besungen, der ihm einen ehrwürdigenCharakter gibt; anders viele spatere Dichter. Die Pseudonyme Schrift (deren Vers.der alte Lechevalier sein soll):lll^-sse-Honrere, ouckuvöritablvanteurckel'lliackevt (ie I-Oilz-ssee, par Konstantin Koliackös , krok. rinn» I-universite ionionne"(Paris 1829, Fol., mit Kpfr. u. Ch.) stellt den Ulyß als Vers. derJliade" undder.Ocyssee" dar!

Umdrehung, Umwälzung, Notation. Wir wissen von unsererErde, daß sie sich in 24 Stunden einmal umwälzt; auch an der Sonne und denmeisten übrigen Haupt- und Nebenplaneten ist eine Notation (man verwechsele diesWort nicht mit Um lauf ss. d/j) beobachtet worden, und bei den übrigen folgernwir sie mit größter Wahrscheinlichkeit. Bei dieser Umwälzung der Weltkörpec be-schreiben ihre Punkte, mit Ausnahme der in der Axe belegeNen, größere oder klei-nere Kreise um diese letztere, während sie selbst insofern ruht. Daß die Umdre-hung der Erdkugel mit vollkommener Gleichförmigkeit erfolge, lehrt uns die Beob-achtung der Fixsterne. (S. Sternzeit.) Über ihren Einfluß auf die Kugelge-stalt der Erde (.Abplattung.

Umgehungen oder Turnierungen nennt man in derKricgssprachealle Unternehmungen auf die Flanken und den Rücken des Feindes, als dessenschwächste Theile, wodurch er entweder von s. Rückzugs- und Subsistenzlinien abge-drängt, oder doch wenigstens auf einige Zeit bedroht und so in (.Bewegungen gestörtwird. Die moral. Wirkung ist dabei gewöhnlich noch wichtiger als die taktische, dennder Umgangene verliert dadurch leicht Muth und Selbstvertrauen, sowie der Umge-hende an beiden gewinnt; daher nicht selten schon die bloße Drohung des Umgan-gcnwerdens hinreichend ist, Truppenabtheilungen, ja selbst ganze Eorps, zum Rück-züge zu nöthigen. Truppen und Anführer, denen ein hoher Grad von Muth undmoralischer Kraft innewohnt, verlieren indeß dadurch nicht sogleich ihre Fassung undHaltung, ja sie imponiren nicht selten dem Feinde durch scheinbaren Leichtsinn, wo-von die Kriegsgeschichte viele Beispiele ausweist. Dessenungeachtet bleiben Umge-hungen von großer Wichtigkeit, und es ist Pflicht der Anführer, sich im voraus mög-lichst dagegen zu sichern. Gewöhnlich ist eine Umgehung mit Angriffen auf dieFront des Feindes verbunden, die entweder Scheinangriffe (kariöse» attagues) oderwirkliche sind, wodurch die Aufmerksamkeit desselben von seiner schwachen Seite ab-gezogen oder wenigstens getheilt wird. Man kann die Umgehungen in strategischeund taktische eintheilen; erstere werden schon bei Anfang eines Feldzugs eingeleitet,da man seine Märsche so einrichtet, daß der Feind von mehren Corps von weitemumfaßt, entweder ohne Schlacht zum Rückzüge genöthigt wird, oder diese unter dennachtheiligsten Verhältnissen antiehmen muß; letztere sind solche, die erst kurz vorder Schlacht oder in derselben durch Entsendung einzelner Corps in den Rücken deSFeindes bewirkt werden. Beide Arten der Umgehungen haben oft nicht bloß den