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gange mit einem ältern Mitschüler, dem gegenwärtigen Hosrath und Pros. derStaalswissenschaften zu Leipzig, Pölitz, in seinem kräftigen Geiste der Entschluß,dereinst dem akademischen Berufe sich zu widmen. 1796 ging er nach Leipzig undbegann mit glühendem Eifer das Studium der Theologie, unter den dortigen Pro-fessoren vorzüglich an den gründlichen und freidenkenden Theologen Keil empfohlenund sich anschließend, sowie zu unermüdeten Privatarbeiten mit seinem Schul-freunde und Stubengenossen, dem jetzigen zweiten Pros. der Theol. zu Leipzig,Domherrn v. Winzer, innigst vereinigt. Bei seinem Examen pro oanäsilatur»im Oberconsistocium zu Dresden, 1799, gewann er den Beifall des berühmtenOberhosprediger Reinhard in hohem Grade, sodaß dieser ihn auffoderte, sogleichin Wittcnberg als akademischer Lehrer aufzutreten, wo er denn auch 1800 mit ei-ner Streitschrift: „Über den Charakter der Paulinischen Epistolographie", dasRecht zu Vorlesungen sich erwarb. Allein schon 1801 nöthigte ihn die Sorge fürMutter und Brüder, seinem kränkelnden Vater als Amtsgehülfs sich zugesellen zulassen und nach dessen bald erfolgten! Tode das Diakonat in seiner Vaterstadt zuübernehmen. Ununterbrochen jedoch setzte er dabei s. theologischen Studien fortund gab 1805 „Geschichte der christl. Apologetik", Th. 1, empfohlen durch eineVorrede von Reinhard, heraus, welche er jedoch, weil sie ihm späterhin in ihrerganzen Anlage als verfehlt erschien, nicht fortsetzte. In dems. Jahre ward er alsordentl. Pros. der Theol. nach Wittenbcrg zurückgerufen und begann aufs Neuemit großem Erfolge seine exegetischen und dogmatischen Vorlesungen, an welche,mit dem 1808 erfolgten Tode von Schröckh, die kirchenhistorischen sich anschlössen,wie er denn auch desselben Gelehrten großes kirchcnhistorischcs Werk vollendete undden letzten Band desselben mit einer gelungenen Biographie und Charakteristik dcSVerfs. begleitete- Hier fand er auch seinen Jugendfreund Pölitz wieder, und in demjetzigen Pros. der Philosophie, Krug zu Leipzig, einen gleichgesinnten neuen, bis zumEnde ihm treu ergebenen Freund. 1809 ward er auf die Universität Leipzig, kurzvor ihrer 4. Secularfeicr, berufen, welche er mit einer begeisterten Predigt eröff-nete, nachdem er seinen Eintritt in die Reihe der akademischen Lehrer durch einescharfsinnige Kritik der hauptsächlichsten dogmatischen Systeme in der protest. Ku-cke gerechtfertigt hatte. Schon bei dieser ging er von den Principien des rationalenSupernaturalismus aus, welche er späterhin in s. „Briefen über Rcinhard'S Ge-ständnisse" (Lpz. 1811) sorgfältiger entwickelte, da Reinhard die völlige Trennungdes Rationalismus und Supernaturalismus von einander als unumgänglich noth-wendig behauptet hatte, wenn beide conseqnent durchgeführt werden sollten. Nichtim Geringsten entfremdete diese Polemik die geistreichen Männer einander, undebenso völlig als trefflich entledigte sich T. der an ihn ergangcnen Auffoderungcn,bei einer in Leipzig veranstalteten glänzenden Tobtenfeier Reinhard's 1812 als des-sen Gedachtnißredner aufzutreten, welche Lobrede in dem 3. Bde. der von ihm un-ternommenen thcolog. Zeitschrift: „Memorabilien für Prediger" (8 Bde., von1811 — 21), aufgenommen ist. Die allgemeine Begeisterung für DeutschlandsBefreiung vorn Franzosenjoch im 1.1813 ergriff auch T., sodaß er den unter denBefehl des Großherzogs von Weimar gestellten sächs. Truppen auf ihrem Zugegegen Frankreich im Jan. 1814 als Feldpropst folgte, während sein von der jetztausgelösten Universität Wittenbcrg nach Leipzig geflüchteter Freund Winzer seineStelle bei der Universität vertrat. Nach der bald erfolgten Einnahme von Parisaber machte er selbst einen kurzen Ausflug dahin, kehrte schon im Anfange desSommers zu seinem akademischen Berufe zurück und legte die Resultate seinesim Kriege auf den Krieg gerichteten Nachdenkens in der gedankenreichen, bei wei-tem nicht nach Verdienst gewürdigten Schrift: „Über den Krieg" (Lpz. 1815),nieder. Um dem hochbejahrten Snperint. Noscnmüller einen würdigen Beistandund einstigen Nachfolger zu geben, berief ihn der Magistrat von Leipzig im Früh-
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