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11 (1830) T bis V
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Typographie Typus

von jeher Räuchcrungen, und in den neuesten Zeiten mit dem größten Nutzen dieGuyton-Morveau'schen mit orydirt salzsauern oder salpetersauern Dämpfen ange-wendet worden. Klebt der Anstcckungsstoff an andern Dingen, z. B. Kleidern,Wäsche w., so müssen diese entweder durch Verbrennen in freier Luft zerstört,oder in sehr heißem oder sehr kaltem Wasser gewaschen, und mit den erwähntensauern Dämpfen durchräuchert werden. Der einzelne Mensch wird sich freilicham sichersten vor Ansteckung schützen , wenn er die Gelegenheit dazu gänzlich ver-meidet und keinen Ort besucht, wo jene sich befindet; indessen ist dies nicht allemalmöglich. Wer aber Typhuskranke besuchen muß, der verweile nicht zu lange beiihnen, vermeide die Berührung, gehe nicht nüchtern oder wenn er noch nicht aus-geschlafen hat, oder wenn er sich in Gemüthsbewegung irgend einer Art, besondersAngst und Furcht, befindet, zu ihnen, räuspere und schnauze sich fleißig, reinigesich durch kaltes Waschen und Ausspülen des Mundes und der Nase mit verdünn-tem Essig, durch Anlegen andrer Kleider. Auch künstliche Geschwüre, Fonta-nelle rc. sind als Vorbeugungsmitkel der Ansteckung empfohlen worden. Ist dieAnsteckung schon geschehen, so läßt sich die Krankheit durch Brechmittel und durchäußere Anwendung der Kälte bisweilen noch unterdrücken. Jedoch muß dirs vordem Ausbruche des Fieberfcostcs geschehen; ist dieser einmal eingetreten, dann istes zu spät, die Krankheit verläuft ihren Stadien gemäß, und andre Rücksichtentreten in Hinsicht auf die Behandlung ein, die nur von einem verständigen und er-fahrenen Arzte gehörig getroffen werden kann. k. k.

Typographie (a. d. Griech.), im weitem Sinne die Duchdruckerkunst;im engern Sinne und wörtlich die Handlung oder Verrichtung, die Typen oder Let-tern zu ordnen, zu setzen und abzudrucken; sie unterscheidet sich in dieser Hinsichtvon der Xylographie und Stenographie, insofern diese es nicht mit beweglichenLettern oder eigentlichen Typen zu thun haben. Die Bedeutung dieses zusammen-gesetzten Wortes ist neu, sowie die Sache selbst. (S. Buchdruckerkunst.)

Typolithcn, Spurenstcine, sind diejenigen Versteinerungen, wo nur dieäußere Form des organischen Naturkörpcrs geblieben ist. Dieser letztere wurdenämlich in der Bildungsperiode der Erdrinde von noch flüssigen, später verhärteten,mineralischen Stoffen umgeben, nicht aber durchdrungen, wie bei andern Verstci-nerungsarten, ging^dann in Verwesung über und hinterließ keine andern Spurenals die seiner Form, an dein umgebenden Mineral. Es wurde die leere Höhlungaber auch oft durch andre anorganische Körper ausgefüllt, welche dann Versteine-rungskerne genannt werden. Die Typolithcn finden sich nur von Conchylien, nichtvon andern Naturkörpern.

Typus, Typik oder Typologie. Typus, ein griech. Wort, dessenAbstammung (von rv?rrcu, ich schlage, stoße) auf die Begriffe: Eindruck, Spurvom Schlag oder Stoß zurückgelassen, führt; und wie nahe liegt hier nicht die Be-deutung: Form, dann Vorbild im eigentlichen Sinne des Worts, durch welchesdas Abgebildete seine Form erst erhält, und das überhaupt nur als solches, undlediglich um dem Abgebildeten Gestalt zu geben, mithin bloß in der Idee da ist. Indieser Bedeutung vornehmlich ist dies Wort In der deutschen Sprache, in vielfacherBeziehung, für Theologie so gut wie für Pathologie und Physik, eingebürgertworden, und unterscheidet sich von Symbol (Sinnbild), welches das Wesen so gutwie die Form der Dinge angeht, hinlänglich, indem es ganz allein auf die Formsich bezieht. So bezeichnet es d nn im Allgemeinsten die Formen, die für die Einzel-wesen als in dem ucbildlichcn Verstaube (meno arelmt/p» nach dem scholastischenAusdrucke) liegend angenommen werden müssen, und welche den Erscheinungen inihrer zeitlichen Geburt aufgeprägt worden sind. Kant hat in einigen Stellen seinerKritik den Ausdruck: Schema, gebraucht, um etwas Ähnliches zu bezeichnen alSwir hier meinen; allein mit Typus darf weder sein Begriff noch dies Wort verwech-