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Typhus
tigkeit aus einer dichten und schwarzen Wolke hervor. Diese Art Wirbelwind hatmit jenen plötzlichen Stürmen im äthiopischen Meere, vorzüglich auf dem Vor-gebirge der guten Hoffnung, welche Travados genannt werden, große Ähnlichkeit.Diese letztem zeigen sich ebenfalls, wie der Typhon, bei stillem und heiterm Wetter,fangen mit einer kleinen schwarzen Wolke an, breiten sich nach einer Stunde überallaus, und zerstören mit größter Wuth die Schiffe und auf dem Lande die Wohnun-gen. Es ist nichts Seltenes, daß in den Monaten April, Mai und Juni an man-chen Tagen 2 — 3 solcher verwüstenden Travatcn, außer dem Cap der guten Hoff-nung auch auf der Küste von Guinea, in Loango und Guardafui entstehen. Wennein solcher Typhon oder Wirbelwind eine Wolke faßt, so entstehen daraus die sogen.Wasserhosen (s.d.). Die Blitze und der schweflige Geruch, welche man bei die-sen Lufterscheinungen wahrnimmt, zeigen wol deutlich, daß hier die Elektricität einemitwirkende Ursache ist.
Typhus , Betäubung) zeigt eigentlich eine Krankheit an, die durchBetäubung und Stumpfheit der Sinne ausgezeichnet ist, und kommt in dieser Be-deutung bei dem Hippokrates vor. Aber theils in den unechten Schriften desselben,theils vom Galen, und ganz besonders in der Kunstsprache der andern Ärzte, wirddies Wort in sehr verschiedener Bedeutung gebraucht; mannigfaltige Fieber werdenbald mit diesem Namen belegt, bald wird auch eine ganze Classe von Fiebern (dieasthenischen oder die Nervenfieber) darunter verstanden. In den neuesten Zeitenendlich stellte besonders Hildenbrand („Über den ansteckenden Typhus", Wien1810), nach dem Vorgänge von Sauvagcs, die erste Bedeutung wieder her, undman versteht jetzt darunter eine selbständige Ficberkrankheit eigner Art, welche an-steckend ist, eigne und bestimmte Stadien durchläuft, und deren einziges bestimm-tes Zeichen in allen Stadien Betäubung mit Wahnsinn ist. Es ist dies die Krank-heit, die in Spitälern und Lazarcthen, in Gefängnissen, Feldlagern, auf Schif-fen und in belagerten Städten so häufig entsteht, und dann bald endemisch, baldepidemisch herrscht und große Verwüstungen anrichtet. Dieselbe Krankheit ist es,die gewöhnlich den Krieg begleitet und deßhalb von Hufeland Kriegspest genanntwird, und welche besonders in dem denkwürdigen 1.1813 mit dem Kriege einengroßen Theil von Europa durchzog, Millionen auf daS Krankenlager, Tausendein das Grab warf. — Die Ursache dieses Typhus ist immer ein Ansteckungsstoff,der sich unter günstigen Bedingungen zu jeder Zeit und an jedem Orte nicht nur er-hält, sondern auch erzeugt. Diese Bedingungen »beziehen sich ganz besonders aufdie Lust, und bestehen in unreiner, zum Einathmen untauglicher (irrespirablcr) Lustjeder Art, sie mag herrühren von den Ausdünstungen stehender Wasser, oder le-bender organischer, besonders thierischer Wesen, oder von der Fäulniß thierischeroder vegetabilischer Körper. Sammeln sich Stoffe der Art an verschlossenen Orten,die mit Menschen überfüllt sind, in einer gewissen Menge an, so bildet sich dar-aus, wenn die Umstände günstig sind, der Typhusstoff, ob unmittelbar in der At-mosphäre, oder in einem menschlichen Körper, in dem jene Ursachen zuerst die Ty-phuskrankheit erzeugt hatten, ist ungewiß; die erwähnten Stoffe aber tragen auchzur Erhaltung und Bekräftigung des Ansteckungsstvffe«, der aus einem krankenKörper ausgeschieden wurde, sehr Vieles bei, sei es, daß sie gute Leiter für densel-ben abgeben, oder daß sie sogar die Wiedcrerzeugung desselben unterhalten und sozur Vermehrung desselben in der Atmosphäre mitwirken. Dagegen gibt es andreUmstände, die feindlich auf den Ansteckungsstoff einwirken, indem sie ihn entwederzerstören oder nicht fortleiten. Dahin gehört eine reine Luft, besonders wenn siesauerstvffceich, oder auch angeschwängert mit salzsauren oder Salpetersäuren Däm-pfen ist. Gewiß ist es, daß er nicht an einen sichtbaren thierischen Stoff (Schleimoder Eiter) gebunden ist, wie z. B. das Lustseuchen- und Pockengift, flüchtigerjst qls diese beiden, und mit der AiMwstunoMaterie her Luft sich mittheilt^ unh