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Typhon (griech.)
Tages ab. Aus diesen ^ Tagen machte er 5 Tage, welche er der Nhea schenkte,und welche von den Ägyptern als Schalttage zur Vollzähligmachung des Jahresgebraucht wurden. Rhea gebar die 3. Classe der ägyptischen Götter, von denenT. am 3. der im Würfelspiel gewonnenen Tage geboren ward. T. strebte nach derHerrschaft, welche sein Bruder Osiris, dessen Gemahlin Isis (s. d.) gewordenwar, über Ägypten führte. Lange ward es von der Isis vereitelt, allein als OstriSvon einer Reise durch die Welt zurückkam, ward er vom T. umgebracht, zerstückeltund in einem Kasten in den Nil geworfen. Während nun T. regierte, legten alleKönige ihre Kronen ab, zum Zeichen, daß sie sich ihrer Herrschaft begeben hatten.Als aber Horus, des Osiris jüngster Sohn, das Jünglingsalter erreicht hatte,überwand er den T. nach einem harten Kampfe und übcrschickte ihn gefesselt seinerMutter, welche ihn aber wieder frei ließ, sodaß der Krieg aufs Neue begann, bisT- endlich im 2. Treffen vom Horus geschlagen wurde. Er setzte nun 7 Tage seineFlucht auf einem Esel fort, und zeugte, als er sich in Sicherheit sah, den Hiero-solymus und Judäus, welche, wie Tacitus meint, die Juden aus Ägypten führ-ten. Dem Horus entging er, indem er sich in ei» Krokodill verwandelte. Nach ei-ner andern Sage überwand ihn Hermes oder Mercur, der ihm die Sehnen aus-schnitt und aus ihnen Saiten machte. Nach Herodot verbarg er sich in dem SeeSerbonis (s. den folg. Art. Typ hon), der deßwegen von den Ägyptern derTyphonische genannt wurde. Seine Gemahlin war seine Schwester Ncphthys.Den Ägyptern war er eine böse Gottheit, von der alles Schädliche und Verderblichein der Natur herrührte. Sein Name soll den schädlichen Südwind bezeichnen, wel-cher die Erde austrocknete; nach A. den Monat der Dürre. Alle verhaßten undunreinen Thiere waren ihm heilig, z. B. der Esel, der Hippopotamus mid dasKrokodill. Man schimpfte und schmähete auf ihn an gewissen Festtagen. Bei über-mäßiger Hitze, Seuchen und andern Landplagen sperrte man einige der ihm heili-gen Thiere an einem dunkeln Orte ein, erschreckte sie durch Drohungen, und wenndies dem Übel nicht abhalf, so wurden sie geschlachtet. Dies that man auch mitrothhaarigen Menschen, welche ihm hrilig waren, weil er selbst rothes Haar hatte.Man bildete ihn gewöhnlich als Esel, Hippopotamus oder Krokodill ab, nicht inmenschlicher Gestalt. Auch hält man ihn für das Symbol des Meeres, das denNil verschlingt.
Typhon (Typhoon, Typhonus, Typhös), nach der griech. Mythologieein Ungeheuer, von dem die Erzählungen der Dichter höchst verschieden sind. NachHesiodus ward es von der Erde und dem Tartarus erzeugt, um sich an den olym-pischen Göttern zu rächen, welche die Titanen und Giganten besiegt hatten. NachHomers Hymne auf den Apollo war J:-:no seine Mutter, welche, dem Jupiterzum Trotz, der die Athene aus sich selbst geboren hatte, auch den Typhon aus sichselbst gebar und ihn von dem Drachen Delphine erziehen ließ. EustathiuS, nochbesser berichtet, erzählt: die Erde habe aus Verdruß über die Niederlage der Gi-ganten Uneinigkeit zwischen Juno und Jupiter gestiftet. Jene beklagte sich deßhalbbeim Saturn, der ihr 2 Eier gab, welche sie auf die Erde legen sollte. Das ausihnen herauskommende Geschöpf würde mächtig genug sein, den Jupiter vomThrone zu stoßen. Juno legte diese Eier auf dem Gebirge Arima in Eilicien nie-der, versöhnte sich jedoch mit ihrem Gemahl und entdeckte ihm Alles, worauf ersich mit seinen Blitzen gegen das Ungeheuer, dessen Geburtsort nach den Meiste»Eilicien war, rüstete. Pindar läßt den Typhon dort in einer Höhle leben, welcheTyphoneum hieß und mit giftigen Dämpfen angefüllt war. Das Ungeheuer warschrecklich, und größer und stärker als alle, welche die Erde geboren hatte. Bis zuden Hüften war es menschlich gestaltet. Sein Haupt berührte die Sterne. DieArme reichten vom Aufgang bis zum Niedergang. Statt der Finger gingen ausden Händen 100 Drachen hervor, und um die Hüften wanden sich Schlangen in