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Tutel
Twiste
Eirce erbaut worden. Auf dem classischen Boden des alten Tusculum liegt die Ru-finella, ein Landgut, welche- Lucian Bonaparte dem gewesenen Könige v. Sardinienverkaufte. Die seitdem unterbrochenen Ausgrabungen ließ der jetzige Besitzer dieserVilla, der regierende König v. Sardinien, 1825 fortsetzen.
Tutel, s. Vormundschaft.
Tutti (ital.) bedeutet: Alle, und zeigt in der Musik an, daß alle Instru-mente oder Stimmen einer Gattung eintreten sollen. Der Tuttigesang und dasLuttispiel erfodern nicht die feinere Ausbildung, als das ihm entgegengesetzte Solo- ?spiel. Hier kann sich der Spieler und Sänger auch mehr auf Andre stützen. Indes-sen wird jetzt doch mehr als früher von einem Ripicnisten verlangt.
Twiste. Das berühmteste Baumwollengarn ist das englische beson-
ders seit der Zeit, wo es auf Maschinen gesponnen wird und deßhalb Maschinen-garn heißt. Es zeichnet sich vor allem übrigen in Europa durch Feinheit, Glatteund Gleichheit der Fäden aus. Das stärkste wird Wassergarn (vater trvist), dieandre, weniger gedrehte Sorte Mulegarn (mulo trvi«t) genannt. Die Spulenma-schincn, welche (nach geschehenem Verspinnen auf der Vorspinnmaschine) den Twistliefern, heißen Mulemaschincn (inulech. Zum Einschlaggarn oder West (vekr)hat man die Jenny-Maschine (s. d.). Das Garn oder der Twist wird aufge-haspelt. Die Haspeln haben 54 Zoll im Umfange. 54 engl. Zoll oder 14 PardMachen einen Faden (tin eall); 80 Fäden machen ein Unterband (lea oder rrrsp);
7 Unterbänder machen eine Zaspel (Iianic), und LOZaspel einen Strang («iotting). 'Zür Erleichterung solcher Berechnungen gibt es in Englands Fabriken eigne ge-druckte Tafeln. Wassergarn hat einen fester» Faden und ist theurer als Mulegarn.
Es wird daher meistens zur Kette gebraucht. Die geringste Baumwolle, welcheman zu Wassergarn spinnen kann, ist die westindische, die beste aber ist die brasili-sche; smyrnische und andre levantische sowol als auch Suratebaumwolle lassen sichgarnicht zu Twist spinnen. Wassergarn kann nicht höher als ungefähr bis Nr. 50gesponnen werden. Die niedrigste Sorte ist Nr. 10. Mulegarn hat einen wei-chern , nicht so stark gedrehten Faden. Man gebraucht es daher am meisten zumEinschlage. Zu allen Mousselinen aber gebraucht man das Mulegarn nicht bloßzum Einschlage, sondern auch zur Kette. Von Nr. 40 an bis zu Nr. 200,250,auch wol 300 wird das Mulegarn gesponnen. Manche spinnen dieses Garn sofest, daß es dem Wasscrgarne nahe kommt und alle Operationen des Färbers aus-halten kann. Daher findet man auch auf solche Garnpäcke die Worte: >Vsrran-teck Z'urlcv)- rock geschrieben. Dies versteht sich indessen bloß von Nr. 40—60.Mulegarn von Nr. 40—50 kann aus westindischer Baumwolle gesponnen wer-den; Nr. 70—120 aus Gcorgiabaumwolle. Um höhere Nummern zu spinnen,muß mansogenannteostindischcBaumwolle nehmen. Diese kann man ungefähr zuNr. 300 bringen. West dient bloß zum Einschlage. Der Faden ist ganz weichund läßt sich leicht in Fäserchen auseinanderrupfen. Aus allen Sorten von Baum-wolle wird West gesponnen, je nachdem die Waare fein oder gering werden soll.Man darf aber ja keine Sorte Baumwolle mit einer andern vermischen; dennzweierlei Sorten nehmen nicht immer dieselbe Farbe an, daß also leicht eine un-angenehme Ungleichheit der Farbe entstehen könnte. Indessen lassen sich alle Ac-ten levantischcr Baumwolle zusammen färben und können mithin auch ohne Unter-schied zusammen gesponnen werden. Wassergarn wird in Päckchen von 10 Pfund,Mulegarn zu 5 oder 6 Pfund eingepackt. Jenes wird mit grauem, und dieses erstmit weißem oder hellblauem und dann mit grauem Papier umwickelt. Die Päck-chen werden mittelst einer besondern Packmaschine ganz fest zusammengeschraubt.Wenn West verschickt werden soll, so wird es gemeiniglich gehaspelt. Dieses istaber sehr unnöthig. Denn wenn Weftgarn gewebt werden soll, muß man es dochwieder aus Spule» bringen. Am besten geschieht daher die Versendung in Kops,