Turpi'n
Tusculanum, Tusculum
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(früher Lehrer der Gymnastik zu Hofwyl) ein Gymnasium in London. Endlichsiel es 1827 auch den Britinnen ein, das Turnen u. d. N. kallisthenische Übungenzu treiben, welche eine Miß Maria Mahon leitet. Jetzt werden in Preußen gymna-stische Anstalten mit den meisten öffentlichen Schulen verbunden. — Empfehlungverdient die „Elementargymnastik rc." nach Elias und GutsMuths, von E. Poung,Obersten und Commandanten des Militairinstit. zu Mailand (Mailand 1827), so-wie Eh. Londe's „0)'iun»8tigue inuälcvle, ou I'oxervioo appligae aux or^anes,Ie I'komme, ck'apres los loix <lo l'li^Aieno , <lo Is pli^sioloAlo et «le In tlrera-peutiguo".
Turpi'n, s. Ritterwesen (Nitterromane).
Tusch. Dieses bekannte Farbematerial, in viereckigen Tafeln, mit chinesi-schen Charakteren bedruckt, hat das Eigenthümliche, daß es sich mit Wasser äußerstleicht abreiben läßt und alle Schattirungen von dem schwächsten Grau bis zur voll-kommensten Schwärze gibt, daher es von den Zeichnern so allgemein gebrauchtwird. Die Art der Zubereitung ist den Europäern lange unbekannt gewesen, ob-schon man aus dem Übeln Geruch eines längere Zeit gestandenen Aufgusses auf Tu-sche und aus der Anlockung der Fliegen wol geschlossen, daß ein thierischer Leim denschwarzen Farbestoff verbinde. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Ruß von ver-brannten feinen Pflanzenölen, besonders von dem Sesamöl, den Hauptbestandtheildes Tusches ausmache. Welcher thierische Leim aber dazu genommen werde, istnicht ganz ausgemacht. Um den Geruch des Letztcrn zu unterdrücken, setzt manwahrscheinlich etwas Moschus und andre wohlriechende Sachen hinzu. Die euro-päischen Nachahmungen können nicht gelingen, weil es uns an den seinen Pflan-zenölen fehlt, deren Ruß der Grundstoff des Tusches ist, und weil wir die Naturdes thierischen Leims, als des Bcrbindungsmittels, nicht kennen.
Tuschmanier, beim Zeichnen (franz. «lossin au lavis), bildet den Über-gang aus dem trockenen Zeichnen mit Kreide oder Stiften in das Malen. Es istdie Hauptsache bei der Tuschmanier, die Lichter von dem reinen weißen Papier, wel-ches den Grund bildet, wohl auszusparen, Alles recht weich und duftig anzulegen,so lange die Schatten noch naß sind, sie zu verwaschen, um die Übergänge in dasLicht ganz zart und verschmolzen herauszubringen, sie dann aber nicht eher wieder zuberühren, bis sie ganz trocken sind, und dann allmälig durch das stufenweise Auf-tragen von stärker» Schattentönen die dunkeln Massen herauszubringen und diekleinern Partien hineinzuzeichnen. Durch ein sanftes Schrafsiren und ein ver-schmelzendes Überarbeiten mit weichen Punkten werden die Schattentheile, die erstin ganzen Massen angelegt wurden, ausgeführt und vollendet; sie bekommen da-durch die Durchsichtigkeit, die allein Rundung und Tiefe hervorbringen kann. Einzarter genauer Umriß, weiche saftige Schatten, zuletzt recht markige Drucker in dendunkelsten Stellen und recht rein erhaltene Lichter in den hellsten machen eine schönegetuschte Zeichnung. Das Papier muß zum Tuschen auf ein Rcißbret gespanntwerden. Die Münchner Haarpinsel sind am besten zum Tuschen zu gebrauchen.Alles, was hier von dem Tuschen gesagt ist, gilt auch für die jetzt beliebte Sepia-manier. (S. auch Sepia und Aquatinta.)
Tusculanum, ein berühmtes Landhaus, welches Cicero in der Nahe derStadt Tusculum hatte. Cicero verweilte hier am liebsten und verschönerte es nichtnur mehr als s. übrigen Landhäuser und Güter, sondern gab hier auch Unterricht inder Philosophie und untcrredete sich mit s. Freunden und Schülern über Das, waser in s. nach diesem Orte benannten tusculanischcn Quastionen niederschrieb. —T u s c u l n m (jetzt Frascati), eine von den Hauptstädten des alten Latiums, lag vonRom gegen N. in einer angenehmen Gegend, weshalb die Landschaft von hier bisRom so mit Gärten und Villen angefüllt war, daß sie einem zusammenhängendenAmen glich. Nach der Fabel ist Tusculum von dem Sohne des Ulysses und der
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