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11 (1830) T bis V
Entstehung
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421
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Turban

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Turenne

nel ist gangbar. Vgl.Die Brücke oder der Tunnel unler der Themse in London"(Leipz. 1827, 4 , m. Kpsrn.). Im Oct. 1828 mußte man die Fortsetzung diesesBaues wegen Mangel an Fonds aufgeben. Auch das Alterthum kannte einensolchen Tunnel. Strabo erzählt, daß zu Babylon ein unterirdischer gewölbter Gangunler dem Euphrat vorn königl. Palaste zum Tempel des Belus ging, der 15 Fußweit und 12 Fuß hoch war; die Breite des Euphrat an dieser Stelle war ein Sta-dium (625 F). Der Euphrat wurde aber, als man den Tunnel zu Babylon baute,abgeleitet, wie Herodot erzählt.

Turban (türkisch Duldend, Tulbend) ist eine Kopfbedeckung, welche dieTürken und die meisten morgcnländischen Völker tragen. Er besteht aus einemStück Leinwand oder Tastet, welches 4 Mal um eine Art Mühe gewickelt ist (daherauch Bund genannt). Des Sultans Turban ist sehr dick, mit 3 Reiherbüschcnnebst vielen Diamanten und andern Edelsteinen geziert, und die Türken halten ihnso sehr in Ehren, daß sie kaum es wagen, ihn anzurühren. Ein besondererBeamter,Tulbend-Aga, verwahrt ihn. Der Großvesiec hat auf seinem Turban 2 Reiher-büsche ; geringere Befehlshaber führen deren einen oder auch keinen. Die Emirntragen grüne Turbane. Dieses Vorrecht haben sie als Anverwandte von Moham-med und Ali.

Turenne (Henri de la Tour d'Auvergne, Vicomtc de), fcanz. Feld-herr, geb. 1611 zu Sedan, der zweite Sohn Henris de la Tour d'Auvergne, Her-zogs von Bouillon, und der Elisabeth, Tochter Wilhelms!., Fürsten von Dra-men. Des jungen T. Lieblingsbuch war das Leben großer Feldherren, besondersdie Geschichte Alexanders, von Curlius. Unter seinem Oheim, dem Prinzen Mo-ritz von Nassau, zum Krieger gebildet, erhielt er 1634 ein französisches Regiment,diente bei der Belagerung von Lamothe in Lothringen, unter dem Marschall laForce, und nahm eine Bastion weg, deren Einnahme dem Sohne des Marschallsfehlgeschlagen war. Er ward dafür zum Marechal de Camp ernannt, und da erauch bei der Einnahme von Breisach wichtige Dienste geleistet hatte, so bot ihmder Cardinal Richelieu eine seiner Nichten zur Gemahlin an, welche T. aber ausAnhänglichkeit an die reformirte Religion, worin er erzogen war, ausschluq.1639 ward er nach Italien geschickt, wo er die Belagerung von Casale aufhobund bei Montcallier die Feinde schlug, während der Marschall v. Harcourt Turinbelagerte. 1643 eroberte er Rvussillon und erhielt dafür 1644 den Marschallsstabund den Oberbefehl des Heeres in Deutschland. Er ging über den Rhein, sch-.ugdie Baiern unter Mercy und vereinigte sich mit dem Herzog von Enghien, ward1645 bei Mergentheim (Marientbal) geschlagen, gewann aber 3 Monate späterdie Schlacht bei Nördlingen. 1646 vereinigte er sich, nach einem Marsche von150 sranz. Meilen, mit den Schweden unter Wrangel, schlug in Verbindung mitdiesem die Baiern bei Zusmarshausen, fiel in Baiern ein und zwang den Herzog,um Frieden zu bitten. Als dieser Fürst nachher den Vertrag brach, ward sein Heerabermals von T. geschlagen, und er selbst aus seinem Lande vertrieben. In demKriege derFronde (s. d.) (1649) ward T. zuerst von dem Herzoge von Bouillonfür im dem Hofe entgegenstehende Partei gewonnen. 1650 von dem Marschall duPlessts-Praslin bei Rhetcll geschlagen, gestand er freimüthig, diese Schlacht durchsein eignes Versehen verloren zu haben: denn, setzte er hinzu, wenn Jemand kei-nen Fehler im Kriege begeht, so ist es ein Beweis, daß er noch nicht lange dabeigewesen ist. Der spanische Hof sandte ihm, um ihn zur Fortsetzung des Kriegesaufzumuntern, 100,000 Kronen, die T. aber, in der Erwartung einer Aussöh-nung mit der Hofpartei, zurückschickte. Diese Aussöhnung erfolgte auch wirklich1651, und T. ward nunmehr zum General des königl. Heeres ernannt. Seingroßer Gegner war der Herzog v. Enghien, nachmals Prinz v. Condv, der in spa-nischen Diensten war. Mit abwechselndem Glücke führten diese beiden Feldherren