Tuiscon
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Tula
entgegengesetzte Seite hat nur 3 Pavillons. In dem Pavillon der Flora wohnteehemals Napoleon, später Ludwig XVlll. Das Äußere der Tuilerien ist ohne ge-hörige Harmonie, weil zu verschiedenen Zeiten und nach sehr verschiedenen Rissendaran gebaut worden ist; aber das Innere ist prachtvoll. Die vorerwähnte Gale-rie, welche die Tuilerien mit dem Louvre verbindet, ist an der Seite der Seine voll-endet; der untere Theil derselben besteht aus offenen Bogen, im obern Stockwerkist die Bildersammlung. Die zweite Galerie, nach dem Platz Rivoli und der StraßeSt.-Horror« zu, wurde von Napoleon 1808 angefangen, ist aber nicht vollendetworden. Um Platz dazu zu gewinnen, wurden viele Häuser und ganze Straßenniedergerissen. Dem Palast der Tuilerien schließt sich gegen Westen der Garten an,der ein Viereck bildet, so breit als das Schloß selbst, und 1800 Fuß lang; sein Flä-chenraum soll 67 Arpens betragen. Auf 2 Seiten wird er von langen Terrassen,unter welchen die nach der Seine zu gelegene eine besonders schöne Aussicht gewährt,und von eisernen Gittern eingeschlossen. Dieser Garten, den Ludwig XdV. durchden berühmten Lenotre anlegen ließ, ist in den neuern Zeiten sehr verschönert wor-den, in franz. Geschmacke, und enthält Orangen-und andre Alleen, schattige Baum-partien, Rasenstücke mit Blumen und blühenden Gesträuchen, Springbrunnen undWasserbecken mit Schwänen und Goldfischen, eine große Menge Basen und mehrals 60 Statuen, größtentheils nach Antiken geformt. Er ist den ganzen Tag übermit Spaziergängern aus allen Volksclasssn angefüllt. Zur Bequemlichkeit sindStühle, und zur Unterhaltung alle öffentliche Blätter um einen geringen Preis zuhaben. Auch ein ansehnliches Caffeehaus ist hier, bei der Terrasse Rivoli, ehemalsder Feuillants (weil die gemäßigte republikanische Partei dieses Namens hier ihreSitzungen hielt). An dem Hofe der Tuilerien, nach der Stadt zu, und von demsel-ben durch einen schönen Triumphbogen und ein Gitter abgesondert, ist der Carrou-selplatz. Er hat s. Namen von einem Carrousel, das Ludwig XlV. 1664 hier gab.Napoleon vergrößerte ihn, indem er viele der benachbarten Häuser niederreißen ließ.Der Platz hat dadurch ein freieres Ansehen bekommen, ist ungefähr 400 Schrittebreit, und es ist öfters über mehr als 15,000 Mann Revue daselbst gehalten wor-den.— Cabinet der Tuilerien. Dieser Ausdruck wird von dem System undder Handlungsweise der franz. Regierung in Rücksicht der auswärtigen Mächte ge-braucht, wie man z. V. die engl. Regierung das Cabinet von St.-James nennt.Als der alte königl. Hof unter den 3 letzten Ludwigs zu Versailles residirte, brauchteman de:.- Ausdruck: Cabinet von Versailles. Als Napoleon, als erster Consul,seinen Aufenthalt zu St.-Cloud nahm, sagte man: das Cabinet von St.-Cloud.In der Folge war die gewöhnliche Residenz in den Tuilerien, und nun hieß es: dasCabinet der Tuilerien.
Tuiscon (Taut, Teut, Tot, Theot rc.), bei den nordischen Völkern, denGalliern und Deutschen, die Gottheit, der sie ihr Dasein zuschrieben; nach Tacitus,„Oorm.", 2, der erdentsprossene Gott; Titze erklärt den Tuiscon durch die Sonne,den Mannus durch den Mond. Andre verstehen das Letztere von den Menschen.(S. Thuiscon.)
Tula, eine wichtige Handels - und Fabrikstadt in Rußland, ehemals zummoskowschen Gouvernement gehörig, seit 1783 aber die Hauptst. eines besondernGouvern. gl.N., am Flusse Upa, welcher hier die Tuliza aufnimmt, mit 3500 H.und 30,000 Einw. Die Stadt enthält 26 Kirchen, 2 Klöster, 17 Armenhäuser,ein Seminar, ein Schauspiel-, ein Finde!- und ein Zuchthaus. Die dortige Ge-wehrfabrik ist die wichtigste in ganz Rußland und beschäftigt über 5500 Menschen;sie gehört der Krone eigenthümlich und versorgt die ganze Armee mit Waffen. Sieliefert nicht blos Flinten und andre Gewehre von großer Schönheit und Güte, son-dern auch seine Eisen-, Stahl - und Galanteriewaaren. Es sind hier überdies 2Eisengießereien, 600 Schmieden, Gerbereien, Justcnsabriken, Talgschmelzcreien,Conv.-Lex. Siebente Lufl. Bd.XI.-j- 27