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11 (1830) T bis V
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Trugschluß Trunkenheit

ein eignes Insekt, eine Flicgenart, über der Stelle schwärme, wo Trüffeln liegen.Wenn eS zu Ende Aug. und im Scpt. anhaltend regnet, so vermehren sich die Trüf-feln ungemein. Die vorzüglichsten kommen aus Italien, besonders aus Piemont,wo daS Stück bisweilen mehre Pfund wiegen soll.

Trugschluß wird oft gleichbedeutend mit Fehlschluß (Paralogismus) ge-braucht, insofern es ein in der Form oder dem Inhalte falscher Schluß ist. Jenachdem Man sich hierbei irrt, oder auch Andre täuschen will — ist der falscheSchluß Jrrschluß, Fehlschluß, Paralogismus; oder Trugschluß, Sophisma,-sptio, esrillatio Im engern Sinne. Bei den formalen Trugschlüssen in weite-rer Bedeutung liegt das Falsche entweder mehr im Ausdruck («ogllisma «livtiom's),oder in dem Gedanken selbst (»ogbisina extra ckiotionem). Das Erste kommt vor,wo ein Wort, welches unter den wesentlichen Bestimmungen des Schlusses vor-kommt, doppelsinnig ist. Bei den matcrialfalschen Schlüssen sind diese Bestim-mungen selbst falsch, Indem z. B. etwas als Allgemeines oder als Ursache angege-ben wird, was es nicht ist. — In der Mu si k ist Trugschluß ein täuschender Ton-schluß. (S. Cadenz.)

Truhten, s. Druiden.

Trunkenheit, der Zustand, in welchen der Mensch nach dem verhältm'ß-mäßig zu starken Genusse weingeisthaltiger Getränke verfällt. Sie tritt allmäligei», und kann in verschiedenen Graden stattfinden. Im ersten Grade ist der Mensch,was man weinwarm nennt. Der Umlauf des Bluts ist zwar um etwas lebhafter,sodaß die Erzeugung der Warme wie überhaupt beinahe jede Funktion freier undleichter von statten geht, doch noch nicht bis zum Übermaß, sodaß sie noch nicht An-häufung In den Lungen oder im Gehirn erregt. In diesem Grade sind einige Sec-lenvermögen freier, die Thätigkeit einiger erscheint erhöht, das Bewußtsein ist nochnicht angegriffen. Die Phantasie, das Vermögen der Bildersprache, das Gefühlder eignen Kraft, der Muth des Menschen zeigen sich verstärkt. In dem zweitenGrade ist die Einwirkung auf das Gehirn starker. Die Temperamentsstimmungdes Gemüths wird bedeutend erhöht, die Fehler des Temperaments, welche dernüchterne, besonnene Mensch zu beherrschen und zu verbergen weiß, offenbaren sichdeutlich, die Thür zu den verborgensten Geheimnissen ist eröffnet, die unüberlegtenNeben strömen zu dem beredten Munde heraus, und schon fängt der Mensch an,die Federungen deS Wohlstandes und der Schickli'chkei't außer Acht zu lassen. Imdritten Grade steigt dies Alles noch höher, das Bewußtsein wird noch mehr ver-mindert, das Gleichgewicht des Körpers geht verloren, indem ein Zustand vonSchwindel in dem Gehirn erzeugt wird. Von diesem geht es dann schnell inden vierten Grad über, in welchem die Seele gänzlich von dem Tumulte der auf-geregten physischen Kräfte überwältigt wird; alles Bewußtsein geht verloren, dieSprache verwandelt sich in ein unverständliches Lallen, der Mensch besinnt sichnicht mehr darauf, wo er ist; das Gesicht ist glühend roth, die Augen sindvorgetreten, der Schweiß läuft ihm über den Körper, er verfällt in einen tiefen,dem Schlagfluß ähnlichen, betäubenden Schlaf, in welchem er auch sterben kann,wenn nicht die Naturkräftc auf schon oben erwähnte Art sich helfen. — Die Trun-kenheit zu verhüten, hat man sonst verschiedene Mittel empfohlen, z. B. einigeLöffel voll Mandelöl vor dem Trinken zu nehmen, Mandeln, besonders bittere,zu kauen und zu genießen, im Anfange nicht zu schnell hinter einander, sondernnur allmälig und in kleinen Massen, auch nicht bei nüchternem und leerem Ma-gen zu trinken, mit den Getränken nicht zu wechseln. Alle diese Mittel könnenbei mäßigen Trinkern die höhern Grade der Trunkenheit verhüten; indessen ver-mögen auch sie nichts gegen einen zu großen Schwall von erhitzenden Getränken.Der Cholerische kann am wenigsten vertragen, er wird bald vom Weine überwäl-tigt, fängt fir der Trunkenheit Zank und Direkt an und kommt schnell zu den h§«