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11 (1830) T bis V
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Taufe

fehl als Reserve zugewiesen ward. In diesem Verhältnisse nahm er an dem Siegevon Großbecren insofern nur mittelbar Theil, als er auf dem linken Flügel desHeeres bei Vlankenfelde die Angriffe des überlegenen 4. franz. Corps (Bertrand)zurückwies. Wenn die Ergebnisse dieses Kampfes auch nicht besonders glänzendwaren, so sind sie doch als sehr wesentlich zu betrachten; denn ohne die ausharrendeVertheidigung jener Stellung wäre wenigstens ein so entscheidender Sieg beiBeeren nicht denkbar gewesen. Fast ebenso verhält es sich mit s. Theilnahmean dem glorreichen Siege von Denncwitz; denn nachdem eine seiner Brigadenam 5. Scpt. bei Zahne der von Wittcnberg vordringenden Ney'schcn Armee fe-sten Widerstand entgegengesetzt und dadurch des Feindes Meinung, er habe dieHauptmacht der Verbündeten vor sich, bestärkt hatte, mußte sein Corps, am fol-genden Tage vorwärts Jüterbogk aufgestellt, eine Zeit lang den überlegenen An-griff aushalten und ward auch zurückgedrängt. Während dieses Kampfes war aberdas Bülow'sche Corps in des Feindes linker Flanke angekommen, das Gefechtwendete sich nun hauptsächlich gegen sie und ward auf die bekannte ruhmwürdigeWeise beendet. Tauenzien gerieth am Tage vorher, von einer Berathung mit demGen. Bülow zurückkehrend, in die auf dem Marsche befindlichen feindlichenTruppen und rettete sich nur durch Geistesgegenwart, indem er sich für einen franz.Gen.ausgab, vor der Gefangenschaft. Als sich nach der Schlacht von Dennewitz dieNordarmce der Elbe näherte, deckte der Graf T. ihren linken Flügel, und folgte ihrdann am 5. Oct. bei Roßlau über diesen Fluß. Da aber die schlesischcund Nord-armee vereinigt am 11. Oct. über die Saale gingen, um Bonaparte auszuwei-chen, ward sein Corps, um die Brücke bei Roßlau und zugleich Brandenburg,besonders aber die Hauptstadt, zu decken, bei Dessau zurückgelassen. Als sich nunbald 2 franz. Colonnen (das 4. und 7. Corps) gegen Dessau und Wittcnberg be-wegten, zog sich der Gen., nachdem er das Blockadecorps von Wittenberg aufge-nommen, über Zerbst und Görzke nach Baumgartenbrück bei Potsdam, wo er inder Nacht zum 15. Oct. ankam und, nicht wissend, daß bereits alle franz. Corpswieder zur Schlacht bei Leipzig zurückberufen waren, zur Deckung der Haupt-stadt mehre Tage stehen blieb, die indessen zur Wiederherstellung der Beklei-dung der Truppen benutzt wurden. Wie nun die siegreichen Heere dem Rheinszueilten, ward ihm die Belagerung von Torgau und Wittcnberg, sowie die Blo-ckade von Magdeburg übertragen. Ersteres ergab sich, nach lebhaftgeführter Be-lagerung und Beschießung, am 26. Dcc., und die Besatzung ward kriegsgefangcn.Wittenberg, bis dahin eigentlich nur blockirt, wurde nunmehr ernstlich belagertund in der Nacht zum 13. Jan. 1814 durch den Gen. v. Dobschütz mit Sturm ge-nommen. T. ward mit dem Großkreuz des eisernen Kreuzes belohnt, und seinemFamiliennamen (bei der spätern Erhebung mehrerHeerführer in den Grafenstand)der Name Wittenberg hinzugefügt. Den Rest des Feldzugs füllt die Blockade vonMagdeburg aus, wo er am 24. Mai 1814 einzog. Dort wird zum Andenken s.Feldhcrrnbinde aufbewahrt; er selbst wand sie um 2 Spieße von Landsturmmän-ncrn. 1815 erhielt der Graf T. das 6. preuß. Armeecorps, welches, nebst dem5. an der Elbe zurückgehalten, erst nach der Schlacht von Waterloo nach Frank-reich zog, und dort in die Bretagne verlegt wurde. Der König beschenkte ihnnach beendigtem Feldzuge mit einem ansehnlichen Grundbesitz an der Oder beiZüllichan und übertrug ihm den Befehl über das 3. Armcecorps. Er starb zuBerlin am 20. Fcbr. 1824.

Taufe. Die religiöse Bedeutung, welche die ursprünglich nur zur Ge-sundheitspflege vorgeschriebenen Abwaschungen in reinem Wasser (Lustrationen)b ^- den Morgenlandern von Alters her hatten, gab das mosaische Gesetz auch den beiden Juden eingeführten Reinigungen, und schon in der vorchristlichen Zeit wardjeder zum Jrrdeitthum übergehende Heide picht pur beschnitten, syndcm auch ge-