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11 (1830) T bis V
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Tataren

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spielungen, die recht eigentlich die Würze ausmachen und damals leicht verstan-den wurden, von uns nur mittelst weitläufiger Erörterungen aufgefunden werdenkönnen. In den von Bartol. Gamba (Venedig 1827) herausgeg. „Iwttre <1i^leos. 1's8soni"' sind die kühnsten Briefe desselben nicht enthalten. K1.

Taste, Tastatur (so viel als Claviatur), s. Clavis.

Tasten, Tastsinn, s. Sinne und Gefühl.

Tasteninstrument. Hierzu gehören sowol einige Saiteninstrumente,wie Pianoforte, Elavierw., als auch Blasinstrumenle oder Pfeifcnmstrumente,wie die Orgel; ja auch einige Instrumente, bei welchen der Ton durch Reibungvon Holz, Glas rc. hervorgebracht wird.

Tatarei, das Land der Tataren. Man unterschied ehemals die europäi-sche oder klnne und die asiatische oder große Tatarei. Zu jener rechnete man dieKrim, das Land der nvgaier Tataren, der butschiakischcn Tataren oder Bessara-bien und einen Theil des Landes zwischen dem Dniester und Dnepr oder die otscha-kowsche Provinz. Nachdem aber (seit 1784) alle diese Länder unter die Oberherr-schaft Rußlands gekommen sind, hat die ehemalige Benennung der europäischenTatarei aufgehört, und sie bildet das von Paul I. sogen. Neurußland, jetzt die 3Statthalterschaften Taurien (s. d.), Cherson oder Nikolajew (904IJM. mit300,000 Einw. und den Städten: Eherson, Oczakow und Odessa) und Jekate-rinoslaw, auch Ekaterinoslaw (1510 HjM., mit 560,000 E.). Außer den Tata-ren leben hier Leute aus verschiedenen Nationen, die größtcntheils durch den Han-del dahingezogen worden sind: Russen, Griechen, Juden, deutsche Colonistenu. A. — Die asiatische Tatarei, ihrer Ausdehnung wegen die große genannt,grenzt an die Provinzen des asiatischen Rußlands, Persten, Tibet und das chine-sische Reich. Der nördliche Theil derselben (Dschagatai) enthält große Steppen;ein Theil der Einw. zieht als Nomaden umher. Die-Völkerschaften, welche diesenTheil bewohnen, sind sehr von einander verschieden; sie leben größtentheils untereignen Fürsten (Kdans); einige derselben stehen jetzt unter russischem Schutze.Der südliche Theil der großen Tatarei heißt die große Bucharei (s. d.). Untermehren Handelsstädten ist Samarkand (s. d.), ehemals die Residenz Timur's,eine der vorzüglichsten. Die kleine Bucharei steht unter chinesischer Oberherrschaft.

Tataren, ein zahlreiches, in Europa und Asten in vielen Zweigen, unterverschiedenen Benennungen verbreitetes Volk, dessen eigentlicher Name Turk oderTurkomanen war. Einst herrschend und als Eroberer das Schrecken ihrer Nach-barn, nicht ohne Bildung, wovon noch Überreste und Denkmäler sich finden, ge-horchen sie jetzt großentheils fremden Regenten. Nur in einigen Gegenden Asiens,die für den Eroberer wegen ihrer Unfruchtbarkeit nicht anlockend, oder wegen ihr- rEntfernung nicht wohl zugänglich waren, haben sie noch ihre Unabhängigkeit be-hauptet, sind aber auch deßwegen weniger bekannt geworden. Durch ihre großeAnzahl, an 3 Milk. Köpfe, machen sie ein Hauptvolk unter den Bewohnern Ruß-lands aus. Die meisten tatarischen, zu Rußland gehörigen Horden sind in densüdlichen Provinzen des Reichs eigentliche Staatsbürger, in festen Sitzen und miteinigen sehr vervollkommneten Gewerben; sie sind stille, friedfertige "und fleißigeMenschen, die zum Anbau des Landes beitragen. Einige tatarische Colonien sindin dem Gouvernement Orendurg, Kasan und Tobolsk unter russische Dörfer zer-streut; mehre Horden gehören bloß als abhängige Schutzverwandte zum russischenReiche. Die verschiedenen im russischen Reiche lebenden tatarischen Volkszweigesind: die eigentlichen Tataren, die Nogaier, Baschkiren, Kirgisen, Jakuten undTeleutcn. Die eigentlichen Tataren sind Abkömmlinge der beiden großen Horden,welche die Nachfolger Dschingis-Khans in Sibirien und an der Wolga errichteten.Zu ihnen werden die kasanischen, astrachaniscken und taurischcn Tataren gerech-net. Bei diesen Stämmen ist noch die wahre Nationaleigenthümlichkeit, auch imAußer», bemerkbar. Der echte Tatar ist wohlgebildet, von mittler Größe, schlank,