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der die Mittel zum Widerstände gegen Gefahren besitzt, so kann sie doch allerdingsauch durch Gewöhnung und Ireflexion ausgebildet und weiter entwickelt werden.Vorzugsweise wird sie als Lugend des Kriegers betrachtet, der sein Leben aus dasGebot des StaatS den drohendsten Gefahren preisgibt, aber sie ist nicht Tugend,wo sie nur ehrsüchtige Kühnbeit ist.
Tappe (AugustWilhelm), I)., Professor an der k. sächs. Forstakademiein Tharant, ist am 9. Dec. 1778 in Hanovcr geboren. Er nahm 1802 in Göt-tingen einen Ruf nach Rußland an. Auf der Universität Dorpat hielt er zuerstVorlesungen über den Horaz; seit 1804 ward ihm der Lehrstuhl für Philologieund Religion am Gouvernementsgymnasium zu Wiburg im Großherzogth. Finn-land übertragen. Hier seit 1809 auch functionircnder Director, begann er, schonim 28. Lebensjahre, das Studium der russischen Sprache. 1810 folgte er einemRufe nach Petersburg, an das deutsche Hauptinstitut zu St.-Petri, als Lehrer derMoral, Geschichte und Anthropologie. Hier schrieb er s. Lehrbücher der russischenSprache und Geschichte, insbesondere s. „Theoretisch-praktische russische Sprach-lehre" (5. Aufl., 1819); das „Elementar-Lesebuch", mit slawonischen Schriftstel-ler, (6. Aufl., 1823); und s. „labloau abrvAe <1o lIiintoire <Ie kussie cke Nr.<le X»ram8in" (2. Aufl., 1825). 1819 kehrre T. nach Deutschland zurück, beiseinem Abschiede noch mit Rang und Orden beehrt. Seit dieser Zeit lebte er alSPros. der Sprachwissenschaften, der Moral und der Naturgeschichte bei der k. Forst-akademie in Tharant bei Dresden. Hier gab er (Dresden 1824) des (am 13. Jan.1830 verstarb.) Fürsten Putiatin „Worte aus dem Buche der Bücher, oder überWelt und Menschenleben" heraus. Die Fortsetzung seiner „Geschichte Rußlandsnach Karamsin" (1. Thl. bis zum I. 1362, Dresden 1828, mit Erläuterungenund Zusätzen) unterbrach sein Tod (1830 zu Tharant), nachdem er wegen Geistes-abwesenheit eine Zeit lang auf der Heilanstalt des Sonnensteins gewesen war.
Taprobana, bei den Alten der Name der Insel Eeylon.
Tara oder Thara (aus d. Spanischen) bedeutet in der Handlung 1) einenAbzug am Gewichte. Es wird im oder vom Hundert genommen. 2) Eine Abzugs-rcchnung, wodurch man das Gewicht der Fässer und andrer Emballirung, wenndie Waaren noch eingepackt sind, gehörig abzieht und den Werth der Waaren be-stimmt, daher Tararechnung Abzugsrechnung. Es kann vom Tara nur beisolchen Waaren die Rede sein, welche nach dem Gewichte verkauft werden.
Tarantel. Diese durch Fabelei so berüchtigt gewordene Spinne wirdvorzüglich in Italien, und zwar am häufigsten um Taranto (daher ihr Name),außerdem aber auch in andern Ländern des südl. Europa u.s. w. angetroffen; sieist etwas größer und stärker als die gewöhnliche große Kreuzspinne. Sie hält sichin Höhlen in der Erde oder auch in Mauerritzcn und alten Gebäuden auf, wo sieein Gewebe um sich herzieht, um allerlei Insekte» für ihre Nahrung zu fangen.Viel hat man sonst von dem Bisse dieses Insekts gefabelt, besonders auch, daß dervon der Tarantel Gebissene (tarantolato) in eine Raserei verfalle, welche nur dannnachlasse, wenn man ihm recht lange eine gewisse Musik vorspiele. Diese Melodie»welche besonders der Provinz Apulien eigen ist, heißt Tarantella, und die Ge-stochenen sollen nach derselben so lange tanzen, bis sie in den heftigsten Schweißgerathen und endlich vor Ernraltung niederfallen. Die ganze Sache hält man mitRecht für Erdichtung; vielleicht war es Betrügerei von Gauklern u. dgl. Wolmag der Biß dieses Insekts heftiger wirken als von andern, möglich auch, daß,wenn besonders in heißen Ländern Entzündungen hinzukommen, der Stich tödt-lich werden kann; allein dieser Fall tritt auch bei dem Bisse andrer weit minder be-rüchtigter Insekten ein, und in Italien hat man nicht größere Furcht vor diesem,eigentlich nur ein heftiges Jucken verursachenden Stiche, als vielleicht bei uns vordem Mückenstiche, der ebenso gut durch Entzündung und bei reizbaren Personen