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11 (1830) T bis V
Entstehung
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36 Tanfana Tang

aufgebracht.Soll ich meine Lanze mit dem Blute meiner Bruder färben?" riefer edel und zog nach der Stadt Memistra, die mit Sturm erobert wurde. Auchdies wollte ihm Balduin abtrotzen. Dies Mal ließ sich T. zu einem Kampfe hin-reißen, der indessen auch bald mit Versöhnung endete. Darauf zog er vor Anii'ocbia.Seuchen, Mangel an Lebensmilteln, Verfall der Mannszucht verzögerten die Er-oberung wol 7 Monate lang. T. halte fast täglich Gelegenheit zu retten und zuhelfen. Die zurückgelassene christliche Besatzung wurde von einem persischen Heereumringt; allein T. hielt den Muih aufrecht und schlug denFcind in einem Ausfalle.Nach Ostern 1099 brach man zur Eroberung von Jerusalem auf. T. nahm Beth-lehem ein. Es drängte ihn der Erste zu sein, der die heiligen Mauern sehe; kaumhatte er sie erblickt, so erstürmte er ein vorspringendes Gebäude, das in Jerusalemnoch jetzt der Tancredsthurm heißt. Bei den Schreckensscencn der Eroberung Je-rusalems (19. Juli 1099) benahm sich T. allein als Mensch. Er rettete Tausendeder Feinde mit eigner Lebensgefahr. Dafür ward er als Feind der Priester undder Religion angeklagt! Bald drang der Sultan von Ägypten mit einem Heere vor,um Jerusalem den Kreuzfahrern zu entreißen. Da schlug T. dessen Vortrab underoberte in der großen Schlacht bei Askalon am 12. Aug. das ganze Lager. Hier»auf eroberte er Tiberias am See Genezarelh, belagerte Jaffa und suchte nach Gott-frieds Tode es dahin zu bringen, daß Boemund König von Jerusalem wurde. Al-lein der würdige Boemund mußte dem boshaften Balduin, Gottfrieds Bruder,nachstehen, und während T. gegen dem Emir von Damaskus im Felde lag, warder als Empörer vor Balduins Thron geladen. Doch T., nunmehr Fürst vonGaliläa, von seinen Vasallen geliebt und geehrt, verachtete Balduins Bosheit undzog nach Antiochien, dessen Fürst, Boemund, von den Türken gefangen wordenwar. Türken und treulose Griechen bedrohten dessen Staat gleich sehr; aber T.bot bald jenen, bald diesen mit bewundernswürdiger Umsicht und Beharrlichkeitdie Spitze. Endlich gelang es ihm, dem tapfern Boemund die Freiheit wiederzu-verschaffen, und uneigennützig gab er ihm das Fürstenthum zurück. Als Boemundnach Europa ging. um neue Streiter herbeizuführen, war T. der Schirmvogk vonAntiochien, das von Aleppo aus wie von den Feldherren des griech. Kaisers gleichsehr bedroht wurde. Selbst mit dem Grafen Balduin von Edessa und dem RitterJoscelin v. Eourtenay mußte er manchen harten Kampf bestehen. Mit Sehnsuchtharrte er auf Bocmunds Rückkehr, dessen Heer schon in Griechenland angelangtwar. Da starb sein Freund zu Salerno. Nun zogen Boemunds Scharen ent-weder heim oder traten in des griech. Kaisers Dienste (1108). Dennoch gelang esdem unerschrockenen T., den Sultan Mauduhd in einer Hauptschlacht zur Rück-kehr über den Euphrat zu zwingen. Es war des Helden letzte That. T. starb un-besiegt 1112 !m 35 Jahre. Er war die Blüthe und das Muster des RitterthumS.Raoul de Eaen hat halb in Prosa, halb in VersenI-en festen <Io lanororlc" ge-schildert; Tasso hat ihm und Elorinden die Unsterblichkeit gegeben.

Tanfana, eine Gottheit der allen Deutschen. Man glaubte sonst, daß derTempel derselben in dem Stifte Münster in Westfalen gewesen sei. Hc. v. Hohen-hausen zu Herford hat in s. SchriftÜber die Heerzügr der Römer in Westfalen"gezeigt, daß der Ort, wo diese Gottheit verehrt worden, in Bocholzhausen, einemStädtchen an der Bcvcr, im Bisthum Paderborn, der noch bis jetzt den Namen derTankanne führt, sei, daß es aber kein Tempel, sondern, nach alter deutscher Sitte,ein Hain gewesen. Man verehrte in dieser Gottheit das Feuer oder den Donner.

Tang (lucus) ist der Name für Gewächse des Meeres und salziger Was-ser, welche mir den Eonferven und Ulvcn zu der natürlichen Familie der Algen ge-zablt werden. Von den Eonferven unterscheidet sich der Tang dadurch, daß er kei-nen gegliederten Bau hat. Die äußere Gestalt ist sehr verschieden. Den feinstenFäden bisweilen ähnlich, werden sie doch oft blaltartig, oft buschig und von knor-