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Talkstem Talleyrand - Perigord (Fürst von)
entsteht dabei ein Niederschlag von kohlensaurer Talkerdc, welcher, um die Kohlen-säure zu entfernen, bis zum Glühen erhitzt wird, worauf die unschmelzbare ätzendeErde rein zurückbleibt.
Talk stein, ein dem Speckstein (s. d.) nahe verwandtes, fettig undschlüpfrig anzufühlendes Fossil.
Tallard (Camille d'Hostun, Graf v.), geb. 1652 am 14. Febr., einerder berühmtesten Feldherren Ludwigs XI V., stammte aus einer bis ins 14. Jahrh,hinaufsteigenden Familie. Im 16.1. trat er ins Heer ein, und schon 1674 konnteihmTurenne bei Mühlhausen, wie bei Türkheim, einen wichtigen Posten anver-trauen. Nachdem er 1697 in England den Theilungstractat über die spanischeErbfolge abgeschlossen hatte, führte er in dem darüber ausgebrochenen Succes-sionskriege ein franz. Heer 1702 an den Rhein. Bald eroberte er Aitbreisachund konnte alsdann Landau belagern. Hier griff ihn das kaiserl. Heer am 14.Nov. 170Zan, ward aber so geschlagen, daß er, der indessen den Marschallsstaberhalten hatte, mit nicht zu großer Uebertreibung an Ludwig XIV. berichten konnte:„Das Heer hat in der Schlacht mehr Fahnen und Standarten erobert als Menschenverloren". Schon 1703 hatte Villars den Plan entworfen, mit dem Kurfür-sten von Baiern vereint nach Östreich einzudringen; zu dem Zwecke mußte derMarkgraf Ludwig v. Baden das Treffen bei Höchstadt (s. d.) liefern, welcheser gewann. Nun bekam T. 1704 den Auftrag, den Plan von Villars auszufüh-ren, ward aber mit dem Kurfürsten v. Baiern in seinem Lager bei Höchstädt vonEugen und Marlbocough angegriffen und nach der Niederlage des Heeres selbstgefangen genommen. Sieben Jahre blieb er als Gefangener in England, ohnedeßwegen in Ludwigs XIV. Gunst zu verlieren oder für Frankreich unthätig zu sein.Er wußte, daß an Annas Hofe Marlborough eine starke Partei gegen sich hatte,und benutzte dies genügend, diesen Feldherrn zu stürzen. 1712 kehrte er nach Frank-reich zurück, ward zum Herzog ernannt und beschäftigte sich nun viel mit der Lite-ratur. Er starb 1728 und hinterließ einen Sohn. Einen andern hatte er aufdem Schlachtfelde bei Hvckstädt verloren.
Tallcyrand - Perigord (Charles Maurice de), Fürst v. Benevent(seit Napoleons Absetzung nennt er sich Fürst Talleyrand); Pair v. Frankreich seit1814, Ritter des goldenen Vließes, des St.-Stephan-, St.-Leopold-, Ele-fanten-, St.-Andreas-, Rauten-, schwarzen Adler-, Sonnenordens u. a. m.,Großofsicier der Ehrenlegion, Mitglied der Akademie ic. Dieser berühmte fran-zösische Staatsmann, geb. zu Paris 1754, stammt aus einem Geschlechte, dasim Mittelaltcr die Landschaft Qucrcy (jetzt Deport. Lot) als regierendes Hausbesaß und das zum höchsten Adel in Frankreich gehört. Er war von 3 Brüdernder älteste. Ein Fall in der Kindheit verhinderte den geraden Wuchs seinerGlieder; darum fanden die Ältern für gut, die Primogcnitur auf Archambauld,den zweiten, 'zu übertragen, ihn aber der Kirche zu widmen. Dieser Zwang mochteauf sein Gemüth heftig wirken. Seine mütterliche Großmutter war die Prin-zessin des Ursins, welche am Hofe Philipps V. v. Spanien eine ausgezeichneteRolle spielte. Diese berühmte Frau stürzte bekanntlich vom Gipfel der Machtherab, ungeachtet sie alle Springfedcrn der Klugheit und Ehrsucht geschickt zu brau-chen gewußt hatte Ihres Glückes Unbestand warnte den Enkel. Durch Geist,Gewandtheit und Talent machte sich T. zum Herrn seines Schicksals, und mehrals einmal lag das der Staaten in seiner Hand. Er studirte im SeminariumSt.-Sulpice. Feiner Scherz, Ironie, einnehmendes Betragen, eindringenderGeschäftsblick, Leichtigkeit im Arbeiten und ein Auge, das schnell die Menschen undihre Schwächen durchschaute, machten bald den Abbe de Perigord bemerkbar.Kaum 26 I. alt, ward er 1780 zum Generalagenten des Klerus ernannt. Hierbewährte er nicht allein sein großes Talent für die Verwaltung, sondern zeigte auch